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Politik, Gesellschaftskritik
Buch Leseprobe Muhammads Erbe, Thomas Tartsch
Thomas Tartsch

Muhammads Erbe


Dschihad,Dhimmi,Tötungs- und Bekämpfungsvers

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Dem im Juli 2010 viel zu früh verstorbenen Orientalisten Dr. Rainer Glagow gewidmet


 


Erster Teil


 


1. Einführung: Kann "der Islam" integriert werden?


 


Anstatt eines mehr oder minder ergiebigen Vorworts soll zur Einführung eine inhaltliche Bestimmung der Grundgesamtheit „Islam“ erfolgen, die sich nicht mit dem bekannten Streit um die Wortbedeutungen „Frieden“ und „Unterwerfung unter den Willen Allahs“ aufhält.


Dieser Streit um Worte bedingt eine oberflächliche Diskussion ohne Nutzwert und berührt nicht einmal in Ansätzen die teilweise grundlegenden und durch die islamische Historie begründeten Unterschiede zwischen dem „Islam“ und den anderen monotheistischen Religionen, die auch die Grundlage für die später zu behandelnden Begriffe „Dschihad“ und „Dhimmi“ bilden.


Vielmehr soll hier als Ausgangspunkt und Einführung gefragt werden: „Was kann Islam sein?“, um darauf aufbauend die Frage zu beantworten: Kann „der Islam“ integriert werden?


Der Koran selbst gibt zunächst darüber Auskunft, welche inhaltliche Bedeutung die Grundgesamtheit „Islam“ besitzt.[i]


 


So etwa sūrat(u) r-rūm:30 [30:30]:


 


Im Original:


fa-aqim wajhaka lilddīni ḥanīfan fiṭ'rata l-lahi allatī faṭara l-nāsa ʿalayhā lā tabdīla likhalqi l-lahi dhālika l-dīnu l-qayimu walākinna akthara l-nāsi lā yaʿlamūna


 


In deutscher Übersetzung:


So richte dein Gesicht aufrichtig zur Religion hin als Anhänger des rechten Glaubens [des Islam als rechtgeleitetes monotheistisches Hanifentum, eig. Einfügung] , – (gemäß) der natürlichen Anlage Allahs, in der Er die Menschen erschaffen hat. Keine Abänderung gibt es für die Schöpfung Allahs. Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht


 


Ebenso sūrat(u) l-ʿim'rān: 20 [3:20]:


 


Im Original:


fa-in ḥājjūka faqul aslamtu wajhiya lillahi wamani ittabaʿani waqul lilladhīna ūtū l-kitāba wal-umiyīna a-aslamtum fa-in aslamū faqadi ih'tadaw wa-in tawallaw fa-innamā ʿalayka l-balāghu wal-lahu baṣīrun bil-ʿibādi


 


In deutscher Übersetzung:


Und wenn sie mit dir streiten (wollen), dann sag: „Ich habe mein Gesicht Allah ergeben, und (ebenso,) wer mir folgt!“ Und sag zu jenen, denen die Schrift [Juden und Christen, eig. Einfügung] gegeben wurde, und den Schriftunkundigen: „Seid ihr (Allah) ergeben?“ Wenn sie (Ihm) ergeben sind, dann sind sie rechtgeleitet. Kehren sie sich aber ab, so obliegt dir nur die Übermittlung (der Botschaft). Allah sieht die Menschen [im Original: seine Sklaven, eig. Einfügung] wohl


 


Der „Islam“ beinhaltet als definitorische Grundbedeutung dieser hier angeführten und anderer Aussagen im Koran eine direkt von Allah gestiftete, an den Propheten Muhammad mittels des Engels Djibril (Gabriel) verbal inspirierte und durch diesen für die Menschheit verkündete Lebensweise als die seit Ibrahim (Abraham) einzig dem Menschen zugedachte Daseinshaltung.


In unentwegter dankbarer Verehrung (das Gesicht) auf Allah ausgerichtet, den einen und einzigen Quell alles Seienden, der alles in jedem Augenblick des Seins nach seinem Ratschluss bestimmt, denn Allah hat nach Erschaffung des Diesseits auf seinem Thron Platz genommen, um von dort aus sein Werk zu regieren und die Geschicke der Muslime zu lenken. So auch die als āyat(u) l-kursi (Thronvers) bekannte Textstelle in sūrat(u) l-baqarah: 255 [2:255]: „lā takhudhuhu sinatun walā nawmun … (Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf …).“


Diese die Kosmologie und Anthropologie umfassende, ewig gültige und unveränderbare Daseinshaltung ist mit einer die ganze Existenz überformenden Anleitung zur Bewältigung des Diesseits und der Vorbereitung auf das metaphysische Jenseits auf Grundlage des Gesetzes (Scharia) als ein ganzheitliches System verknüpft. Hierbei hat sich dieser universelle Geltungs- und Regelungsanspruch der Scharia historisch erst bis ins 11. Jahrhundert entwickelt.


Der gläubige Muslim steht damit unter einem als total zu charakterisierenden Regelungsanspruch der die ganze Existenz überformenden Handlungsanweisung der Scharia, wodurch eine Normierung des Denkens und Verhaltens jedes Mitglieds der islamischen Gemeinschaft erreicht werden soll, deren Grenzen des Zusammenlebens durch den Koran und die nachkoranische Sunna (Prophetentradition) abgesteckt werden, auf denen die Scharia gründet.


