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DIE TÖDLICHE GRENZSICHERUNG DER DDR


Das Basiswissen zur DDR-Grenze

von Michael Dullau

politik_gesellschaft
ISBN13-Nummer:
B01BWMKHNE
Ausstattung:
E-Book und Taschenbuch
Preis:
2.99 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Stiftungsverlag
Leseprobe

KAPITEL I

DAS GRENZGEBIET UND DIE GRENZANLAGEN DER DDR

Das Grenzgebiet der DDR erstreckte sich entlang der gesamten ehemaligen deutsch-deutschen Grenze auf einer Länge von 1.378,1 Kilometern. Es begann im Südwesten der DDR im Dreiländereck BRD (Prex, Landkreis Hof, Bayern) – DDR (Tiefenbrunn, Vogtlandkreis, Sachsen) – Tschechoslowakei (Trojmezi, Kreis Cheb, Tschechien) und endete am nördlichsten Punkt in der Lübecker Bucht auf der Halbinsel Priwall.

Die Länge der deutsch-deutschen Seegrenze an der Ostsee betrug 14,9 Kilometer.

Das DDR-Grenzgebiet und dessen Sicherungsanlagen wurden durch die Grenztruppen der DDR bewacht. Dies war eine speziell nur für diesen Zweck aufgestellte Teilstreitmacht der Nationalen Volksarmee (NVA) mit eigener Kommandostruktur.

Die Grenztruppen wurden am 1. Dezember 1946 auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration gegründet. Das Land Sachsen-Anhalt stellte als erstes eine Grenzpolizei auf, deren Stärke zu dieser Zeit ca. 300 Personen betrug. Im Laufe ihrer Geschichte wurden die Grenztruppen massiv verstärkt. Im Jahr 1962 erreichten sie mit 52.000 Mann ihren personellen Höchststand. Im Jahr 1990, dem Jahr ihrer Auflösung, betrug die Personalstärke 38.600 Personen.

Darüber hinaus waren bei den Grenztruppen rund 8.400 Personen als Zivilbeschäftigte angestellt, die vor allem für die logistische Unterstützung zuständig waren.

Innerhalb des Grenzgebietes befanden sich die eigentlichen Grenzanlagen der DDR. Sie stellten ein dichtes System von verschiedenen Sicherungseinrichtungen dar, das in den nächsten Kapiteln kurz und kompakt erläutert werden soll.

1. Übersicht zum Aufbau des Grenzgebietes und der Grenzanlagen der DDR

Der Aufbau des Grenzgebietes der DDR sowie die darin befindlichen Grenzanlagen werden im Folgenden – entsprechend der von der DDR angelegten Staffelung von Ost nach West – aufgeführt und in den nachfolgenden Kapiteln jeweils einzeln erläutert.

1. Die Überwachung und Kontrolle durch die Transport- und Volkspolizei der DDR in den grenznahen Gebieten

2. Die Überwachung und Kontrolle durch die Freiwilligen Helfer der Grenztruppen der DDR

3. Die Sperrzone mit Kontrollpassierpunkten und Stolperdrähten

4. Die Hinweisschilder zum Beginn es Schutzstreifens

5. Der K2 – der Zwei-Meter-Kontrollstreifen

6. Der Grenzsignal- und Sperrzaun (Grenzzaun II)

7. Die Hundelaufanlagen

8. Der Schutzstreifen

9. Kolonnenweg mit Fahrspur

10. Die Lichtertrassen

11. Der K6 – der Sechs-Meter-Kontrollstreifen

12. Der Kfz-Sperrgraben

13. Der Metallgitterzaun (Grenzzaun I)

14. Das vorgelagerte Hoheitsgebiet der DDR

15. Die Grenzsäulen der DDR

Klappentext

Das Basiswissen zur DDR-Grenze und der tödlichen DDR-Grenzsicherung in einer kompakten Broschüre!

Mit dieser neuen Publikation soll allen Geschichtsinteressierten ein fachlich fundierter Überblick zur tödlichen Grenzsicherung der DDR gegeben werden. In der Broschüre werden alle relevanten Themenfelder kompakt und verständlich erläutert: Beginnend beim Aufbau des Grenzgebietes, über die Selbstschussanlagen, die Minenfelder, die tödlichen Aufgaben der Grenzposten sowie deren Bewaffnung bis ihn zur heutigen Situation der Minenfelder im ehemaligen Grenzgebiet.

In einem gesonderten Kapitel setzt sich der Autor auch mit dem Schießbefehl bzw. dem Vernichtungsbefehl an der deutsch-deutschen Grenze auseinander. Zum Abschluss der Dokumentation erhalten die Opfer der tödlichen DDR-Grenzsicherung ein Gesicht – es ist das Gesicht des erschossenen 15-jährigen Schülers Heiko Runge aus Halle-Neustadt.

Ergänzt wird die kommentierte Dokumentation mit allen wesentlichen Zahlen und Fakten zur ehemaligen Grenze und zum Grenzregime der DDR.

Rezension

»Durch die kommentierte Aufarbeitung der relevanten Ereignisse sowie die verständlichen Erläuterungen der militärischen Fachbegriffe ist diese Publikation bestens zur praktischen Geschichtsvermittlung sowie innerhalb der flankierenden Denkmalforschung zur deutschen Teilungszeit geeignet.«

Deutsches Kuratorium zur Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur e.V.