Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Kultur Bücher > Gott in der Hirnschale
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Kultur Bücher
Buch Leseprobe Gott in der Hirnschale, J.Staalkopff
J.Staalkopff

Gott in der Hirnschale



Bewertung:
(486)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
3561
Dieses Buch jetzt kaufen bei:
erhältlich bei http://brainshop.jimdo.com/
Drucken Empfehlen

 


 


Bleiben wir bei Interaktion. Machen wir einen einfachen Test mit einem Teststreifen, um zum Beispiel Säure nachzuweisen. Dann erwarten wir, dass sich dieser Streifen färbt, womit wir dann eine Interaktion zwischen dem Streifen hätten und der Säure. Färbt er sich, haben wir eine Interaktion, und damit den unmittelbaren Nachweis einer Säure. Bleibt die Farbe neutral dann fand keine Interaktion statt, es war nur der Streifen, aber es war keine Säure vorhanden, sie ist somit nicht existent! Eine äußerst wichtige Erkenntnis, die wir noch einmal betonen müssen, wir konnten keine Säure nachweisen, weil sie nur einfach gerade nicht da ist, sie ist laut dem Nachweisverfahren, NICHT EXISTENT im untersuchten Medium. Wir können die Existenz der Säure nun nur noch außerhalb dieses Mediums versuchen nachzuweisen.


Nun könnte man sagen, ich versuche mit einer Teekanne zu interagieren, aber sie reagiert überhaupt nicht auf mich, sie redet tatsächlich kein Wort zu mir! Nun das ist richtig, allerdings findet die Interaktion zwischen Subjekt und Objekt so statt, dass man die Teekanne benutzt, sonst gibt es keinen Tee! Und das können wir wiederum relativ betrachten, sodass man auch sagen könnte, die Teekanne benutzt uns um ihren Zweck zu erfüllen. Wie wir auch sagen können, der Bahnsteig fährt ab, wenn wir in einem Zug sitzen. Es ist die verschiedene Sichtweise in einem Bezugssystem, die man haben kann. Physikalisch ist das völlig in Ordnung.


Auch gedanklich können wir von einer Interaktion ausgehen, selbst wenn wir keine Teekanne besitzen, wir sahen bereits welche, und wissen mit Bestimmtheit, dass es welche gibt. Selbst wenn wir es nicht wüssten, dann könnte uns glaubhaft bewiesen werden, dass es welche gibt. Ein Gefäß eben, wir wissen was das ist, aus Porzellan oder Glas, wovon wir auch wissen, welches eben speziell zur Teebereitung hergestellt werden kann. Es ist alles im Rahmen des Möglichen, es gibt die Materialien, die Verfahren damit um zu gehen, und es gibt Tee. Was allerdings auch eine Tatsache ist, das Subjekt und Objekt andere Eigenschaften haben, die Teekanne weiß von uns überhaupt nichts. Deshalb ist es auch rein philosophisch, scherzhaft zu sagen, die Teekanne benutzt uns, damit wir ihre Aufgabe erfüllen. Etwas zu erkennen und zu beschreiben bedarf es also Bewusstsein, wie es lediglich einem Subjekt eigen sein kann.


Wir müssen also um die Dinge wissen! Was wissen wir aber nun von Gott? Ja, eben, wir wissen gar nichts, und was das Wichtigste im Glauben ist, ist uns eine Interaktion nicht zu zeigen, sondern uns einzureden, dass Gläubige interagieren. Zum Beispiel soll Beten so eine Interaktion sein, den Anschein einer Kommunikation geben. Das fällt einem wachen Verstand gegenüber allerdings sehr schwer, denn unseren Gottesteststreifen können wir hinhalten wo wir wollen, alles was wir versuchen, bleibt ohne Erfolg, die Welt ist in der Tat absolut gottessteril, und das bis an die Grenzen unseres Universums, und das auf allen Ebenen. Ja sogar philosophisch, denn auch dort reicht eine Geschichte allein auch nicht zu einem Beweis. Was man uns auch anderes erzählt, es ist schlichtweg der Versuch der falschen Interpretation einer Interaktion, die aber tatsächlich nie stattgefunden hat und nie stattfinden wird.


Besonders in dem „Weismachen“ einer Interaktion, was gerade die Vergangenheit betrifft, gibt sich der Klerus die beste Mühe. Denn um uns heute, in der Gegenwart, eine Reaktion, Tätigkeit oder Bewegung zu zeigen, darum ist es mit Gott schlecht bestellt. Die Historie der Interaktion mit Gott ist deshalb besonders wichtig. Sie heute in der Gegenwart zur Beobachtung zu verlangen, „zeige mir eine Interaktion“ fällt umso schwerer mit steigendem allgemeinem Intellekt einer Bevölkerung. Wir können sehr gut anders erklären was passiert und was interagiert, wir kommen im täglichen Leben überhaupt nicht auf die Idee, Vorgänge anders zu erklären, als durch Interaktion, wobei wir dieses Wort nur nicht ständig benutzen, es ist gewissermaßen ziemlich alles einfach klar, und wir denken natürlich nicht darüber nach, oder sagen uns ständig, aha, eine Interaktion, mit meinem Schuh, mit meinem Nachbarn, aha, alles Interaktionen!


Ein Geistlicher würde ohne Zweifel sofort aufführen, „Milliarden von Menschen beten täglich, sie sprechen zu und mit Gott, sie interagieren sehr wohl“ was ein sehr gutes Argument scheint, allein wegen der Massen und das in allen Konfessionen. Überzeugend allemal, aber einer Logik doch völlig entbehrend, weil auf der anderen Seite der Leitung nichts Nachweisbares ist, auch Milliarden von Testblättchen könnten in einem neutralen Medium keine Säure nachweisen. Selbst dann nicht, wenn einer nach dem anderen fest davon überzeugt ist, das dort welche ist, Glaube und Überzeugung können noch so stark sein, es wird keinem von denen helfen, ihr Testblättchen zu färben.


 


 


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2020 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 4 secs