Liegen doch nach der eindeutigen Bestimmung aus sūrat(u) l-anʿām: 57 [6:57] alle Rechtsbestimmungen (der Scharia) für die Menschen allein bei Allah: „ini l-ḥuk'mu illā lillahi … (Das Urteil [die Rechtsbestimmun(gen), eig. Einfügung] gehört [liegen, eig. Einfügung] allein [bei, eig. Einfügung] Allah …).“


Die Scharia als Gesamtheit regelt somit in ihrem die Religion betreffenden Teil nicht nur die Ritenpraxis, sondern in ihrem rechtlichen Teil auch die Bestimmungen über die Beziehungen der Muslime untereinander und gegenüber Nichtmuslimen, wobei das direkt von Allah stammende und unerschaffene Gesetz der menschlichen Verfügungs- und Gestaltungsmacht entzogen ist. Damit ist die Scharia für den gläubigen Muslim die allein maßgebliche Norm, die an jedem Ort zu jeder Zeit gültig ist und bei entsprechender muslimischer Bevölkerungsmehrheit auch in den nicht muslimischen Ländern durchgesetzt werden muss.[ii]


Somit kann „der Islam“ zwar als „total erfassende Religion“ im Rahmen eines westlichen Verständnisses bezeichnet werden, da der einzelne gläubige Muslim unter dem universellen Regelungsanspruch der Scharia und der durch sie geregelten und zwingend auszuübenden Ritenpraxis als Ausdruck der dem Menschen einzig zugedachten Daseinshaltung steht.


Er ist aber nicht als „totalitär“ in einem westlichen Sinn einzustufen, weil der einzelne Gläubige im Gegensatz zur angestrebten Vermassung weltlicher totalitärer Ideologien des 20. Jahrhunderts auch als Einzelwesen vor Allah existiert und eine aufrichtige spirituelle Gotteserfahrung im Islam als Religion im Mittelpunkt steht.


Vielmehr zeigt sich hier das Spezifikum der Grundgesamtheit „Islam“, da der Islam eine durch Riten und Symbole vermittelte Religion als spirituelle Individualerfahrung, Sinngebung der Existenz und Welterklärungsversuch sein kann. Ebenso aber auch ein religiös-politisches System, welches den Blickwinkel auf die Welt mit einem Schema unterlegt, das die Rolle des Menschen im Diesseits von einem transzendenten Standpunkt aus entwickelt.


Hierbei grenzt sich der Islam als Religion der „wahren Rechtleitung“ von den anderen und älteren monotheistischen Buchreligionen des Juden- und Christentums scharf ab, auch wenn er einiges von diesen aufgenommen hat. Dies stellt für eine Religion, die wie andere Religionen einen alleinigen Wahrheitsanspruch reklamiert, keine Besonderheit dar, muss aber im „Dialog“ thematisiert werden, was bislang unterblieben ist.


So betet etwa jeder gläubige Muslim beim Salat (Pflichtgebet und einer der „Fünf Pfeiler des Islam“) die sūrat(u) l-fātiḥah, die als erste im Koran steht. In den Versen sechs und sieben wird der immer gegenwärtige und fünfmal am Tag repetierte Gegensatz von Islam und Juden- und Christentum weltweit milliardenfach wiederholt und verinnerlicht, wozu der Muezzin in islamischen Ländern die Gläubigen vom Minarett aus zum Gebet ruft.


 


Im Original:


… ih'dinā l-ṣirāṭa l-mus'taqīma ṣirāṭa alladhīna anʿamta ʿalayhim ghayri l-maghḍūbi ʿalayhim walā l-ḍālīna


 


In deutscher Übersetzung:


… Leite uns den geraden Weg, den Weg derjenigen, denen Du Gunst [den Muslimen, eig. Einfügung] erwiesen hast, nicht derjenigen, die (Deinen) Zorn erregt haben [nicht (den Weg derer), auf denen dein Zorn liegt = die Juden, eig. Einfügung], und nicht der Irregehenden [und nicht (den Weg) der Irregehenden = die Christen, eig. Einfügung]!


 


 


[i]               In der Regel wurde bei hocharabischen Begriffen, bis auf wenige Ausnahmen, zur einfacheren Lektüre, nicht die in der Orientalistik und Islamwissenschaft ansonsten übliche Umschrift gewählt, wobei im Hocharabisch (Fus’ha) die Lang- und  Kurzvokale e und o nicht existieren (z.B. Makka statt Mekka); Die Textstellen im Koran werden zitiert: „Name der Sure: Nummer des Verses [Nummer der Sure: Nummer des Verses]“; eigene Einfügungen sind gekennzeichnet mit: [eig. Einfügung];


Die Transliteration der angeführten Koranstellen basiert auf der „Kairiner Koranausgabe“ von 1924: „Al-Qurˈān al-karīm bi-r-rasm al-ʿuṯmānī bi-riwāyat Ḥafṣ ʿan ʿĀṣim, Kairo 1342, Ḏū l-ḥiǧǧa (1924).“, wobei eine Orientierung an der mündlichen Rezitation erfolgte, die oftmals eine gebundene Aussprache der einzelnen Satzteile umfasst;


Die deutsche Koranübersetzung stammt von der Homepage des „Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.“ (ZMD) in der Übersetzung von Scheich Abdullah As-Samit (F. Bubenheim) und Dr. Nadeem Elyas, unter: http://islam.de/13822.php ;


Wie alle Übersetzungen, stellt auch die hier für die Zitierungen im Text vorgenommene Transliteration nur eine Annäherung an den hocharabischen Originaltext dar, da dieser selbst in der islamischen Welt in Nuancen verschieden übersetzt wird


[ii]              Spuler-Stegemann (2007), S.92


 


[...]



Anstatt nun apodiktisch von einem die Religion „Islam“ missbrauchenden „Islamismus“ zu sprechen, sollte man als Erstes „Islam“ entweder als Religion in Form eines durch Riten und Symbole vermittelten Welterklärungsversuchs und eine individuelle Spiritualerfahrung auf der einen Seite und auf der anderen Seite als eine direkt von Allah stammende, die ganze Existenz überformende, den Einzelnen und die Gesellschaft total vereinnahmende Handlungsanweisung mit universellem Geltungs- und Regelungsanspruch definieren.


Letztere Ausformung kann ein Gewalt- und Konfliktpotenzial enthalten, welches sich gleichermaßen gegen Nichtmuslime, Muslime anderer Glaubensrichtungen, säkular ausgerichtete Muslime und Exmuslime richtet.


