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Politik, Gesellschaftskritik
Buch Leseprobe Assyrien - Ursprung der , Steven Fox
Steven Fox

Assyrien - Ursprung der


deutschen Völker

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Die Assyrer – Meister des Krieges


 


Keine Nation hat den Krieg jemals soweit getragen.Das Assyrische Reich erstreckte sich vom persischen Golf bis zum Mittelmeer. Seine Krieger waren die Großartigsten, ihre Kriegsführung die grausamste. Sogar der ägyptische Pharao zahlte dem König von Assyrien Tribut. Sie schufen die größte Armee, welche die Welt bisher gesehen hatte.


 


Die Geschichte berichtet, dass die Assyrer eine gewal­tige und Krieg führende Nation waren. Sie waren für ihre perfekte Organisation und ihre äußerst gut funktionierende Kriegsmaschinerie berühmt, aber auch für ihre Grausam­keit und Unbarmherzigkeit gegenüber den Gegnern be­rüchtigt.


In der Stunde des Sieges waren sie hochmütig und grausam. So wurden Gefangene gezwungen, die Knochen ihrer gefallenen Kameraden zu zermalmen oder andere wurden lebendig gehäutet. Ein König, Assurbanipal, ließ seine Siege in Eingangshallen an den Wänden verewigen, zur Abschreckung für Gesandte aus anderen Reichen.


Im Jahr 671 v. Chr. eroberte Assyrien sogar Ägypten und befand sich auf dem Gipfel der Macht. Das Assyrische Reich erstreckte sich jetzt über den gesamten Nahen Osten. Da die Assyrer die Unterworfenen Völker nicht ge­recht behandelten, sondern sie fortwährend tyrannisierten, verbündeten sich 612 v. Chr. die ärgsten Feinde des Reich­es, um über Assyrien herzufallen und es total zu vernich­ten.


Seitdem gilt das Assyrische Reich und dessen Volk als untergegangen, doch dem ist nicht so, wie dieses Buch zei­gen wird. Denn das Volk der Assyrer war nicht unterge­gangen, sondern lediglich fast vollständig emigriert …



Assyrien – Großmacht des Orients


 


Beweise für die Existenz Assyriens gibt es seit dem2. Jahrtausend v. Chr. Laut Geschichtss-chreibung, wurde schon der indische König Sahadeva um 1650 v. Chr. von den „Asuras” be­kriegt. Indische Gelehrte sagen, diese seien Assyrer gewe­sen. Diese Asuras werden in indischen Schriften auch als „Daityas” bezeichnet — „Daityas” ist Sanskrit und bedeutet „deutsch”.


 


Die Stadt Assur – Keimzelle Assyriens


Die Liste der assyrischen Könige, wurde z. Zt. von Šam­ši-Adad I. erstmals erstellt, und später weitergeführt. Die Liste beginnt wie auch die Bibel davon berichtet: „Könige, die in Zelten wohnten” (Könige 1–17). Diese waren No­maden, von denen weiter nichts geschrieben wird. Der ers­te König, welcher durch eigene Inschriften belegt ist, hieß Ilu-šuma, der 32. König dieser Königsliste. Ilu-šuma be­zeichnete sich als Statthalter des Assur. Kein Wort von As­syrien. Der altassyrische Staat war wohl also eher ein Stadtstaat, mit seinem Zentrum in Assur.


Assyrien erhielt seinen Namen von seinem Gründer As-sur und das bedeutet ‚Land von Assur’. Es bedeutet aber auch Stärke, Kraft und auch Krieger und somit war As­syrien, das Reich der Stärke und des Krieges. Und der Na­me des Reiches war auch Programm.


 


Die assyrische Gesellschaft


Viele Historiker legen den Schwerpunkt auf die krie­gerische Natur des assyrischen Volkes. Assyrien sei die größte Krieg führende Macht in der gesamten Geschichte gewesen. Die Assyrer seien wesentlich robuster, krieger­ischer und wilder, als die eher sanften und Gewerbe trei­benden Babylonier gewesen. So war z. B. die gesamte Struktur und Organisation des assyrischen Staates im Prin­zip militärisch gewesen.


