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Cowboy-Ethik


von Robert Wagner (Hrsg.), James P. Owen

politik_gesellschaft
ISBN13-Nummer:
9783000583926
Ausstattung:
100 Seiten, 50 hochwertige Farbfotos
Preis:
28.90 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Robert Wagner
Kontakt zum Autor oder Verlag:
robert.wagner@cowboy-ethik.de
Leseprobe

Was haben wir im deutschsprachigen Raum denn mit „Cowboy-Ethik“ zu tun, das ist doch so ein romantisiertes überholtes US-Klischee, oder? 

 

Nun, ein Teil der Cowboys sind ja auch Nachfahren europäischer, also auch deutscher Einwanderer. So fremd sollten sie und ihre Ethik uns daher gar nicht sein und das Cowboy-Dasein war auch weniger romantisch als vielmehr harte Arbeit. Zudem sind die Probleme, die den Anstoß zu diesem Buch gaben – die zunehmende Gier und die zahlreichen dadurch entstandenen Unternehmensskandale und ein in alle gesellschaftlichen Schichten reichender Werteverfall – nicht nur in den USA, sondern weltweit anzutreffen. 

 

Diesen kann man wie bisher mit immer noch mehr Gesetzen, Regelungen, Compliance-Officers, Schulungen u.a. begegnen, aber aus eigener beruflicher Erfahrung kann ich sagen, dass dies in der Regel nur sehr wenig bringt. Denn bei ihrem Handeln orientieren sich die meisten Menschen nicht vorwiegend an formellen Regelwerken, die Anwälte und Unternehmer vor allem deshalb entwickelt haben, um rechtlich abgesichert zu sein. Sie lassen sich vielmehr leiten von den Werten und Prinzipien, von denen sie überzeugt sind. Und sie folgen beispielhaftem Verhalten von Vorbildern, in jungen Jahren oftmals dem der Eltern und von Freunden, im Beruf dann dem erfolgreicher Kollegen oder Führungspersönlichkeiten. 

 

Doch leider gibt es immer weniger positive Vorbilder, wie die zahlreichen ethischen Verfehlungen in Wirtschaft und Gesellschaft zeigen. Und das obwohl man mit diversen Schulungen und Werteseminaren versucht, Belegschaften und Managements davon zu überzeugen, dass sich Ehrlichkeit und Fairness für das Unternehmen und auch für jeden selbst langfristig auszahlen. Nur glaubt das eben kaum jemand, weil es auch nur bedingt stimmt. Aber genau dieses „Sichauszahlen“ kann und sollte auch gar nicht die Motivation für ethisch korrektes Handeln sein. Dieses sollte vielmehr aus dem Bestreben resultieren, „das Richtige“ tun zu wollen.

 

Und hier kommt die Cowboy-Ethik und der „Kodex des Westens“ ins Spiel. Sie zeigen auf einfache, aber anschauliche Weise, wie man in der Wirtschaft und im Leben auch erfolgreich bestehen kann, nämlich indem man versucht, „das Richtige“ zu tun, einem Verhalten, das viele auch mit den Cowboys des alten Westens verbinden. Das kostet immer etwas und bringt nicht immer einen materiellen Mehrwert. Und deshalb scheint die Frage berechtigt, warum man es dann überhaupt tun sollte. Die Antwort ist ganz einfach: Weil es „das Richtige“ ist und weil wir in dieser Welt nur dann vernünftig und erfolgreich zusammenleben können, wenn sich die Mehrheit entsprechend verhält. Aber das wird sie nur dann, wenn sie auch wirklich davon überzeugt und dazu bereit ist, dies im Alltag auch jeden Tag aufs Neue zu leben.  

 

Der „Kodex des Westens“ kann dabei als Orientierung dienen, einen eigenen Kodex zu entwickeln, nach dem man leben kann und will. 

 

Warum also Cowboy-Ethik? Weil in jedem von uns hoffentlich ein bisschen von einem Cowboy steckt und die Welt mehr als je zuvor ein paar mehr gute Cowboys braucht.   

Klappentext

COWBOY-ETHIK 

 

WAS ES WIRKLICH BRAUCHT, UM IN DER WIRTSCHAFT UND IM LEBEN ERFOLGREICH ZU SEIN

 

INSPIRIERT VOM „KODEX DES WESTENS“

 

Dieses Buch ist die Übersetzung der Sonderausgabe zum zehnjährigen Jubiläum des Buches „Zehn Prinzipien, nach denen man leben sollte“ des amerikanischen Bestseller-Autors James P. Owen.

Enttäuscht von einer immer größer werdenden Zahl von Unternehmensskandalen und einem in weite Teile der Bevölkerung reichenden Werteverfall, ruft Owen nach einer 35-jährigen erfolgreichen Karriere im Investmentgeschäft dazu auf, sich auf die Werte zurückzubesinnen, auf deren Basis die USA besiedelt und aufgebaut wurde. Inspiriert wurde er dabei vom Leben der Cowboys in den offenen Weiten des alten Amerikas und ihrem Sinn für harte Arbeit, Fairness und Loyalität.

Anders als in vielen Wirtschaftsethik- und Compliance-Büchern versucht er nicht, den Fokus auf eine vor allem nutzenorientierte Verhaltensänderung von Wirtschaftsakteuren oder die Entwicklung neuer Verhaltensregeln zu setzen, sondern mit der Cowboy-Ethik einen bewährten ethischen Rahmen zu bieten, der generell für jeden gelten kann, der nach einem erfolgreichen und erfüllten Leben in der Wirtschaft und im Privaten strebt.

Rezension

Erschienen auf Amazon:

Dieses Buch über die ″Cowboy-Ethik″ und dem Kodex des Westens hat mich wirklich überrascht. Es hat mir einen ganz neuen Blick auf den ″Wilden Westen″ eröffnet, der mein kindheitliches Bild duellierender Revolverhelden doch erheblich zurecht gerückt hat und aufzeigt, dass das Leben nach dem Kodex in einer damals noch eher ″gesetzlosen″ Zeit überlebensnotwendig war und auch in unserer Zeit keinesfalls an Aktualität verloren hat. Es führt uns sogar an die großen Fragen des Glücks und der Erfülltheit des Lebens heran und das in einer sehr kurzweiligen und wirklich toll bebilderten Art und Weise. Es regt zum Nachdenken über unser Tun und Handeln und den eigentlichen Sinn unseres Lebens an. In unserer rasanten, von Konsum und Egoismus geprägten Zeit, zeigt es Leitbilder auf, die uns zu einem erfüllteren und glücklicheren Leben verhelfen können indem es zur Selbstreflexion anregt. Es ist schon verrückt, wenn man beim Lesen über Cowboys plötzlich fasst unbewusst Parallelen zu philosophischen Ansätzen, wie z.B. dem kategorischen Imperativ von Immanuel Kant herstellt (″Handle stets so, dass Du wolltest, dass die Maxime Deines Handelns allgemeines Gesetz werden.″ Ein Leitsatz im Buch: ″Was Du nicht willst, dass man Dir tut, das füg′ auch keinem anderen zu″. Und das beschreibt nur einen Teil des Kodex. Wirklich klasse. Na, ja, jedenfalls finde ich das Buch klasse und ich hoffe, dass es viele Leserinnen und Leser findet, damit unsere Welt ein bisschen besser wird.