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Buch Leseprobe Logbuch eines Psychonauten, Thomas Reich
Thomas Reich

Logbuch eines Psychonauten



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Konfus

Desolater Zustand am Kebabstand:
getrieben
von Gier und Fressflash
habe ich mich
auf das Essen gestürzt.

          Allgemeine Verwirrung
schnelle Erklärungsversuche von Freunden
          mißtrauisches Zwinkern
          von Seiten des Kochs.

Hinten am Tisch
alte Bekannte getroffen.
Auf einen von ihnen
mit tiefer beschwörender Stimme
eingemurmelt:
„Ich würde dir
nie etwas tun,
Nein,
ich bin harmlos
ich würde so etwas
nie tun.“

Hat ihn
trotzdem nicht beruhigt
er schien Angst zu haben.

Als wir wieder
vor der Tür standen
fiel mir auf
dass ich meinen Schirm
drinnen vergessen habe.

Also umgedreht
und Schirm holen.

Solche Dinge
gehen einfach leichter
solange man noch
in der Lage ist
den Unterschied
zwischen Drücken & Ziehen
zu erkennen.
Ich aber ziehe
und knalle gegen die Tür.
meine Bierdose
fällt mir aus der Hand
vergießt
rollend schäumend
fast den gesamten Inhalt
bevor ich sie
zu greifen bekomme.

Peinlich berührt
unter schallendem Gelächter
bekomme ich meinen Schirm

- beim zweiten Versuch.


 


Floß aus Bierfassplanken

Rucksackbeladen
sitzen wir
in der Kebapbude.
Eine Gruppe junger Russen
        sitzt da, strunzbekifft.
                              
                     Einer richtig doll

seine Freunde
halten ihn gelegentlich davon ab
selig
an die Decke zu starren.

Das russische Stimmengewirr
ist eine milde Brandung.
die Flut schlägt Wellen
an unsere Trommelfelle.

Treibgut wird angespült:
ein bärtiger Hausverwalter-Penner
schwankend unter Seegang
leert ein neues Matrosenbier.

Die Pizza ist da
die Pizza verbrennt uns das Maul
die Pizza schmeckt so lecker
(morgen werden wir es bereuen
 wenn unsere Fresse
 sich
 rauh & taub anfühlt).

Wir bringen dunkle Gassen
hinter uns
wir sind das Einsatzkommando
wir wanken
durch Van-Gogh-Straßen
zum Cafe Ultra.

Mitten im Lokal
tanzt ein junger Mann
der einen debilen Epileptiker
                             mimt.

Gleich einem geübten Seiltänzer
hält er sich
am Geländer fest.
Ein Bein nach hinten ausgestreckt
balanciert er
seinen Vollrausch aus.

Wir klatschen & johlen:
Zugabe! Zugabe!
Durch den Mief
von Biersabber und Zigarettenasche.

Die Getränkekarte
brennt im Aschenbecher
und verbreitet
einen schalen Cognacrauch
wie die beste Zigarre
die ein Penner
um Mitternacht
aus der Gosse gefischt hat.


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