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PROTHESE - ANTITHESE


GrundGegenSprengsätze. Aphorismen

von Wolfgang Endler

lyrik
ISBN13-Nummer:
9783753164-14-4%20
Ausstattung:
Heftbindung, 40 Seiten, mit 10 Ilustrationen von Dorothy Siegl
Preis:
8.00 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Neopubli GmbH Berlin
Leseprobe

 

Jeder ist seines Glückes Schmied“,

sagte mein Berater im Jobcenter

und überreichte mir aufmunternd

einen soliden Gummihammer.

 

WA(H)R_SCHEINLICH

Die häufige Verwechslung

zwischen der wahren Meinung

und der Ware „Meinung“

beruht nicht auf Lese-

oder Rechtschreibschwäche.

 

*

Laufend neue Probleme…

niemand kann wissen,

wie das Leben verläuft –

manches Mal verläuft

es sich halt so

*

B_Handlung

einst war ich das Pflaster

deiner verletzten Seele

jetzt bin ich das Pflaster

unter deinen Füßen

 *

AUA

zumindest zwischen biopsie

und autopsie

führte er ein

autonomes Leben

*

Nachfrage zur Kosmologie des Geldes

in der Scheibenwelt der BANKSTER

Wenn nun das Geld

in schwarzen Löchern verschwindet

wird es dann hoch verdichtet

oder verbrennt es?

Gibt es Rückstände?

*

Märchenhaft-multiple

Erfolgs-Definition/en

mach dir doch keinen Kopf,

sei zufrieden mit dir,

sagte im Stillen zu sich

der siebenköpfige Drache

 

 

Klappentext

Und er hat es – zusammen mit Illustrationen von Dorothy Siegl – wieder getan: Wolfgang Endlers Texte und Dorothy Siegls Zeichnungen ergänzen sich kongenial in dieser aktuellen dritten Sammlung von Aphorismen zu Themen der Zeit. Von Finanzamts-Interna, über Burka, kompatible Panzerfahrzeuge, von Gummihämmern zum Glücksschmieden bis zur Realität im Tarnanzug: wieder stellt Wolfgang Endler Schweres leichthändig heraus, offenbart im Desolaten lakonisch die Absurdität in und aus Politik und Gesellschaft, sowie dem ganz Eigenen. Seine Freude am kritischen Loswettern, am selbstironischen Spiel verwandelt manch bittere Wahrheit in leuchtende Erkenntniskugeln. Absurdes wird aufgespießt, Fatales verulkt, Übles klar benannt und dennoch ist Raum für Un-Sinn mit kokettierendem Blick auf die Angst vor und in der Leere.  

 

Rezension