So der unter jugendlichen Muslime an Anhängern gewinnende, militant ausgerichtete salafitische Islam, der sich am Vorbild von Muhammad und der ersten Prophetengeneration (ṣaḥāba) orientiert, um eine von Unglauben „gereinigte“, am madinensischen Urmodell orientierte und von der Scharia regierte islamische Gemeinschaft zu verwirklichen, wobei von einigen salafitischen Gruppen auch die Reanimierung eines globalen Chalifates angestrebt wird.[i]


 


[i]               Der Begriff Salafiyya umfasst als Oberbegriff ein breites Spektrum von reformistischen Gruppen im Islam, die sich an den as-Salaf as-Salih, den „Altvorderen von Madina“ im Sinne der ersten drei muslimischen Generationen orientieren, um in deren Geist eine „reine islamische Gemeinschaft“ zu errichten, wobei nur die heiligen Quellen Koran und Sunna (Prophetentradition) anerkannt werden;


Hierbei umfasst das breite Spektrum heutiger salafitischer Gruppen gewaltlose und Da´wah („Ruf zur ganzheitlichen islamischen Lebenspraxis“ in Form der Missionierung unter Nichtmuslimen und „glaubensschwachen“ Muslimen) betreibende Gruppen bis zu gewaltaffinen Gruppen, die den gewaltsamen kleinen Dschihad glorifizieren und zur Teilnahme an diesem aufrufen


 


[...]



Zweitens kann man aufgrund der vorgenommenen Einteilung der Grundgesamtheit „Islam“, entweder als Religion in Form einer individuellen Spiritualerfahrung oder als eine die Existenz überformende Handlungsanweisung, die Frage, ob „der Islam“ integriert werden kann, zu beantworten versuchen.


Während die individuelle Spiritualerfahrung im persönlichen Rahmen der Ritenpraxis der fünf Pfeiler des Islam weitgehend unproblematisch und damit mit der freiheitlich-pluralistischen westlichen Werteordnung vereinbar ist, richtet sich die andere Ausformung, etwa in Gestalt der ideologisch aufgeladenen Spielart des „Islamismus“ in der Neuzeit, gegen grundlegende Werte- und Normenstrukturen der westlichen Gesellschaften.


Vielmehr verspricht dieser ideologisch aufgeladene Islam eine ökonomische, politische, soziale und religiöse Utopie, wenn die Welt letzten Endes Allah und dem schariatischen Recht unterworfen ist.[i]


Dies zeigt sich unter anderem in der Bestrebung, die gesamte Scharia als das von Allah den Menschen auferlegte Gesetz, welches diesen in Form des Koran und der nachkoranischen Prophetentradition (Sunna) als Gesamtheit des islamischen Normensystems als umfassende Pflichtenlehre übergeben wurde, einzuführen, die die Grundlage einer ganzheitlichen islamischen Lebensweise (Dīn) bildet.


Hierbei handelt es sich nicht nur um den religiösen Teil der Ritenpraxis (al-Ibadat), sondern unter anderem um die Ethik und Morallehre (Achlaq), das Strafrecht, das Vertragsrecht, das Fremdenrecht und die Führung des Dschihad (Siyar), die zum weltlichen Teil (al-Muamalat) der Scharia gehören. Ist doch das islamische Strafrecht, auf das die westliche Sicht oftmals die Scharia reduziert, nur ein Teilaspekt der Gesamtheit der Gebote, Verbote und allumfassenden Regelungen zur Daseinsbewältigung und Vorbereitung auf das Jenseits.


Damit wird gleichzeitig die immer gestellte Forderung einer vollständigen Assimilation von Menschen islamischen Glaubens in die jeweiligen Aufnahmegesellschaften hier konkretisiert, da unter Assimilation der Grad der Aufgabe oder Beibehaltung oftmals erst in der Aufnahmegesellschaft revitalisierter und konservativ gelebter archaisch-patriarchalischer und religiöser Werte- und Normenstrukturen der Herkunftsgesellschaft als letzte Stufe von Integration zu verstehen ist. Integration selbst definiert sich als ein intergenerativer und ergebnisoffener Prozess, an dessen Ende Assimilation stehen kann und nicht muss. Somit soll und kann ein Freiraum für die religiöse Ritenpraxis als Teil der Identitätsvergewisserung im privaten Raum verbleiben.


Gleichzeitig muss die Forderung durchgesetzt werden, dass das aus Sittengesetz und Aufklärung entstandene und hier geltende Normen- und Wertesystem, wie in Fragen der Geschlechtergleichheit, die Anerkennung der Geltung der von Menschen geschaffenen Gesetze, der bestehende Dualismus von religiöser und politischer Sphäre und die Anerkennung des verfassungsrechtlich garantierten religiösen Pluralismus, anerkannt und befolgt wird.


 


[i]               Jonsson (2006), S.52


 


 



Zweiter Teil        


 


2.1 Einführung: Dschihad und Dhimmi


 


 


Der Dschihad wurde und wird seit über 1.400 Jahren religiös legitimiert und auf Grundlage juristischer Ausarbeitungen des ius ad bellum und des ius in bello der verschiedenen islamischen Rechtsschulen geführt.[i]


Denn der Krieg gegen die Ungläubigen (Dschihad), nach Regeln geführt, die im Koran und Hadith niedergelegt sind, ist eine rein islamische Angelegenheit.[ii]


Dieses Grundwissen sollte gerade in der Orientalistik und Islamwissenschaft bekannt sein, wird aber im Rahmen der zunehmenden Politisierung dieses Fachgebiets immer mehr vor dem Hintergrund des Zwangs zur politischen Korrektheit, der Angst um die eigene Karriere und der Bewilligung von Forschungsgeldern von einem Islambild einer idyllischen Symbiose aus sexueller Imagination (Haram = Harem) und Folklore (Hammam = Dampfbad) verdrängt. Dabei muss für die Orientalistik und Islamwissenschaft dieselbe Grundregel wie für jede andere wissenschaftliche Disziplin gelten: „Contra facta non valet argumentum“ (Gegen Tatsachen gilt kein Argument).


