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Die Eva-Herausforderung


Portraits von zehn starken Frauen

von A. A. Troyer Jelidi

politik_gesellschaft
ISBN10-Nummer:
3905793008
Preis:
4,95 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
schreibmitmir.ch
Kontakt zum Autor oder Verlag:
info@gtc-informatik.ch
Leseprobe
Beryl Markham - Markenzeichen: selbstbewusst und unkonventionell (S. 28-29) Beryl Markham akzeptierte ihr Leben lang keine Grenzen – schon gar nicht die, die für das weibliche Geschlecht galten. Konventionen einzuhalten, war nicht ihre Sache, weder beruflich noch privat. Im Gegenteil: sie tat, was ihr gefiel, trainierte in Kenia erfolgreich Pferde, nahm sich Liebhaber, wann es ihr gefiel, und überflog fast nebenbei als erster Mensch im Alleingang den Atlantik von Ost nach West. Beryl Markham (* 26. Oktober 1902 in Leicester, Leicestershire, † 3. August 1986 in Nairobi, Kenia, gebürtige Beryl Clutterbuck) war eine britische Flugpionierin. Als erster Mensch überflog sie im Alleinflug den Atlantik nonstop in Ost-West-Richtung. Sie war eine gute Freundin von Karen Blixen und Denys Finch Hatton, die durch den amerikanischen Spielfilm Out of Africa Unsterblichkeit erlangten. Beryl Markham legte als erste Frau Ostafrikas die Prüfung zur Berufspilotin ab und arbeitete als Buschpilotin, begleitete Safaris, flog für den Postdienst und für Krankentransporte. Ernest Hemingway urteilte über Beryl Markhams Autobiographie Westwärts mit der Nacht: «Sie schreibt so fantastisch gut, dass ich mich als Autor minderwertig fühle.» 1986 drehte George Gutekunst einen Dokumentarfilm mit dem Titel World without Walls, und 1988 wurde ihr Leben unter dem Titel Beryl Markham: A Shadow on the Sun als Fernsehfilm verfilmt. Sie starb 1986 an einer Lungenentzündung. «Nur selten habe ich einen Traum gehabt, der es wert war, noch einmal geträumt zu werden, zumindest lohnte es sich bei keinem, ihn in der Erinnerung zu bewahren. Meine Träume sind weder rätselhaft noch geheimnisvoll, die Menschen in ihnen sind alltägliche Menschen, die alltägliche Dinge tun, und die alltäglichste Person von allen bin ich.» Die Frau, die sich in ihrer Autobiographie Westwärts mit der Nacht bescheiden als «alltäglichste Person von allen» bezeichnete, war Beryl Markham, die erste Pilotin, der 1936 im Alleingang der Nonstopflug von England nach Nordamerika gelang. Im Grunde genommen an einem ganz anderen Rekordflug interessiert, schlitterte sie eines abends während einer Dinnerparty in London beinahe zufällig in dieses Projekt. John Carberry, Spross des irischen Hochadels und Pilot aus Überzeugung, unterbreitete der 34jährigen Beryl Markham ein verlockendes Angebot, er würde ihr seine Maschine leihen, wenn sie sich dazu bereit erklären würde, von England nach New York zu fliegen. In ihrem Buch erinnerte sich Beryl Markham folgendermassen an die Episode, die zu der bedeutendsten Unternehmung ihres Lebens führen sollte: «‘In westöstlicher Richtung hat schon eine ganze Reihe von Piloten den Nordatlantik überquert [Amelia Earhart war eine von ihnen]. (…) Von England aus hat noch niemand einen Alleinflug gemacht, weder ein Mann noch eine Frau. Das würde mich interessieren, aber auch nichts sonst. Wenn du das versuchen willst, Beryl, so kannst du auf mich zählen. (…) Möchtest du die Chance wahrnehmen?’ – ‘Ja.’ – An dieses Ja erinnerte ich mich sehr genau und an J.C.s fast gespenstiges Grinsen und an seine Bemerkung, die den ‘Handel’ besiegelte: ‘Abgemacht, Beryl. Ich stelle das Flugzeug, und du überfliegst den Atlantik – aber, bei Gott, ich würd’s nicht für ‘ne Million tun. Denk nur an all das schwarze Wasser! Denk daran wie kalt es ist!’» Doch Beryl Markham versuchte während der ganzen Vorbereitungszeit so wenig wie möglich daran zu denken: sie arbeitete weiterhin als Privatpilotin, absolvierte in ihrer Freizeit gewissenhaft ihre Übungen zur Stärkung ihrer Ausdauer und studierte mit ihrem ehemaligen Fluglehrer und Lebenspartner Tom Campbell Black stundenlang einschlägige Land- bzw. Meerkarten. Erst nach ihrem Rekordflug, als sie sich auf dem Heimweg von New York nach England auf dem Luxusliner Queen Mary befand, wurde ihr das volle Ausmass ihrer Handlung bewusst, und sie vertraute einer Freundin an: «Wenn ich den Atlantik zuerst vom Schiff aus kennengelernt hätte, wäre ich nie so mutig gewesen, ihn zu überfliegen.»
Klappentext
Wussten Sie, dass eine Frau an der Gründung des Staates Irak beteiligt war? Die Lady von Badgad – wurde sie genannt. Als wichtige Beraterin für arabische Angelegenheiten war die Britin Gertrude Bell, die einzige Frau im Irak, die eine einflussreiche Position bekleidete. Wer Rang und Namen hatte, ging in ihrem Haus ein und aus. Getrud Bell war massgeblich an der Ausgestaltung des politischen Systems im Irak beteiligt. Von der «neuen Weiblichkeit» war letzen Herbst hinlänglich die Rede, von verlorenem Glück und verlorener Weiblichkeit, von frustrierten Karrierefrauen und alleingelassenen Kindern – und vom verborgenen Wunsch der meisten Frauen, wieder zurück an den Herd zu dürfen, wo sie ihre wahre Bestimmung finden würden… Das Buch «die Eva-Herausforderung – Portraits von zehn starken Frauen». zeigt das Leben unkonventioneller Frauen, die keine Erfüllung in Sisyphus-Arbeiten fanden und sich weigerten, den ihnen von Männern zugedachten Platz in der Gesellschaft einzunehmen. Keine klassischen Karrierefrauen, sondern Frauen mit einem Hang zum Ungewöhnlichen, werden von der Autorin porträtiert. Abenteuerinnen, spirituelle Sucherinnen, Künstlerinnen und mehr. Eben Frauen, die zur Überraschung der Lesenden, Pioniertaten vollbrachten, von denen heute kaum noch jemand weiss.
Rezension