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Politik, Gesellschaftskritik
Buch Leseprobe Lilo & Lotte, Claudia Thomas, Susanne Kundt
Claudia Thomas, Susanne Kundt

Lilo & Lotte


und ihre tierischen Freunde retten den Zoo

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VORWORT


Wir hatten Glück. Wir wissen nicht, ob wir beruflich von der Wirtschaftskrise getroffen worden wären, hätten wir unser gut aufgestelltes Unternehmen nicht schon im Frühjahr 2008 an einen Interessenten verkauft. Die große Wirtschaftskrise, die auf alle Länder dieser Erde Auswirkungen
hat, und von der auch wir, wie alle anderen auch, im Alltag direkt oder indirekt betroffen sind, hat uns dazu veranlasst, ein Buch darüber zu schreiben.


Wir haben Erfahrung als Selbstständige und als Geschäftsführerinnen mit einem Betrieb mit über 20 Angestellten. Gleichzeitig sind wir Tierliebhaberinnen. Wir sind Mitglieder im Förderverein eines Zoos und haben selbst zwei Katzen zu Hause. Deshalb fiel es uns nicht schwer, Probleme und
Auswirkungen der Wirtschaftskrise aus dem Blickwinkel der Tiere, die im Zoo leben, erzählen zu lassen. Wir möchten deshalb unsere bebilderte Geschichte eine moderne Fabel nennen, denn unsere Zootiere haben menschliche Züge.


Um was geht’s? Die Tiere im Zoo sind alarmiert. Sie erfahren, dass der Zoo kurz vor der Schließung steht. Ein paar mutige und engagierte Tiere um die Anführerinnen Lilo und Lotte schmieden einen Plan, den sie "Aktion Seerose" nennen, um den Zoo zu retten. Ein kleiner Besserwisser, das Eichhörnchen, erklärt zum einen – verkleidet als Wirtschaftsexperte – Begriffe
und Zusammenhänge aus dem Wirtschaftsleben. Zum anderen liefert es – verkleidet als Ranger – Informationen aus der Tierwelt.
Begleitet wird die Geschichte von den liebevoll gezeichneten und lustigen Bildern von Sepp Buchegger. Lilo & Lotte haben wir für alle Tierfreunde geschrieben, die Freude daran haben, den schwierigen Seiten im Leben engagiert, gemeinschaftlich und humorvoll zu begegnen. Und
wir wollen all denen Mut machen, deren Selbstbewusstsein in einer Krise manchmal abhanden kommt. Bei allen, die uns bei der Entstehung des Buches unterstützt haben, möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Ein besonderer Dank geht an Sepp Buchegger, Petra Sparrer, Christine
Meves, Mozart und Tommy – unsere beiden Kater – und Jolanta Gatzanis, unsere Verlegerin.


Claudia Thomas und Susanne Kundt


 


 


VERSCHWÖRERISCHE PLÄNE



// 12 UHR: // Hermiene gibt Gas. Sie fliegt mit 60 km/h zu den Kängurus und landet auf dem Walnussbaum im Kängurugehege. Lilo und Lotte liegen immer noch apathisch im Schatten.
„Hey, was ist mit euch los, seid ihr krank? Normalerweise macht ihr doch um diese Zeit euer Krafttraining.“ „Die Wölfe sind weg, Paul ist arbeitslos, wir sind fix und fertig“, antworten
die Kängurus im Duett. „Ach, die Wölfe konnte ich eh nicht leiden, macht euch um die keine Sorgen. Ich habe eine Nachricht von Hubert für euch: "Aktion Seerose", heute um 20 Uhr.“


Lilo hüpft unter Einsatz ihres Schwanzes elegant auf den Sandhügel unter dem Baum. Bevor sie Arthrose hatte, wäre sie mit einem Sprung bis auf den Ast gekommen. „Was ist los? Aktion Seerose? Das hört sich nach schlechten Nachrichten an“, fragt das Känguru besorgt und schlackert mit den Ohren. Ihr goldener Ohrring glitzert hell in der Sonne. Hermiene verzieht schelmisch den Schnabel: „Mit knurrendem Magen lässt sich nichts sagen!“ Lotte wirft eine geschälte Nuss in Richtung Hermiene: „Nun erzähl schon!“


„Hubert macht sich Sorgen um seine Patin Frau Hägele“, berichtet Hermiene. „Was interessieren mich die Probleme von Frau Hägele? Ich finde unsere eigenen Probleme viel wichtiger“, braust Lotte mit rot anlaufendem Gesicht auf, ein komischer Kontrast zu ihrem graubraunen Fell und ihrem blauweißen Sternenstirnband. „So ein Quatsch“, weist die samtrotfarbene Lilo ihre Freundin zurecht. „Hubert ruft und wir sind da. Geh schon mal duschen. Die letzte Aktion Seerose ist schon ein paar Jahre her und wir haben noch einen straffen Plan, damit wir heute Abend pünktlich sind.
Hermiene, bestätige Hubert, dass wir kommen.“


Hermiene stochert betont unauffällig in der leeren Nussschale herum: „Nun ja, ich habe noch einen weiten Weg vor mir …“ Lotte holt noch eine Nuss aus ihrem Beutel: „Hier
Hermienchen, damit du den weiten Flug überstehst.“ Die Spatzendame knabbert an ihrer Belohnung und macht sich auf den Weg. Die Kängurus hüpfen aufgeregt unter die Dusche.
„Aktion Seerose, endlich ist was los“, freut sich Lotte aufgeregt. „Ja, wie früher. Bin mal gespannt, ob wir es schaffen, auszubrechen“, entgegnet Lilo.