Das Ergebnis dieses wissenschaftlichen Zerfallsprozesses erlebt man etwa in Deutschland in Gestalt der die HAMAS hofierenden „Nahostexperten“ und der medial bekannten, penetranten islamwissen­schaftlichen Märchentante, die als persische Reinkarnation von Scheherazade das schiitische Regime im Iran bis zur Stufe des geistigen Komas schönredet. Andere Auswüchse sind die in den letzten Jahren in Nordrhein-Westfalen und Berlin, mit finanzieller Unterstützung des jeweiligen Lands und unter Mitarbeit einer einschlägig bekannten islamischen Religionspädagogin (NRW) und eines einschlägig bekannten Islamwissenschaftlers (Berlin), erstellten Handreichungen für Lehrer im Umgang mit muslimischen Schülern. Lehrkräfte werden damit zu Handlangern der Einführung schariatischer Grundsätze, wie in Fragen der rigiden Geschlechtertrennung an Schulen, durch verordnete Toleranz gegenüber dem Kopftuch, getrennten Sport- und dem Burkini im Schwimmunterricht, degradiert.[iii]  


Nicht zu vergessen der Standardsatz der meisten heutigen Orientalisten und Islamwissenschaftler, der akute gewaltsame Dschihadismus habe „nichts mit dem Islam zu tun“. [...]


Der im Juli 2010 viel zu früh verstorbene Orientalist Dr. Rainer Glagow hatte mir gegenüber vor gut zwei Jahren geäußert, dass es unter den jüngeren Islamwissenschaftlern keine herausragende Persönlichkeit mehr gibt. Schon die an den Universitäten vermittelten sprachlichen Fähigkeiten reichen nicht mehr aus, um grundlegendes arabisches Quellenstudium zu betreiben. Vielmehr hat mancher Islamwissenschaftler gelernt, den Geboten der politischen Korrektheit zu folgen.


Dieser Einschätzung kann man mehr denn je zustimmen. Wo gibt es zum Beispiel im Westen an den Universitäten noch islamwissenschaftliche Seminare, die sich ausführlich mit den Dschihadlehren beschäftigen und diese lehren? Wo hört man von der heutigen jüngeren Generation der Orientalisten und Islamwissenschaftler klare Aussagen zum Zusammenhang zwischen religiös legitimierter Gewalt und den Aussagen aus den heiligen Quellen Koran und Prophetentradition (Sunna)? Wer wagt es noch, die religiösen Grundlagen des sich ausbreitenden islamisch-eliminatorischen Judenhasses zu thematisieren?


 


[i]               Die heute existierenden sunnitischen Rechtsschulen (Madhahib) entwickelten sich ab dem 8. Jahrhundert, während die Normierung der vier Rechtsquellen: Koran, Sunna, Ijma (Consensus Doctorum) und Qiyas (Analogieschluss) durch den Gelehrten as-Shafi (gest. 820 A.D.) erfolgte; Es existieren (nach Alter absteigend) die hanafitische Rechtsschule, die malikitische Rechtsschule, die schafitische Rechtsschule und die jüngste, quantitativ kleinste und orthodoxeste hanbalitische Rechtsschule, die hauptsächlich in Saudi-Arabien gilt


[ii]              Busse (2005), S.28


[iii]             Siehe hierzu die Ausführungen der Islamwissenschaftlerin Dr. Rita Breuer zu der im Text angeführten „Handreichung“ des NRW Integrationsministeriums, welche unter Mitarbeit der islamischen Religionspädagogin Lamya Kaddor verfasst wurde: Rita Breuer (2009): „Mobbing gegen kopftuchfreie Mädchen“, EMMA September/Okotber2009, unter:


http://www.emma.de/index.php?id=mobbing_gegen_kopftuchfreie_maedchen_2009_5


Die Broschüre „Grundinformationen zum Islam und Anregungen zum Umgang mit muslimischen Kindern„, unter Mitarbeit von Lamya Kaddor, kann eingesehen werden, unter:


http://issuu.com/ufuq.de/docs/nrwbroschuere


 


[...]


 


2.2 Dschihadlehren im sunnitischen Islam


 



Das Thema „gewaltsamer Dschihad“ stellt sich auch als Thema in den mehrheitlich sunnitisch-islamischen Communitys der westlichen Länder dar.


So wurden in den Vereinigten Staaten im Rahmen eines Forschungsprojekts zwischen 2007 und 2010 100 Moscheen beobachtet und es wurde festgestellt, dass in 51% der Moscheen für den gewaltsamen Dschihad geworben und vom jeweiligen Imam zum Studium einschlägiger Texte aufgerufen wurde.[i]


 


[i]               Kedar, Mordechai/Yerushalmi, David (2011), „Shari'a and Violence in American Mosques”, Middle East Quarterly, Summer 2011, S. 59-72, unter:


http://www.meforum.org/2931/american-mosques



 


[...]



Somit sollen im Weiteren in konzentrierter Form grundlegende Kenntnisse der „klassischen“ Dschihadlehren im sunnitischen Islam vermittelt werden, da der heutige, virulente gewaltsame Dschihadismus primär sunnitisch geprägt ist und sich auch durch diese Lehren legitimiert. Die überwiegende Zahl der in Europa lebenden Muslime hat ebenso wie die Nichtmuslime in der Regel keine oder nur marginale Kenntnisse über diese Lehren, sondern folgt dem, was etwa der Imam oder Hodscha in der Moschee predigt, oder dem, was in Koranschulen und seit ca. Ende 2009 vermehrt in salafitischen Islamseminaren vermittelt wird.


Dschihad beinhaltet nicht die Bedeutung „Heiliger Krieg“, da alle heiligen Handlungen allein der spirituellen Autorität Allah zustehen. Zudem kennt die hocharabische Sprache andere Begriffe wie „qital“ (Kampf) oder „harb“ (Krieg) für weltliche gewalttätige Auseinandersetzungen, die einen nicht religiösen Hintergrund besitzen, während der Begriff „Dschihad“ eine umfassendere religiös-weltliche Bedeutung beinhaltet.


