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Kultur Bücher
Buch Leseprobe Von Schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln, Rainer Krämer
Rainer Krämer

Von Schwarzen Pyramiden und anderen Rätseln


Geheimnisse der Vergangenheit auf dem Prüfstand

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Römer in Amerika ?


 


In der Schule lernt man im Allgemeinen, Kolumbus habe Amerika „entdeckt“. Dies ist insofern nicht ganz korrekt, da schließlich die amerikanischen Ureinwohner die ersten waren, die von Asien aus den Kontinent besiedelten. Also sollte man die Frage vielleicht anders formulieren: wer waren eigentlich die ersten Europäer, die ihren Fuß auf amerikanischen Boden setzten? In diesem Fall ist allerdings Kolumbus wiederum nicht der erste gewesen. Mittlerweile ist in Neufundland eine Wikingersiedlung bei L′Anse aux Meadows ausgegraben worden, welche die bislang von der Mehrheit der Wissenschaftler als sagenhaft abgetane Fahrt von Erik dem Roten nach Amerika bestätigt. Nun könnte jedermann zufrieden sein, gäbe es nicht ganze Regalmeter an Literatur, in der die Theorie von Fahrten der Phönizier, Karthager und Römer nach Amerika verfochten wird. Diese Überlegungen konnten sich bisher vor allem wegen des Fehlens von beweiskräftigen Funden nicht durchsetzen, auch traute man den antiken Völkern die Fähigkeit nicht zu, wirklich hochseetüchtige Schiffe zu bauen. Fakt ist, dass in der Antike Routen über das offene Meer nur dann gewählt wurden, wenn es nicht anders ging, und ansonsten entlang der Küsten navigiert wurde. Die Schiffe der Wikinger stellten in dieser Hinsicht tatsächlich eine schiffsbautechnische Revolution dar. Doch im Jahr 2000 erhielt die Diskussion neue Nahrung.


 


In diesem Jahr war im “New Scientist“ ein Artikel zu lesen, der mit dem Satz begann: “Did Roman sailors shake hands with ancient Mexicans?“. Grund für diese Schlagzeile war ein unzweifelhaft römisches Artefakt, ein bärtiger Terrakotta-Kopf, der 1933 in einem Grab der vorspanischen Siedlung Tecaxic-Calixtlahuaca 40 Meilen nordwestlich von Mexico City gefunden wurde. Der Anthropologe Roman Hristov hatte in der Literatur von dem Kopf gelesen und fand ihn 1994 in einem Museum in Mexico City. Um das Alter eindeutig zu bestimmen, wurde eine Materialprobe nach Heidelberg in Deutschland geschickt und im dortigen Max-Planck Institut der Thermoluminiszenz-Analyse unterzogen. Das Ergebnis überraschte dann doch: der Kopf ist tatsächlich 1800 Jahre alt. Dies stimmte mit einer Einschätzung der Klassischen Archäologen E. Boehringer und B. Andreae überein, die den Kopf in das zweite bis dritte Jahrhundert n. Chr. datierten. Das Grab, eine pyramidenähnliche Struktur, beinhaltete weitere Objekte aus Gold, Kupfer, Türkis, Bergkristall und Keramik. Im Unterschied zu dem Kopf lassen sie sich ausnahmslos in den Zeitraum von 1476 bis 1510 n. Chr. einordnen - kurz bevor die Spanier Mittelamerika erreichten.


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