Einige Historiker haben die Assyrer sogar als die „Preu­ßen der Welt des Altertums” beschrieben (The Ideal and Destiny, McCulloch). Sie seien einer zentralisierten Auto­rität untertan, mit einem „tief verwurzelten Gefühl der Überlegenheit” – der Idee, eine „Herrenrasse” zu sein. Die Assyrer waren extrem nationalistisch und hatten ein star­kes Gefühl von Gemeinschaft und Volkszugehörigkeit – ähnlich dem deutschen Volksgedanken.


In seinem Buch „Nazi Germany – A New History” be­schreibt der Autor Klaus Fischer, die von Hitler inszenierten Lichterparaden: „Es war dies eine Erscheinung dunkler Schönheit, die die Welt seit den Tagen der alten Assyrer nicht mehr gekannt hatte.” Und auf Hitlers Absichten das Schicksal unterjochte Völkerschaften betreffend, eingehend schreibt er […] „doch sie zeigen die assyrische Natur der deutschen Politik gegenüber unterworfenen Völkern.”


James McCabe, Autor von „History of the World” sagt: […] „dass die Assyrer eine wilde, heimtückische Rasse wa­ren, die sich an den Gefahren der Jagd und des Krieges er­freuten. Die assyrischen Truppen waren bekannt unter den gefürchteten Kriegern des Altertums. […] Sie hielten nie­mals ihr gegebenes Wort, wenn es in ihrem Interesse lag, Verträge zu brechen, und wurden infolge dessen von ihren Nachbarn mit Argwohn betrachtet”. […]


Leonard Catrell schrieb in dem Buch Anvil of Civilisation: […] „In all den Annalen der menschlichen Eroberung ist es schwierig, ein Volk zu finden, das sich dem Blutvergießen und Morden mehr gewidmet hat als die Assyrer. Ihre Wild­heit und Grausamkeit haben wenige Parallelen, außer in der heutigen Zeit”. […]


Es wird geschätzt, dass Assur in altassyrischer Zeit ca. 10.000 Einwohner hatte. Die Basis für die wirtschaftliche Struktur waren die Großfamilien. Die mittelassyrische Ge­sellschaft hatte einen feudalen Charakter und man könnte sie auch als orientalische Despotie, in welcher der König al­les mittels einer enormen Bürokratie kontrolliert und z. B. Überschüsse abschöpft, beschreiben.


Die obere Schicht bestand aus der Königsfamilie, hohen Beamten und auch großen Patrizier-Familien. Kaufleute ge­hörten später nicht mehr zur Oberschicht, wie es noch zur altassyrischen Zeit gewesen war. Die Masse der Bevöl­kerung lebte in autarken Dörfern und war teilweise Groß­grundbesitzern abgabenpflichtig. Es war eine Agrargesell­schaft, in welcher es auch Sklaverei gab. Assyrer welche andernorts versklavt worden waren, z. B. als Kriegsge­fangene, wurden durch den König freigekauft.


Interessant ist auch das Aussehen der Assyrer. Die Grie­chen nannten die Assyrer „Leucosyri”, das bedeutet „weiß” bzw. „blond”, wie es alte griechische Schriften bezeugen. Auch die Bibel bestätigt das.


 


Die assyrische Wirtschaft


Assyrische Händler legten in ganz Anatolien ein Netz von Handelskolonien an. Gehandelt wurden diverse Edel­metalle, Gewürze und Gewänder. Zwar war die Textilindus­trie der Assyrer bedeutend, aber es wurden auch Textilien, vor allem die von feiner Qualität, aus Babylonien impor­tiert. Die Ausfuhr von Gold aus Assur war strikt untersagt. Kupfer, Silber und Gold wurden aus Anatolien importiert.