Nach teilweiser islamischer Sicht stellt der gewaltsame Dschihad einen wichtigen Teil im Islam dar, da nicht das christliche Prinzip „Liebe deinen Feind“, sondern das Prinzip „Kämpfe gegen die, die dich bekämpfen“ gilt, da dies der menschlichen Natur und dem Überlebensinstinkt entspricht.[i]


Dschihad bezeichnet im Kontext des schariatischen Rechts das Konzept der „äußersten Anstrengung auf dem Weg Allahs“ (al-Dschihād(u) fī sabīl illāh), um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Nach Mohagheghi etwa ist Dschihad im Alltag als äußerlicher Kampf gegen Missstände gerichtet, z.B. gegen Armut, Krankheiten oder die Beseitigung von Unwissenheit. Nach innen ist Dschihad als Bekämpfung von schlechten Eigenschaften anzusehen, wie z.B. von negativer Begierden und Maßlosigkeit.[ii]


Dies soll nicht in Abrede gestellt werden, da verschiedene Ausformungen des Dschihad, wie vieles andere im Islam, im Sinne des Sowohl-als-auch nebeneinander bestehen können und sich nicht zwangsläufig gegeneinander aufheben. Dies wird oftmals zur Relativierung des gewaltsamen Dschihad im „Dialog“ auf beiden Seiten angeführt, weil man „den“ Islam als Religion nicht mit Gewaltanwendung in Verbindung bringen will. Lohlker weist dagegen auf die große Variationsbreite in der Doktrin des Dschihad hin, die einer historisch-kritischen Exegese große Möglichkeiten bietet.[iii]



Hier wird die Bedeutung des Dschihad vor dem Hintergrund der islamischen Historie als äußerste Anstrengung auf dem Weg Allahs zur Ausbreitung islamischer Herrschaft und der Ausweitung und Geltung des gesamten Gesetzes (Scharia) auf nicht muslimischem Territorium verstanden. Diese äußerste Anstrengung kann auch in gewaltsamer Weise erfolgen, wenn gewaltlose Strategien nicht zur Zielerreichung führen.


 


[i]               So die Ausführungen auf der Webseite der Gruppe „Muslims Against Crusades“, die in Großbritannien von der ganzen Scharia kontrollierte Gebiete installieren will: „What is the Meaning of Jihad?“; unter:


http://www.muslimsagainstcrusades.com/jihad/what-is-the-meaning-of-jihad


[ii]              Mohagheghi (2010), S.72


[iii]             Lohlker (2009), S.17


 



[...]


Ausgearbeitet wurden die Regelungen zur Ausübung des gewaltsamen Dschihad von den islamischen Rechtsgelehrten.


Nach islamischer Rechtslehre ist die Welt geteilt in das Dar(u) l-Islam und das Dar(u) l-Harb, da die Menschheit geteilt ist in die Gruppen „Muslime“ und „Nichtmuslime“.[i]


Diese Einteilung in das Haus des Islams (wo die Scharia in ihrer Gesamtheit gilt) und das Haus des Krieges (alle übrigen Gebiete) geht auf keine Textstelle im Koran oder in der Sunna zurück. Sie stellt das Ergebnis des Idschtihad (Auslegung als Rechtsfindungsmethode) der Rechtsgelehrten dar, um den Zustand, in dem sich die Muslime in der Expansionsphase befanden, zu beschreiben und um allgemeingültige rechtliche Bestimmungen für den bestehenden Zustand zu schaffen. Die klassischen Doktrinen des Dschihad wurden somit während der Jahrhunderte der islamischen Eroberungen ausgearbeitet, als der Glaube einen in der Geschichte der Menschheit zuvor nie da gewesenen Expansionsschwung trug.[ii]


Hiernach befand sich das Dar(u) l-Islam in einem permanenten Kriegszustand mit dem Dar(u) l-Harb, der zu einer rechtlichen Normalsituation wurde, da der Dschihad bis zum endgültigen Sieg geführt werden muss, da die islamische Rechtstheorie nur von der temporären Existenz souveräner Staaten nach westlicher Vorstellung im Dar(u) l-Harb ausgeht.


Der Dschihad wurde damit nach Ansicht der frühen islamischen Gelehrten zu einem staatlichen Instrument, um das Dar(u) l-Harb in das Dar(u) l-Islam zu transformieren und einen weltweiten islamischen Staat zu errichten.[iii]


Denn nach islamischer Auffassung ist der Staat selbst eine Manifestation und ein Instrument der Religion.[iv]


Selbst die Möglichkeit einer Hudna, eines Waffenstillstands aus taktischen Gründen für die Vorbereitung weiterer Kampfhandlungen für eine begrenzte Zeit (in der Regel nicht länger als zehn Jahre) nach dem Vorbild des „Sulh al-Hudaibiya“ (Friedensvertrag von Hudaibiya) 628 A.D./6 A.H. zwischen Muhammad und den makkanischen Quraisch, verliert ihre Gültigkeit, wenn die Situation für die Muslime günstig ist, den Dschihad weiter auszuüben.[v]


Muhammad selbst brach die ausgehandelte Hudna schon ein Jahr später, als es die Umstände zuließen, um die Eroberung von Makka vorzubereiten und 630 A.D. durchzuführen.


Der Grund liegt in der islamischen Rechtslehre, nach der es keinen Frieden zwischen dem Dar(u) l-Islam und dem Dar(u) l-Harb geben kann, womit auch das für die Zeit der Hudna als Dar(u) l-Aman (Haus des Friedensvertrages) angesehene nicht islamische Gebiet letztlich unter islamische Herrschaft fallen muss.


Die Harbi, Bewohner des Dar(u) l-Harb, können getötet, vertrieben, versklavt und ihre Besitztümer als Kriegsbeute genommen werden, da ihr Leben und ihr Besitz rechtlich vollkommen ungeschützt sind.[vi]


Der Begriff „Harbi“ (ungefähre Bedeutung: „feindliche Krieger“) umfasst neben Polytheisten und Atheisten alle nicht muslimischen Gruppen, die keinen Dhimmi-Status besitzen. Sie leben in der Regel außerhalb islamischen Gebiets, unterstehen nicht dem islamischen Recht und auf sie wird ausschließlich das Kriegsrecht angewendet.[vii]



Entgehen können die Harbi diesem Schicksal nur durch Konversion oder die Anerkenntnis muslimischer Herrschaft als Bürger rechtlich zweiter Klasse (Dhimmi). Ansonsten kann ein Harbi nach klassischer islamischer Rechtslehre das Dar(u) l-Islam nur aufgrund eines befristeten Aman (Schutzvertrag) betreten, womit er zu einem Musta’min wird, der rechtlich zwischen dem Status des Harbi und des Dhimmi angesiedelt ist.


