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> Politik, Gesellschaft > Euroland
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Politik, Gesellschaftskritik
Buch Leseprobe Euroland, Cornelia und Franz von Soisses
Cornelia und Franz von Soisses

Euroland


Ein Märchenland ist abgebrannt

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Eurofiktion Im Gegensatz zu Science-Fiction regen Euro und Europa keine Fantasien an. Selbst wenn wir wissen, dass von all den Science-Fiction-Geschichten sich keine bewahrheitet hat, so ermöglichen sie uns denn doch, für eine kurze Zeit der Realität zu entfliehen und uns etwas wahrlich Heroisches vorzustellen. Das will und kann mit Euro und Europa nicht gelingen, diesen Kopfgeburten kleingeistiger Politiker. Dieses Fehlen von Fantasieerregung ist der größte Makel dieses Kunstgebildes Euro und Europa. Ganze Völker können sich nicht vorstellen, jemals zusammenzugehören - bei allen kulturellen und historischen Unterschieden nicht. Unterschiede, die durch die Gemeinschaftswährung Euro nicht überdeckt und nicht überwunden werden konnten, nicht einmal Hegemonieerwartungen der eigenen wie die der anderen Art konnte die Währung auch nur verringern. Wie sollte auf dieser Währung ein europäischer Staat entstehen, ein Bundes- und Vielvölkerstaat? Ein solcher Staat würde eher als Fremdherrschaft verstanden, die innere Widerstände auslösen würde, um die eigene Bestimmung wiederzuerlangen. Nicht allein, weil es in historischer Betrachtung die Regel ist und nicht die Ausnahme, sondern auch aus dem geschilderten Makel heraus, etwas Künstliches zu sein. Ein Beispiel dafür sind die aktuellen Wahlergebnisse Europas. In jede politische Richtung rechts wie links wählend, werden die Regierungen abgewählt, die verkrampft an einer Europa-Idee festhalten, die keine Zukunft erwarten lässt. Die Euro- und Schuldenkrise, die alles beherrscht und ganze Staaten in ihrer Souveränität bedroht, bestätigt die Erwartung, Euro und Europa taugen nichts. Nationale Identität ist gerade das, was Europas Geschichte ist, im Krieg wie im Frieden. Das Argument der Politik, „weil gerade Frieden ist, lasst uns einen Staat Europa schaffen“, verfängt nicht. Denn den Frieden, der ist, den gibt es, weil Deutschland als der Verursacher zweier Weltkriege diese verloren hat. Diese Reminiszenz besteht in der Erinnerung aller Völker. Im Zeichen des Euro erscheint Deutschland jedoch nicht als Verlierer, sondern als Gewinner nebst einer Kanzlerin, die das auch laut so sagt: „Deutschland ist der Gewinner des Euro.“ Dabei hat die Tochter eines evangelischen Pfarrers wohl jenen Vers vergessen: „Lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde", 1 Kor. 14,34 Weniger der Vers ist entscheidend, sondern der Umstand, dass Europa über gut 1000 Jahre kirchlich regiert wurde und die Bibel qua Gotteswort die moralische Vorgabe der Menschen gewesen ist und soweit gläubig bis heute ist. Es war und ist mit Einführung der Gemeinschaftswährung kein Gedanke an Gewinner und Verlierer. Wenn man denn sich als Gewinner wähnt, schweige man in Demut darüber und prahlt nicht auch noch damit. Deutschen Nationalstolz kann Europa so gebrauchen wie gewöhnliche Menschen einen Kropf. Wenn man dann auch noch Solidarität mit Europa zum Politikstil erhebt, wird es vollends schizophren, weil man die lauthals verkündeten Gewinne nunmehr als Almosen an Europa zurückgibt und jene demütigt, die (Euro hin oder her) nach wie vor souveräne Staaten sind und über nicht weniger Nationalstolz verfügen als die Deutschen. Alttestamentarische Bibelvorgaben haben noch andere Empfehlungen parat, von Genozid bis Brudermord ist alles vertreten und ebenso in den Völkern tradiert. Dafür braucht man nicht den Islam als Feindbild bemühen, Europa hat über 1000 Jahre hinweg nichts anderes getrieben. Europas Völker sind schon deshalb in der Lage, jederzeit erneut übereinander herzufallen, gegen einen Hegemon, oder um einen Verlust auszugleichen. Verluste, die es wegen einer Gemeinschaftswährung gar nicht geben dürfte, entweder sind alle Gewinner oder keiner, schon gar nicht Deutschland allein auf der Gewinnerseite. So entwickelt sich keine Vision, aber viel Fiktion - falsche Vorstellungen.


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