Als Zahlungsmittel verwendete man zunächst vor allem Silber, aber auch Zinn. Silber fand aber, anders als zur alt­assyrischen Zeit, später kaum noch Verwendung, wohl we­gen Silberknappheit. Das Hauptzahlungsmittel wurde spä­ter dann Zinn.


Die Landwirtschaft diente zwar in erster Linie der Sel­bstversorgung, aber das was an Überschuss erwirtschaftet worden war, kam dem Staat bzw. der Gesellschaft zugute. Es floss in die königliche Administration und von dort wie­derum in die Versorgung der Tempel und der Armee. Nach dem König und dessen Verwaltungsapparat war der Stad­trat die höchste Behörde. Dieser war auch für den Handel zuständig.


Die Viehzucht war signifikant, besonders die Schafzucht, aber es wurde auch Vieh mit Steppennomaden gehandelt. Ebenso waren auch Pferde für die Armee wichtig, diese mussten allerdings importiert werden. Angebaut wurde vor allem Sesam, Olivenöl wurde importiert und das wichtigste Getränk war Bier. Wein wiederum musste aus Syrien im­portiert werden und war der Oberschicht vorbehalten. Im 13. Jahrhundert begann man selbst Wein anzubauen.


 


Die assyrische Religion


Assur war angeblich ebenso ein Gott - ein Gott des Krie­ges - und wurde als „Hauptgott Assyriens” verehrt und als Sonnengott auf einer geflügelten Scheibe dargestellt. Diese geflügelte Scheibe sowie die Swastika (Hakenkreuz), wur­den gleichfalls von den Hethitern benutzt. Diese Swastika steht als Symbol sowohl für die Sonne, für Macht, Energie und für den Gott des Sturmes. Eine solche Swastika wurde auf Lehmtafeln eines Tempels in Assur gefunden. Ebenso benutzten beide Völker auch den doppelköpfigen Adler, um Himmelsgötter darzustellen. Daneben wurde auch die Göt­tin Ischtar verehrt und angebetet. Vor Feldzügen opferten die Assyrer dieser Göttin Tiere, z. B. Ziegen und Rinder, um so den Sieg sicher zu stellen.


 


Die assyrische Armee


Im assyrischen Reich herrschte allgemeine Wehrpflicht und somit war jeder Assyrer zum Militärdienst verpflichtet. Es bestand allerdings die Möglichkeit, sich durch Zahlungen davon freizukaufen. Ebenfalls wurden auch Soldaten aus besiegten Staaten, in die assyrische Armee integriert, teil­weise sogar ganze Einheiten. Für die jährlichen königlichen Kriegszüge im Herbst, erfolgte ein spezielles Aufgebot, wel­ches auch Söldner beinhaltete.


James McCabe, Autor von „History of the World” sagt: „In der Organisation und Ausrüstung ihrer Truppen, sowie in ihrem Angriffs- und Verteidigungssystem und in ihrer Methode, befestigte Orte einzunehmen, bewiesen die As­syrer eine klare Überlegenheit gegenüber den Nationen, von denen sie umgeben waren”.


Die Assyrer schufen die erste, stehende Berufsarmee der damaligen Welt. Ebenso erfanden die Assyrer die Tak­tik des Blitzkrieges. Ihre Armee war aufgrund von Gefang­enen angelegten Straßen, sehr mobil. Die Handwerker fer­tigen sogar unterwegs Waffen. Es wurden riesige Getreide­speicher im gesamten Reich angelegt, so dass die Truppen sich bis zu 500 km entfernen konnten.


Wer Wehrdienstpflichtiger war, wurde vom Staat mit dem was er benötigte ausgerüstet, was nach Ablauf des Dienstes zurückgeben musste. Waffenausgaben wurden quittiert. Im Tausch mit den Hethitern, erhielt die assyr­ische Armee ihre eisernen Panzerhemden und Schwerter. Dies ist seit Adad-nārārī I. belegt. Unter König Tukulti-Ni­nurta I. beginnt in Assyrien, die eigene Eisenverarbeitung, es wurden z. B. Pfeilspitzen und Stäbe selbst gefertigt.