 


 


[i]               Ye’or (1996), S.40


[ii]              Ruthven (2000), S.158


[iii]             Har-El (1995), S.9


[iv]             Lewis (2002b), S.162


[v]              Hashmi (2002), S.160


[vi]             Schacht (1982), S.130f.


[vii]            Enayati (2002), S.177; Harbi: attributive Ableitung von „harb“ (Krieg)


 


[...]



Der Dschihad selbst ist dabei nach der Scharia keine Pflicht (Fard oder Wadschib) wie die Ritenpraxis, die Allah direkt jedem Muslim als individuelle und nicht delegierbare Pflicht (Fard al-Ayn) auferlegt hat. Eine Ausnahme bildeten die Kharidschiten, die sich in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts, in der Zeit der beginnenden Schia, von der Anhängerschaft des späteren vierten Chalifen Ali Ibn Abi Talib abgespalten hatten und die Ausübung des Dschihad als „Sechsten Pfeiler des Islam“ ansahen.[i] Die Kharidschiten können als erste Reformbewegung der islamischen Historie charakterisiert werden, die neben Sunniten und Schiiten zeitweise die dritte stärkste islamische Ausprägung stellten und den Dschihad sowohl gegen Nichtmuslime, als auch gegen andere islamische Glaubensrichtungen führten.


Aber es müssen genügend Muslime als Mudschahidun (die den Dschihad Ausübenden) innerhalb der Umma (islamische Gemeinschaft), die im Koran nach sūrat(u) l-ʿim'rān:110 [3:110] als „die beste Gemeinschaft“ bezeichnet wird, dieser Pflicht nachkommen, wozu die jeweilige islamische Obrigkeit die Voraussetzungen schaffen muss. Kommt das islamische Gemeinwesen dieser Verpflichtung nicht nach, verfällt diese dem Unglauben.


Das ist die Rechtsfigur der Fard al-Khifaya (Pflicht der genügenden Anzahl). Die Fard al-Khifaya ist eine ständige Pflicht und das Endziel des Kampfs „auf dem Weg Allahs“ wird erst erreicht, wenn auch das Gebiet der Feinde dem Gebiet des Islam angegliedert wird, wenn der Unglaube endgültig ausgerottet ist und sich die Nichtmuslime der Oberherrschaft des Islam unterwerfen.[ii] Die Verpflichtung zum Dschihad betrifft dabei im Grundsatz jeden männlichen, freien und körperlich fähigen Muslim.[iii]


Kommt die islamische Obrigkeit dieser Pflicht nicht nach, sind „glaubensstarke Muslime“ aufgerufen, den Dschihad auch ohne Erlaubnis der Obrigkeit auszuüben, die sich dazu berufen fühlen und von einem Anhängerkreis als dazu befugt betrachtet werden.


Wird das Dar(u) l-Islam angegriffen oder besetzt, dann wandelt sich die Pflicht zur Ausübung des Dschihad, wie die Ritenpraxis der „Fünf Pfeiler des Islam“, in eine nicht delegierbare Individualpflicht (Fard al-Ayn).[iv] Dieser muss im Grundsatz jeder Muslim nachkommen, was nach umstrittener Ansicht einiger islamischer Gelehrter auch Frauen und Kinder umfasst, obwohl nach einem Prophetenwort die Hadsch (Pilgerriten) der Dschihad der Muslima ist.[v]


Wann ein Angriff auf das Dar(u) l-Islam oder die Umma gegeben ist, entscheiden ebenfalls glaubensstarke Muslime selber, die sich dazu berufen fühlen und selbstständig, ohne Erlaubnis einer religiösen Autorität den Dschihad ausüben. Das ist eine Folge der im sunnitischen Islam nicht existenten religiösen obersten Autorität, die solche Entscheidungen für die Gemeinschaft verbindlich anordnen oder verbieten kann.




[i]               Nafziger/ Walton (2003), S.216


[ii]              Khoury (1991), S.14


[iii]              Bihl (2003), S.205


[iv]              Siehe hierzu als Beispiel zu den Dschihadlehren aus islamischer Sicht die umfangreichen Ausführungen des Blogbetreibers „Abu Qutaybah“: „Fard 'Ayn?“, 18.10.2006, unter:


http://abuqutaybah.blogspot.com/2006/10/fard-ayn.html


[v]              Da die verfügbaren personellen Ressourcen und die daraus resultierende Manpower für den gewaltsamen Dschihadismus wie für das hybride und dezentralistisch organisierte Netzwerk Qaida al Dschihad nicht unbeschränkt ausweitbar sind, wird vermehrt versucht, Muslima zu rekrutieren; So im Dezember 2009, als die Frau von Ayman az-Zawahriri Muslima dazu aufrief, dem Ruf zum Dschihad zu folgen: „Al-Qaida leader’s wife calls women to join jihad. Wife of high-ranking militant sends message to Muslim ‘sisters’ ”, msnbc.com, 17.12.2009, unter:


http://www.msnbc.msn.com/id/34467265/ns/world_news-mideastn_africa/


Seit 2010 ist eine zunehmende quantitative Feminisierung im Bereich des gewaltsamen kleinen Dschihad, primär durch Konvertitinnen, in Deutschland zu beobachten


 


[...]



