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Zeitenwende


Gedichte und Bilder

von Michelle Klemm

lyrik
ISBN13-Nummer:
978373756250-8%20%20%20
Ausstattung:
A5 hoch, 88 Seiten, farbig
Preis:
15.00 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
epubli GmBH
Leseprobe

WUNDERWEISSER ANFANG

 

Im fahlen Tageslicht

wirbeln die weißen Flocken

wie weiche Wattebausche,

fallen sacht zur Erde nieder,

 

bedecken sie mit zartem Hauch,

auf dass sie Ruhe finde,

bedecken ihre alten Wunden,

damit sie heilen können.

 

Besonders ist dieser Augenblick,

Ausgangspunkt und Anfang,

Abschütteln von Altlasten,

neuen Atem schöpfen.

 

Bedecke meine Sehnsüchte,

auf dass ich Frieden finde;

bedecke das Vergangene,

damit es neu beginne.

 

***

 

LANDREGEN

 

In schnellem Flug

ziehen dunkle Wolken

ihre Bahnen,

verdecken

das blaue Himmelszelt,

lassen die Sonne

nicht hindurch.

In dünnen Fäden

ergießt sich

gleichmäßiger Landregen

über die Fluren.

Die Temperatur fällt,

Tropfen wandeln sich

in Graupel,

dann dicke weiße Flocken.

Wo bleibt der Frühling?

 

***

 

ALTER WINTER

 

Der alte Wintergreis

duldet keine Wärme,

wehrt den Frühling ab,

will nicht locker lassen,

lässt uns weiter frieren.

 

Die Sonne schmilzt das Eis,

begrüßt die Vogelschwärme,

verlängert uns den Tag,

lässt das Grau verblassen.

Der Winter wird verlieren.

 

***

 

SOMMERTAG AM MEER

 

Drei Jahre ist es nun schon her,

endlich wieder zurück am Meer.

Warmes Wasser, heißer Sand,

Bikini nicht dabei;

kaum auszuhalten hier an Land,

Sommertag im Mai.

 

Ganz vom Alltagsstress befreit,

bei Träumen da verfliegt die Zeit.

Wohltuende, reine Luft

weckt großen Appetit;

Wellenrauschen, Möwe ruft,

als wär\'s ein Wiegenlied.

Klappentext

Ein neues Jahr beginnt; es ist ein wunderweißer Anfang. Die Freude über die Reinheit des Schnees verfliegt bald und man hört jemanden stöhnen: „Wann hört es endlich auf zu schnein?“ Mit dem ersten Schneeglöckchen kommt endlich der geliebte Frühling. Doch selbst im schönen Monat Mai ist man vor Schnee nicht gefeit. Wenn der Frühling von der Sommerhitze verdrängt wird, flüchtet sich mancher gern in märchenhafte Wälder. Andere zieht es ans Meer oder sie suchen sich mit einem leckeren Eis abzukühlen. Allmählich fühlt man den Herbst nahen. Die Blätter beginnen zu fallen und die Vögel ziehen gen Süden. Sonnenverwöhnte Tage gibt es nur noch wenige, Menschen beginnen über den Herbst zu klagen oder verfallen sogar in Depressionen. Manchmal kehrt der Winter zu früh zurück. Die zauberhafte Weihnachtszeit naht und schon feiern wir den nächsten Jahreswechsel. Am Ende bleibt doch alles beim Alten.