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> Politik, Gesellschaft > Das Mädchen Yvonne
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Politik, Gesellschaftskritik
Buch Leseprobe Das Mädchen Yvonne, Heide Marie Zimmer
Heide Marie Zimmer

Das Mädchen Yvonne


Starke Frauen

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Ab und zu holte er sich heimlich seinen Kick, indem er sich bei Schuluntersuchungen in einem Nebenraum des Untersuchungszimmers versteckte und durch ein, von ihm selbst gebohrtes, kleines Loch in der Wand, zusah. Alle möglichen Leute hatten eine Heidenangst vor ihm, wenn er in seiner Uniform auftrat. Im Grunde war er feige und unsicher, aber in seiner Uniform war er wer und das ließ er sein Gegenüber auch gern spüren. So hatte sich auch niemand in seine Nähe getraut, als er vorgegeben hatte, die Schule für irgendeine Dienststelle kontrollieren zu wollen. Natürlich war das Geräusch des Bohrers nicht zu überhören gewesen und er hatte sich schon etliche Ausreden parat gelegt. Gefragt hatte ihn dann aber niemand nach den von ihm verursachten Geräuschen und so war er einfach wieder gegangen. Dass er immer zufällig dann auftauchte, um die Schulräume zu inspizieren, wenn Mädchen untersucht wurden, schien niemanden zu kümmern, und da er sowieso oft dienstlich außer Haus zu tun hatte, fielen seine Schulexkursionen selbst seinem Vorgesetzten nicht auf. Heute war wieder einmal so ein Glückstag. Hoch erhobenen Hauptes und grußlos passierte er das Schultor. Schnellen Schrittes durchmaß er die langen Gänge. Wie immer, ging er erst einmal an seiner Lieblingstür vorbei und bog um die nächste Flurecke. Dort machte er sofort kehrt und beobachtete den hinter ihm liegenden Flurabschnitt. Niemand hatte Notiz von ihm genommen. Niemand war ihm gefolgt. Schon war er bei „seiner” Tür angekommen und im dahinter liegenden Raum verschwunden. Sofort hatte er mit einem Dietrich die Tür von innen verriegelt. Jetzt konnte er sich sicher fühlen. Da er den „Zweitschlüssel" immer von innen stecken ließ, konnte ihn jetzt kein Mensch stören. Was sollten ihm die anderen auch anhaben. Tat er etwas Verbotenes? Nein. Also, alles kein Problem. So richtig wohl fühlte er sich nie bei seinen Aktionen und er wusste schon, dass er eine kleine Macke hatte, konnte und wollte sich dagegen aber nicht wehren. Seine Mutter und seine Schwester hatten doch auch immer Doktorspiele mit ihm gemacht. Und hatte es ihm geschadet? Auch sein Vater hatte manchmal mitgemacht und auch das hatte ihm nicht geschadet. Trotzdem konnte er eine gewisse Unruhe nicht ganz verbannen. Im Moment hatte er auch wichtigere Sachen zu bedenken und so wischte er sein Gehirn blitzschnell leer, um ja nichts zu verpassen. Er blickte durch das Loch in der Wand und besah sich die Reihe der aufgestellten Mädchen. Eine Ärztin ging von einem zum anderen und horchte die Brust ab. Erst hinten, dann vorn. Meine Güte, musste das immer so lange dauern? Warum konnten die nicht einfach unten anfangen. Endlich! Jetzt mussten die Mädchen ihre Röcke heben und die Ärztin besah sich die Unterleiber. Wie verschieden die doch aussahen. Gesichter waren für ihn nicht wichtig. Die sahen, seiner Meinung nach, sowieso alle gleich aus. Aber die entblößten Unterkörper waren doch sehr verschieden. Fast schlagartig bekam er eine Erektion. Diese kleinen unbehaarten Geschlechter brachten ihn immer dermaßen hoch, dass er nur zwei oder drei Mal über seine Hose streichen musste, um einen Höhepunkt auszulösen. Kaum war die erste Zuckung verklungen, war seine Erektion wieder da. Beim zweiten Anlauf brauchte er ein paar Streicher mehr. Komischerweise bekam er nach spätestens dem dritten Höhepunkt sogleich eine bleierne Müdigkeit und ein schlechtes Gewissen. Sofort verließ er den Raum und rannte, so schnell er konnte und ohne dass es auffiel, davon. Er hatte sich mehrfach selbst gefragt, wieso das immer so war, war aber zu keinem für ihn befriedigenden Ergebnis gekommen. Er konnte sich das nicht erklären. Dieses miese Gefühl hielt allerdings nicht sehr lange an und spätestens am nächsten Tag hätte er erneut in die Schule gehen können. So konnte das nicht weitergehen. Er musste für sein Problem eine andere Lösung finden. Er konnte sich dieses junge Ding, das ihm dauernd Briefe schrieb, ja einmal unverbindlich von weitem anschauen. Das tat er dann auch. Vielleicht war da etwas möglich, ohne gleich seine Ehe auflösen zu müssen. Elisabeth war eigentlich gar nicht so viel jünger als er. Die paar Jahre machten den Kohl nicht fett und wie ein kleines Mädchen sah sie nun wirklich nicht aus. Ganz hübsch war sie schon, aber zum Umfallen schick fand er sie nicht.


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