So muss auch Da´wah als eine Form des gewaltlosen kleinen Dschihad eingestuft werden, der sowohl jedes islamische Staatswesen als auch jeder Muslim nachkommen soll. Hierbei wird im Westen oft die Doppelfunktion von Da´wah übersehen, die nicht nur eine reine religiöse Missionskomponente unter „glaubensschwachen“ Muslimen und Nichtmuslimen besitzt, die verbal und nonverbal erfolgen kann, sondern ebenso in politischer Hinsicht gezielt der Ausdehnung der Einflussnahme der jeweiligen islamischen Gemeinschaft zur Einführung der gesamten Scharia im nicht muslimischen Gebiet dient. Hier sei auf sūrat(u) t-tawbah:60 [9:60] hingewiesen, die unter anderem bestimmt, dass die Zakah, die jeder Muslim als Teil der Ritenpraxis entrichten soll, unter anderem auch zu der Gewinnung von Konvertiten durch Da´wah, der „Gewinnung“ von Nichtmuslimen und der Finanzierung der Mudschahidun gedacht ist, wobei die zu entrichtende Zakah nur Muslimen zugutekommen darf.


 



Aufbauend auf den Ausführungen zum kleinen Dschihad wird hier eine weite Definition vorgelegt, die die verschiedenen gewaltlosen und gewaltsamen Formen des kleinen Dschihad umfasst:


„Der kleine Dschihad ist jede mit Niyya getätigte gewaltlose oder gewaltsame äußerste Anstrengung auf dem Weg Allahs, um islamische Herrschaft und islamisches Herrschaftsgebiet auszuweiten und die Einführung des Gesetzes (Scharia) in seiner Gesamtheit im Dar(u) l-Harb und im Dar(u) l-Ahd voranzutreiben, langfristig das Dar(u) l-Harb und das Dar(u) l-Ahd in das Dar(u) l-Islam einzuverleiben oder die Geltung des gesamten Gesetzes im Dar(u) l-Islam zu restaurieren.“

Diese Definition bildet die gegebene heterogene Realität ab, die durch die Projektion eines die Religion missbrauchenden „Islamismus“ jedem Erkenntnisgewinn und allen daraus ableitbaren Handlungsmaximen entzogen wird.


„Islamismus“ als Begrifflichkeit besitzt nur zwei Funktionen: Zum einen dient sie als Markierung eines seit 1924 andauernden Zeitraums, der durch die Abschaffung des Chalifates durch Atatürk seinen Anfang genommen hat und in der Folge zur Entstehung eines ideologisch aufgeladenen Islamverständnisses durch islamische Reformbewegungen wie die 1928 gegründete ägyptische Muslimbruderschaft und die um 1970 entstandene türkische Millî-Görüş-Bewegung führte, die einen zweifachen Dschihad ausüben. Dr. Glagow sprach hierbei vom „politischen Islam“, der den Dschihad „nach innen“ als Maßnahme gegen den eigenen unfähigen Staat (Ägypten oder Saudi-Arabien) und den Dschihad „nach außen“ gegen die nicht islamischen Länder führt.[i] Zum anderen ist „Islamismus“ ein Arbeitsbegriff der deutschen Sicherheitsbehörden, die auf Grundlage des Merkmals der Nutzung von Gewalt zur Zielerreichung zwischen einem pan-islamisch ausgerichteten „militanten“ und einem gewaltlosen (legalistischen) „taktischen“ Islamismus unterscheiden.[ii]




[i]               „Auftaktveranstaltung der Reihe „Islam und Israel“ mit Dr. Rainer Glagow am 01. März 2004 in der Hanns-Seidel-Stiftung“, Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) - Arbeitsgemeinschaft Berlin und Potsdam, unter: http://www.digberlin.de/SEITE/glagow.php


[ii]              Bundesamt für Verfassungsschutz (2002), S.51


 


 


4. Muhamads Erbe: Tötungs- und Bekämpfungsvers


 



Im Jahr 631 A.D./9 A.H. befand sich Muhammad ein Jahr vor seinem Tod auf dem Höhepunkt der Macht. Den politischen Kampf gegen den eigenen Stamm der Quraisch hatte er, auch durch die radikale Zerstörung des bisher wirkenden soziopolitischen Gefüges, gewonnen und war seit 630 A.D./8 A.H. in Madina unumschränktes politisches und religiöses Oberhaupt der islamischen Gemeinschaft.


Diese hatte sich als eine auf kriegerische Expansion ausgelegte Glaubens- und Kampfgemeinschaft etabliert, die in dieser Form bis dahin unbekannt war. In vorislamischer Zeit hatte die Arabische Halbinsel vor dem Auftreten des Propheten keine umfassende politische Ordnung gekannt. Vielmehr war die tribale Gesellschaftsordnung nach Stämmen, Unterstämmen und Sippen kennzeichnend für das gesamte Gebiet.[i]


Die später erfolgende expansive Ausdehnung der jungen islamischen Gemeinde hatte sich beim Feldzug gegen die byzantinische Garnisonsstadt Tabuk Ende 630 A.D./8 A.H. angekündigt – beim letzten Feldzug, an dem der Prophet selbst teilnahm.


In religiöser Hinsicht hatte sich seine am vorislamischen Monotheismus andockende Reformbewegung durchgesetzt, während die jüdischen Stämme keine Rolle mehr spielten und die wenigen Christen in der Region unbedeutend waren. Vielmehr sorgten beide Gruppen durch ihre Tributzahlungen für wachsenden materiellen Reichtum.


Das Kennzeichen der Glaubens- und Kampfgemeinschaft stellten die Mudschahidun als „wahre Gläubige“ dar, die neben der Teilhabe an Tributzahlungen durch die Beuteerlangung im Dschihad ihren Lebensunterhalt bestritten. Der Dschihad wurde damit zu einem Kampf für die Belange der Umma, der durch die koranische Qualifizierung als „Sache Gottes“ eine bis dahin unbekannte religiöse Legitimation erhielt, wobei der Kampf gegen Nichtmuslime militärische Kräfte bündelte und in eine Richtung brachte.[ii]


Ebenso sorgten die umherstreifenden polytheistischen Stämme, die mit Muhammad Verträge abgeschlossen hatten und sich nur ihm persönlich gegenüber gebunden fühlten, für den Unterhalt des islamischen Gemeinwesens. Sie nahmen selbst nicht am Dschihad teil, entrichteten dafür aber jährlich die sadaqat (eine Art Tribut) und wollten ihre nicht islamische Ritenpraxis während der bisher variabel gehandhabten vier heiligen Monate des Jahres, wo Kampfhandlungen ruhten, weiterhin in Madina im Heiligtum der Ka´abah ausüben.


