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KOPFSALAT


Gedanken, Gedichte, Kurzgeschichten

von Monika Brunow

lyrik
ISBN13-Nummer:
9783867034579
Ausstattung:
Paperback 160 Seiten
Preis:
11.00 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Engelsdorfer Verlag Leipzig
Kontakt zum Autor oder Verlag:
monika.brunow@ewetel.net
Leseprobe

Nachruf

für eine Sahneschnitte

 

 

Verschied sie heut, die arme Schnitte,

sahnig süß gar bis zur Mitte,

war es von San Marco eine,

so geschmeckt mir zuvor keine.

 

Fiel sie heut zum Opfer mir,

genoss ich sie nach Stier-Manier,

hab nicht lang mit ihr gerungen,

sondern gierig sie verschlungen.

 

Nachdem ich sie geküsst natürlich,

ohne dem, wär's ungebührlich,................. u.s.w.

 

 

Grün

 

ein Hauch lichten Grüns

durchwirkt

den schier unlösbaren Knoten

dunkler Gedanken

 

löst Fesseln

der Angst

zersetzt Fäden

der Trostlosigkeit

 

webt

Hoffnung

durchzogen

von Goldfäden

 

 

Wie die Zeit vergeht...

 

 

Heute Morgen - 28.3., 07:00h - dachte ich, Mensch, ein toller Tag! Alles in hellem Grün draussen und die Vögel zwitschern. Hach, da geh ich nur mal kurz an den PC meine Mails abrufen, dann schön frühstücken und raus in die Frühlingsluft. Aus diesem „Kurz" wurde dann ein Ausflug ins Internet.

Nett ist es, aber was ist eigentlich „Inter"? Könnt ja mal eben googeln, aber mein Kaffee ist fertig. So ein Schiet, ständig muss ich das Licht an- und ausmachen! Reiß mich dann doch mal eben los vom Leuchtquadrat, um meinen Kaffee zu holen. Mann, bin ich müde! Ich kann kaum aufstehen... ............... u.s.w.

 

 

Kopfweh... oder... Die Insel im Dunkel

 

zu viele Schiffe

liegen hier vor Anker

hoch beladen, übermächtig

versperren sie den Blick

auf Himmels Auen

erdrückend, schmerzend

lastet Dunkel

 

zum Strand... atmen

 

ein...

den Himmel

all sein Blau

 

aus...

gen Horizont

die ungebetnen Schiffe

 

schieben... weiter... weiter... weiter...  ................u.s.w.

 

 

SINN BILD

 

 

Gehe, suche, sammle Teile

Schnür sie in mein Tuch, heißt Leben

Um sie einst, nur keine Eile

Wohl behütet, heimwärts strebend

Sicher, ganz nach Plan und heile

Dann ins Mosaik zu geben

Dieses große aller Teile

Welch's uns zeigt, das Bild

SINN LEBEN

 

 

Gehörte Freiheit

 

 

gelähmt die Zeitzeiger

Tod aller Wichtigkeiten

gesprengte Körperketten

abgetrenntes Hier

freie Sicht ins Dort

 

nur noch

 

schwebende Weite

molekularer Tanz

pulsierendes Sein

funkelnde Einheit

 

Hören ist Fühlen

Fühlen ist Sehen

alles ist Klang

Rezension

NWZ  (Ausschnitt)

 

KURZGESCHICHTEN UND GEDICHTE FINDEN SICH IN BRUNOWS BUCH. HEITERES STEHT NEBEN BESINNLICHEM, EROTISCHES NEBEN ALLTÄGLICHEM.

VON MATTHIAS KOSUBEK

SANDKRUG - Schon als Schülerin hat sie ab und zu kleine Geschichten und Gedichte verfasst, doch erst dreieinhalb Jahrzehnnte später, 2006, in einer Phase der Arbeitslosigkeit, begann die Sandkrugerin Monika Brunow erneut, ihre Gedanken, Gefühle und Ideen in Worte zu fassen. Zunächst veröffentlichte sie Arbeiten in Internet-Foren für Hobby-Autoren, später erschienen Gedichte in Anthologien, so im „Jahrbuch für das Neue Gedicht" oder dem Band „Das Spinnennetz der Sappho - Ein erotisches Lyrikbuch". Im Oktober ist unter dem Titel „Kopfsalat" im Engelsdorfer Verlag Leipzig das erste eigene Buch der 50-jährigen Mutter zweier erwachsener Kinder erschienen. Auf 160 Seiten erwarten die Leser „Gedanken, Gedichte und Kurzgeschichten" aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen.

Manche eigene Erfahrungen, so die Sandkrugerin, habe sie verarbeitet, natürlich auch ihre Fantasie spielen lassen. Aufgeteilt in verschiedene Kapitel präsentiert sie „Natürliches, Sinnliches, Erotisches und Herzliches, Alltägliches und Witziges, Weises? Leises, Tiefes, Nachdenkliches, Kritisches und Melancholisches".

Egal ob sie eine Radtour im November, Frühlingsgefühle oder den durchs Fenster scheinenden Mond beschreibt - bereits bei ihren Natur-Schilderungen gewährt M. Brunow dem Leser Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Noch mehr offenbart sie sich in den erotischen Liebesgedichten und -geschichten. Doch sie kann auch heiter und witzig sein, wenn sie zum Beispiel ein „Wörtchen zum Örtchen" verliert, den „Ickel mit dem P" beklagt, der ihr den Alltag vermiest und sich über Modemacher mokiert, die offensichtlich nur Frauen im Bohnenstangen-Format kennen. Breiten Raum nimmt jedoch das Nachdenkliche ein, beispielhaft „Ich bin doch noch da!" über einen im Koma liegenden Menschen.

 

 

Amazon

 

Von Jürgen Will "Schbegtator" (Oberaichen) 

   Allein, wie sie einen Pfirsich isst:

..."Feuer lodert in der Kälte
und lüstern graben sich mein Zähne
in diesen wundervollen Leib"
Monika Brunow hat einen köstlichen Kopfsalat angemacht. Man sollte ihn Gabel für Gabel genießen. Ein Buch für nachdenkliche, fröhliche und auch sinnliche Stunden, allein oder zu zweit.