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> Politik, Gesellschaft > Das Millionenspiel mit Tradition
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Politik, Gesellschaftskritik
Buch Leseprobe Das Millionenspiel mit Tradition, Sabine Schönbein
Sabine Schönbein

Das Millionenspiel mit Tradition


Die Geschichte der Klassenlotterie

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Die alten Germanen verwetteten durchs Stäbchenziehen Haus und Hof, ihre Freiheit und sogar die eigene Frau. In manchen Epochen war das Glückspiel verpönt und galt als Sünde oder es wurde als gute Einnahmequelle erkannt. Immer wieder wurden Verbote gegen das Glückspiel erlassen, doch gänzlich abschaffen konnte es bisher niemand. Mit der Zeit fand das Glückspiel immer mehr Regeln und Variationen.
Spielschulden durften schon nach römischem Recht nicht eingeklagt werden,
ebenso konnte das durch das Spiel Verlorene nicht zurückgefordert werden. Es
wurde auch das Haus konfisziert, in dem Glückspieler anzutreffen waren. Das
konnte ein Gasthaus sein, wenn dort um Geld gespielt wurde, aber auch das
eigene Haus, wenn man mit Freunden um Geld spielte. Soweit die Geschichte zurückreicht, finden wir eine weit reichende Anziehungskraft zum Mystischen und Unbekannten. Der Mensch beobachtet die Sterne und sucht nach Zeichen des Himmels, oder er sucht Wahrsager auf, die sein ganzes Leben ergründen.
Viele Geschichten erzählen von Weissagungen. Bevor die Soldaten im Altertum in den Krieg zogen, lasen sie ihr Schicksal aus den Eingeweiden frisch geschlachteter Tiere, aus den Knochen oder der Tierkreiszeichen. Alexander der Große befragte das Orakel vor seinen Audienzen.
In allen Jahrhunderten und allerorts fanden Losentscheide statt, die ein Schlüssel unlösbarer Probleme darstellte. Durch den Losentscheid gab man sich einer unbekannten Macht hin, die über das eigene Schicksal entschied. Nicht jemand Fremdes oder selbst entschied über Ereignisse.
Die Kirche lehnte das Glückspiel ab; jedoch waren es auch Bischöfe, die selbst die Einnahmen aus den Glückspielverpachtungen entgegennahmen. Papst Clemens XII. führte sogar das Lottospiel in Rom ein. Das Karten- und Würfelspiel diente seit jeher zum harmlosen Zeitvertreib; oft waren sie jedoch Mittel zum Spiel um Hab und Gut. Kartenspieler lästern und fluchen, was der Kirche ein Dorn im Auge war. Nicht nur im Mittelalter bezeichnete man das Kartenspiel als Gebetbuch des Teufels. Der Reiz des Spiels liegt einfach darin, dass die Menschen mit geringem Einsatz reich werden wollen. Die Geschichte zeigt, dass es auch funktionieren kann. Im 16. Jahrhundert zählte das Karten- und Würfelspiel zum liederlichen Lebenswandel und war verpönt. Erst mit den aufkommenden Lotterien wandelte sich die Einstellung der Menschen, weil diese von großem Nutzen für die Kirchen und das Land waren.


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