Diese hatte der Prophet nach der Einnahme von Makka von den hundertfach vorhandenen Götzen „gereinigt“. Nun  wurde nur dort noch eine Gottheit angebetet, wobei schon in vorislamischer Zeit eine Gottheit „Allah“ existierte, die zur alleinigen spirituellen Autorität aufgestiegen war.


In diesem Umfeld wird die neunte sūrat(u) t-tawbah „die Reue“ (auch: al-bara’a: „die Aufkündigung“ oder „die Lossagung“) offenbart, die wegen ihrer andauernden Wirkmächtigkeit als Erbe des Propheten bezüglich der Erlaubnis zur Ausübung des gewaltsamen kleinen Dschihad und der Behandlung von Nichtmuslimen charakterisiert werden kann. Und das nicht nur wegen des damals endgültig vollzogenen Bruchs zwischen Muhammad und den Polytheisten, mit dem die sūrat beginnt.[iii]


Die im März 631 A.D./9 A.H. verkündete und 129 āyat umfassende sūrat(u) t-tawbah regelt in den Versen 1 – 37 sowohl die Beziehungen zwischen den Muslimen und den Polytheisten als auch jene zwischen den Muslimen und den Juden und Christen. Ebenso tadelt sie in sūrat(u) t-tawbah: 86-89 [9: 86-89]  unter anderem diejenigen Muslime, die nicht Leib und Leben im Dschihad einsetzen, was hier nicht näher behandelt wird.


 


[i]               Halm (2006), S.21


[ii]              Noth (1987), S.68f.


[iii]             Watt (1967), S.102


 



[...]


Mitte März 631 A.D./9 A.D. wurde die erste islamische Pilgerfahrt zur Ka’abah und zum Ararat (Landschaft in Saudi-Arabien, wo Muhammad seine Abschiedspredigt kurz vor seinem Tod hielt) organisiert, an der keine Heiden mehr teilnahmen. Der Prophet selbst nahm ebenfalls nicht teil, sondern empfing die ersten Verse der neunten sūrat, die ihm nach Abreise der Pilger offenbart wurden und in denen die Abkommen mit den Heiden einseitig aufgekündigt wurden.[i]


Besondere Bedeutung innerhalb von at-tawbah besitzen die sūrat(u) t-tawbah:5 [9:5] und die sūrat(u) t-tawbah:29 [9:29].


9:5 erlaubt den (gewaltsamen) Kampf gegen die Muschrikun (Götzenanbeter/Polytheisten), bis sie zum Islam konvertieren. 9:29 enthält die Aufforderung der Bekämpfung der „Ahl al-Kitab“ (Leute des Buches), bis diese die Dschizja (den Tribut) entrichten.[ii]


Damit wurden auch Juden und Christen ein Jahr nach der Einnahme Makkas durch den Propheten 630 A.D./8 A.H. zu Feinden des „wahren Glaubens“ erklärt, die man bekämpfen müsse, bis sie, jeder Einzelne von ihnen für sich, in demütiger Haltung den muslimischen Siegern den Tribut entrichten.[iii]


Dies wird verständlich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass nach bis heute gültiger islamischer Lehre Shirk (Beigesellung) der vorislamischen Heiden und der allenfalls Halbglaube der Buchbesitzer nicht neben der wahren Rechtleitung, die Allah den Muslimen in Form der Scharia auferlegt und in Form von Koran und der nachkoranischen Sunna übergeben hat, nebeneinander bestehen können.


 


[i]               Jansen (2008), S.417


[ii]              Landau-Tasseron (2003), S.40


[iii]             Nagel (2008), S.219


 



4.2 Der Bekämpfungsvers (sūrat(u) t-tawbah:29)


 


[...]



Die als „Bekämpfungsvers“ oder auch als „Schutzvers“ oder „Kopfsteuervers“ (āyat(u) ad-dschizja)“ bekannte Textstelle behandelt und ordnet das Verhältnis zwischen den Muslimen und Angehörigen monotheistischer Buchreligionen, die als „Ahl al-Kitab“ (Leute des Buchs) eine andere Stellung als die Muschrikun besitzen.


Die sich ab dem 8. Jahrhundert entwickelte juristische Ausarbeitung der Rechtsverhältnisse zwischen Muslimen und Buchbesitzern als „Schutzbefohlene“ (Ahkam ahl adh-dhimma) wurde hierbei in den Jahrhunderten der Expansion auf alle religiösen Gruppen ausgeweitet, die unterworfen wurden.


Sie haben nicht die alleinige Wahl zwischen Konversion oder Tötung im Dschihad, sondern sie können ebenso eine unterwürfige Haltung gegenüber dem Islam anerkennen, um als Dhimmi (Schutzbefohlene) mittels eines unbefristeten, aber jederzeit aufkündbaren Dhimma (Schutzvertrag im Sinne eines Unterwerfungsvertrags) unter islamischer Herrschaft gegen Zahlung der Dschizja und teilweise der Kharaj zu leben.


Dhimmis sind damit Menschen einer minderen Rangstufe, die eine Kopf- und teilweise Grundsteuer zahlen, sich den muslimischen „Vollbürgern“ politisch unterordnen und dem Islam in allen Bereichen „Demut“ bezeugen müssen.[i]



Der mindere Status der Dhimmis unter islamischer Herrschaft beinhaltet nicht nur Gebote religiös begründeter Apartheid wie das von allen vier sunnitischen Rechtsschulen vertretene Heiratsverbot für Muslima, denen nach sūrat(u) l-baqarah:221 [2:221] eine Heirat mit einem Nichtmuslim verboten ist. Dhimmis unterstehen in der Regel ebenso der schariatischen Rechtsprechung und sind angehalten, Gebote der Ritenpraxis, wie das Fasten während des Ramadans, zu befolgen, und müssen alles unterlassen, was die Gefühle der Muslime „beleidigen“ könnte.




[i]               Glagow (2010), S.67


 


 


7. Quellenverzeichnis [Auszug]


 



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