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Lyrikbücher
Buch Leseprobe Gedanken-verloren, Marie Graßhoff
Marie Graßhoff

Gedanken-verloren


Lyrik

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Freiheit



In einer Heimat

voller Wunder

in der wir lebten

hatte die Glocke der Freiheit

zu läuten begonnen



Und so machten wir uns auf

am strömenden Fluss

und auf der endlosen Straße entlang

um unseren Träumen

zu begegnen



Niemals glitten

unsere Blicke zurück

zu den Brücken

die wir hinter uns verbrannt hatten

aus Angst

die Vergangenheit

könnte uns

einholen



Und wir begannen zu eilen

denn Millionen kleiner Geschöpfe

versuchten uns zu halten

verflucht zu einem Leben

dem langsamen Verfall

ausgesetzt



Aber als wir erschöpft

unser Ziel erreichten

wandten sich unsere müden Augen

dem Himmel zu

und wir erkannten

dass die Adler in der Heimat

höher geflogen waren







Die Flucht



Ein Glitzern peitscht geschwind und hell

durch tiefe Wasser, verlor'ne Welt.

Mond und Sterne gleiten schnell

und schneller übers Himmelszelt.



Frau mit Kind, die Körper zittern,

schwarze Schatten auf der Spur,

können alle Ängste wittern,

retten könn' die Götter nur.



Das Reittier legt sich in die Wellen,

Gischt spritzt brennend ins Gesicht.

Der Mond versucht noch zu erhellen

vergeblich, düster bleibt sein Licht.



Doch am Horizont, in weiter Ferne,

kommt die Rettung nun in Sicht.

Im Dunste tauchen tausend Sterne

Festland in ihr heil'ges Licht.



Der Fisch bäumt sich vor Freude auf,

nichts, was ihn noch halten kann.

Hoffnung keimt in allen auf,

seit langem, wie man sich entsann.



An Land, die Reise endet nun.

Das Ziel erreicht, die Schatten fort.

Mutter, Fisch und Kinde ruh'n,

berauscht von diesem Zauberort.



Liegen erschöpft und müd' am Strand,

im verbot'nen Götterland.

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