// 15 UHR: // Die drei Elefantinnen vom Witwenclub unterhalten sich: „Heute bekommen wir schon wieder keine Vitaminpräparate, sparen die jetzt an uns? Meine Knie werden dicker und dicker …“ „Auch der Masseur kommt schon seit vier Wochen nicht mehr, müssen wir uns jetzt selbst massieren? Früher kam er jeden Freitag.“ „Und ich brauche endlich wieder eine Stoßzahn-Maniküre …“


Bei der Schimpansen-Familie: „Oh, die Kinder nerven ... seit drei Wochen ist der Kindergarten geschlossen ...“


Bei den Giraffen: „Bei diesem Fraß fällt einem ja das Gebiss raus.“ „Wahrscheinlich Billig-Gammelgras aus China – schlecht für deine Dritten.“


Bei den drei Nashörnern: Nashorn Konrad: „Was wollte ich bloß? Einkaufen? Zum Zahnarzt?“ Nashorn Nadja zu Nashorn Bruno: „Konrad wurde wegen Demenz weggesperrt. Ist das wirklich nötig? Nur weil der Tierarzt keine Zeit mehr hat, jeden Tag zu kommen. Gesünder wäre es für Konrad, trotz seiner Krankheit mit in unserer Gemeinschaft zu leben.


 


 


HERBE VERLUSTE UND GEFAHR AUS DABU QAS-SEL


 


// TAG 6: // Der Zoodirektor kommt ins Büro und hängt seinen Trenchcoat an die Garderobe. Schon stellt die eifrige Sekretärin die heiß dampfende Tasse mit frisch gebrühtem Kaffee auf seinen Schreibtisch. Als sie aus dem Zimmer geht, spritzen Kaffeetropfen auf die herumliegenden Dokumente. Ratte Leopold grinst hämisch, spaziert vom Schreibtisch zum Fenster hinaus und rutscht die Regenrinne hinunter: „Hasta la vista, Baby! Auftrag erfüllt, Abführtabletten im Kaffee
versenkt!“


Zwei Stunden später verabschiedet sich der Zoodirektor bei seiner Sekretärin. Er hält sich den Bauch. „Ich gehe für heute nach Hause, mir ist überhaupt nicht gut! Morgen zum Termin mit dem Scheich komme ich. Schönes Wochenende!“


// TAG 6: // Im geschützten Bereich der Terrasse von Giuseppas Pizzeria trifft sich Hermiene mit ihrem Informationsteam. „Sind wir alle komplett?“ Von jeder Tiergruppe tritt ein Sprecher vor. „Wir sind alle an Bord“, salutiert der Siebenpunkt-Marienkäfer. Die Agenten Siegbert und Leopold nicken: „Alles paletti!“ Nun tritt Stinkwanze Nr. 1 vor: „Wir sind leider nur noch zu acht, haben fünf Verluste zu vermelden: Nr. 5 ist in die Handtasche einer Blondine gefallen und mit einem
Porsche davongefahren, Nr. 2 vermissen wir noch und Nr. 8, Nr. 13 und Nr. 10 sind einem Krähenschwarm zum Opfer gefallen.“ Hermiene zieht die Augen hoch und wendet sich
zu den Wandelnden Blättern. „Und ihr?“ „Bei uns fehlen acht. Drei sind in die Salatschüsseln gefallen und verspeist worden, zwei wurden von einem Kleinkind aufgelesen und sind im Puppenwagen gelandet, einer ist von Giuseppas Putzfrau weggekehrt worden und zwei sind von Schuhgröße 48 zertreten worden.“


Hermiene unterdrückt ihre Tränen: „Kommt alle her und lasst uns unserer verstorbenen und verschollenen Kameraden gedenken.“ Die Tiere rücken eng zusammen, schauen auf den Boden und verharren schweigend. Nach der Schweigeminute berichtet Spion Leopold, die Ratte: „Der Zoodirektor wird nichts mehr von den Vorbereitungen für Sonntag mitbekommen, die Abführtabletten haben gewirkt, hähä!“


Die Marienkäfer hingegen haben gehört, dass der Zoodirektor mit Dabu Qas-Sel telefoniert hat, weshalb er sich morgen Vormittag sehr wohl in den Zoo quälen wird. „Oh Spatzengöttin! Den Zoodirektor können wir morgen gar nicht brauchen. Gibt es sonst noch Neuigkeiten?“ Die anderen
Wanzen schütteln die Köpfe. „Gut, dann geht bitte wieder auf eure Plätze. Danke für euren Einsatz!“ Die Wanzen fliegen und krabbeln davon. Hermiene beschließt, dem Seerosenteam nicht den Schlaf für die Nacht zu rauben und die Dabu-Qas-Sel-Botschaft erst am Morgen zu überbringen.


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