Die Infanterie war ausgestattet mit gepanzerten Lan-zenträgern, Speerwerfern, leicht- und schwer gepanzerten Bogenschützen, sowie Schleuderern. Es gab auch Ramm-böcke und Belagerungstürme, eine weitere assyrische Spe-zialität. Um die Bogenschützen schützen zu können, setzte man schwere Setzschilde ein. Bei Belagerungen setze man für einfache Arbeiten, wie z. B. Rampenbau, auch Zwangs-arbeiter ein. Unter günstigen Bedingungen konnte die Ar-mee 20–25 km am Tag bewältigen. Nachdem man genug Pferde hatte, wurden auch Kavallerieeinheiten aufgestellt.


Die Kavallerie umfasste neben den neuen, zweirädri­gen Streitwagen auch einfache Reiter. Diese sind seit König Adad-nirari II. (911–891) nachweisbar. Die dafür benötig­ten Pferde bezog man aus Gilzanu, sowie aus Parsua. Die­se werden später gegen die Aramäer eingesetzt und be­schrieben. Ebenso wie in der Infanterie, dienten auch in der Kavallerie, Spezialisten bzw. Söldner aus zuvor unter­worfenen Staaten. So gab es z. B. unter König Tiglat-pile­ser III., eine ganze Einheit Streitwagenfahrer aus dem be­zwungenen Samaria.


Die gefürchteste Waffe aber, war der assyrische Streit­wagen, der im Gegensatz zum babylonischen mit vier Rä­dern, nur über zwei verfügte und wesentlich schneller war. Der immer größer werdende Bedarf an Pferden, sowie die Ausrüstung der Streitwagen, wurden später zusätzlich aus Zagros und dem iranischen Hochland bezogen. Die Einfuhr von Pferden war zollpflichtig und ist durch Urkunden be­legt. Es wird vermutet, dass die Assyrer Streitwagen und Pferdeausbildung ursprünglich von den Mitanni übernom­men haben. Jedoch sind seit mittelassyrischer Zeit, auch Texte überliefert, welche die Pferdezucht und –ausbildung beschreiben.


Wie oben schon erwähnt, gab es keine assyrische Flot­te, stattdessen zog man Seeleute aus phönizischen und später zypriotischen Hafenstädten dafür heran. Die Assyrer waren sehr geschickt im überwinden von Hindernissen, be­sonders von Flüssen. So wurden z. B. aufgeblasene Zie­genhäute dafür eingesetzt, Truppen und Material überzu­setzen. Auf diese Flussüberquerungen war man wohl sehr stolz, denn sie wurden in den Annalen besonders hervor­gehoben. Die Verluste des Gegners überprüfte man durch Zählen der Köpfe, und hielt es auf Keilschrifttafeln fest.


 


Deportationen und Umsiedlungen


Unter König Tukulti-apil-Ešarra III. wurden aus den zu­vor schon praktizierten Deportationen, dann Massendepor­tationen von besiegten Völkern. Währenddessen siedelte man gleichzeitig Tausende von Landsleuten in den neuen Grenzgebieten an. Nur alleine für die Herrschaft von Tukul­ti-apil-Ešarras muss von der Deportation von ca. 370.000 Menschen ausgegangen werden. Durch diese Maßnahmen wurden Staaten nicht nur einfach besiegt, sondern sogar regelrecht vernichtet bzw. ausgerottet.


Zwangsläufig führte diese Politik zur Vermischung der Bevölkerung und sowie zu einer Vereinheitlichung der Sprache. Aufstände von deportierten Gruppen, schlug Tu­kulti-apil-Ešarra III. blutig nieder. Das Schicksal dieser Re­bellen, ließ er in allen Details schildern, um so eventuelle Nachahmer damit einzuschüchtern.


 


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