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Kultur Bücher
Buch Leseprobe Weihnachten ohne Jesus?, Jürgen H. Schmidt
Jürgen H. Schmidt

Weihnachten ohne Jesus?


Den Grund für Weihnachten neu entdecken

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Als Kind habe ich sehr gerne Weihnachten gefeiert. Ich glaube, Weihnachten war – außer meinem Geburtstag – der Tag im Jahr, den ich mir am sehnlichsten herbei gewünscht habe. Da ich den größten Teil meiner Kindheit als Einzelkind aufgewachsen bin (mein Schwesterherz wurde erst geboren, als ich schon fast vierzehn Jahre alt war), habe ich besonders die Feier des Heiligen Abends bei meinen Großeltern sehr genossen. Mit dabei waren auch die jüngeren Brüder meiner Mutter, die für mich nicht so sehr Onkel, sondern eher wie große Brüder waren. Ich genoss das Zusammensein als \"Großfamilie\", und freute mich natürlich besonders auf und über die Geschenke! Aufgrund der Weihnachtskrippe, die jedes Jahr in der Dorfkirche aufgebaut wurde, wusste ich, dass Weihnachten mit Jesus zu tun hatte. Aber noch war mir nicht bewusst, was das Kommen Jesu mit mir zu tun hatte, außer, dass die Geschenke, die ich an Weihnachten erhielt, in irgendeiner Beziehung dazu standen. Erst im Alter von fast einundzwanzig Jahren wurde mir klar, was das Kommen Jesu für mich persönlich bedeutete. ...

Im Rückblick auf meine Kindheitserinnerungen wird mir aber auch bewusst, dass Jesus, trotz aller Feierlichkeit und menschlicher Wärme, die mit dem Fest verbunden waren, und trotz traditionellem Gottesdienstbesuch, damals leider nicht im Mittelpunkt stand. Inzwischen sind über dreißig Jahre vergangen und es hat sich so manches verändert, auch in unserer Gesellschaft. Wir erleben die Weiterentwicklung des ehemals christlichen Abendlandes zu einem Kontinent, der versucht sein christliches Erbe abzustreifen. Gleichzeitig mit dem Ablegen christlicher Werte und der Relativierung der Gebote der Bibel zerstören wir die Fundamente, auf denen unsere Gesellschaft einst aufgebaut wurde. Wer einmal in einem Land gelebt hat, in dem diese Werte nicht so tief verankert sind wie in dem unsrigen, und dabei erlebt hat, welche Auswirkungen das hat (z.B. Korruption, Missachtung von Menschenleben), wird dankbar für die Grundlagen des christlichen Glaubens, die insbesondere durch die Reformation in Nordeuropa gelegt wurden. Ich habe den Eindruck, dass viele, die sich in neuerer Zeit gegen das Christentum wenden und es gerne hinter sich lassen würden, entweder nicht wissen, oder sogar bewusst ignorieren, dass sie dabei sind, den Ast, auf dem sie sitzen, selbst abzusägen! Erstaunlich ist aber, dass man trotz dieser Entwicklungen weiter Weihnachten feiert. – Und zwar immer \"perfekter\" und ausgiebiger. ...

Es ist faszinierend und erschreckend zugleich, wie es fast eine ganze Nation, oder fast die ganze westliche Welt schafft, ein Fest immer ausgiebiger zu feiern (was den Konsum betrifft) und es gleichzeitig immer mehr seines Inhalts zu berauben. Was nun? Sollte man das Fest gar nicht mehr feiern und Weihnachten einfach \"ausfallen\" zu lassen? Wer weiß, vielleicht würde es einem bei dem Versuch ja wirklich so gehen, wie dem Ehepaar Krank in John Grishams Roman \"Das Fest\"? Darin beschreibt er mit viel Witz und Ironie die Auswüchse des Weihnachtsrummels, stellt aber gleichzeitig die psychologischen Zwänge dar, die es dem Einzelnen fast unmöglich machen, sich dem Ganzen zu entziehen. Nun, ich möchte uns Weihnachten nicht madig machen. Ich bin auch nicht für eine Abschaffung des Fests. Außerdem genieße ich selber gerne Weihnachtsgebäck, Glühwein und eine gemütliche Atmosphäre mit Kerzen und Christbaum. – Aber es gibt einen Punkt, der mich nicht nur gewaltig stört, sondern auch sehr traurig macht: Stellen Sie sich vor, die ganze Welt würde Ihren Geburtstag feiern! Wäre das nicht genial und eine große Ehre? Da ist nur ein Haken: Sie, als Hauptperson, werden weder dazu eingeladen, noch ist ihre Anwesenheit erwünscht. Wäre das nicht krass? Wie würden Sie sich fühlen? Sicherlich nicht geehrt! Es wäre wie ein Schlag ins Gesicht. Es wäre eine Beleidigung und Entehrung Ihrer Person. Nun, genau dies geschieht Jahr für Jahr! Daher frage ich: Kann wirklich Weihnachten sein - ohne Jesus?

Auf den folgenden Seiten dieses Buches möchte ich nicht weiter auf die Exzesse eingehen, die mit dem Weihnachtsfest verbunden sind. Sie sind uns zu Genüge bekannt. Es geht mir vielmehr um eine Rückbesinnung auf den Ursprung und Inhalt des Festes. Warum feiern wir eigentlich Weihnachten? Worum geht es wirklich bei diesem Fest? Und vor allem: Wie können wir die Hauptperson, das \"Geburtstagskind\" mit einbeziehen? Ja, noch wichtiger, wie können wir eine persönliche Beziehung zu Jesus finden? ...


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