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> Kultur Bücher > Bitte etwas über Julius Caesar !
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Kultur Bücher
Buch Leseprobe Bitte etwas über Julius Caesar !, Stephan Doeve
Stephan Doeve

Bitte etwas über Julius Caesar !


Eine kurze Biografie

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Als Caesar nach Rom zurückkehrte, stand gerade die Konsulwahl für das Jahr 59 bevor. Um das Konsulat zu erlangen, verband er sich mit Pompejus, der durch seine Taten und Erfolge der einflussreichste Mann in Rom war, und mit Crassus, der einen ungeheuren Reichtum besaß. Diese Verbindung nannten ihre Gegner spöttisch ein Triumvirat ( Dreimännerschaft ). Sie versprachen sich einander in den Kämpfen mit ihren politischen Gegnern bei Wahlen und im Senat, mit allen Mitteln zu unterstützen. Denn auch Pompejus war mit dem Senat zerfallen, der die Einrichtungen, die er in Asien getroffen hatte, nicht bestätigen wollte. Dies setzte er nun durch, und Caesar erlangte das Konsulat; zum Mitkonsul wurde sein Gegner Bibulus gewählt.
Als Konsul fuhr er fort sich um die Gunst des Volkes zu bewerben und die Macht der Senatspartei zu schwächen. Dazu diente ihm besonders ein Gesetz, das armen römischen Bürgern Landbesitz in Campanien anwies. Als Bibulus sich diesem Gesetzt entgegenstellte, entstand eine solche Bewegung in der Volksversammlung, dass er mit Mühe sein Leben rettete. Seit der Zeit wagte der eingeschüchterte Bibulus keinen kräftigen Widerstand mehr; ja er hielt sich fortan, aus Furcht vor Caesars gebieterischem Auftreten, während des Restes seines Amtsjahres in seinem Hause verschlossen. Daher nannten die Spötter dieses Consulat nicht das des Caesars und Bibulus, sondern das des Julius und des Caesars.
Im Schlusse des Jahres ließ sich Caesar Illyrien und das diesseitige Gallien auf fünf Jahre zuweisen, und der Senat fügte noch die Statthalterschaft des jenseitigen Galliens hinzu, in der geheimen Hoffnung, er werde dort in allerlei Verlegenheiten verwickelt und auf diese Weise am besten von Rom fern gehalten werden. Um nun seine Verbindung mit Pompejus zu festigen, gab er ihm seine Tochter Julia zur Gemahlin. Sodann wusste er noch zwei weitere Männer aus Rom zu entfernen, die seine geheimen Absichten durchschaut hatten und seinen Plänen gefährlich werden konnten. Diese Männer waren Cato und Cicero; Cato wurde nach der Insel Cypern gesandt, um diese Insel in eine römische Provinz zu verwandeln, Cicero aber durch den Volkstribun Clodius  genötigt in die Verbannung zu gehen.
Nun zog Caesar nach Gallien ( Gallia transalpina, Gallien jenseits der Alpen). Von diesem Lande besaßen die Römer damals nur den südöstlichen Teil; das übrige Gallien war von den Römern noch nicht bezwungen. Hier fand Caesar in seinen Kriegen ( von 58 bis 51 vor Christus ) Gelegenheit sich ein siegreiches, ihm treu ergebenes Heer zu bilden, und Reichtümer genug zu sammeln, um sich auch in seiner Abwesenheit  eine einflussreiche Partei in Rom zu erhalten.
Caesar siegte  durch sein Feldherrentalent und durch die ausgebildete Kriegskunst der Legionen über die rohen Streitkräfte der Gallier. Dabei befolgte er immer den Grundsatz, unter den gallischen Völkerschaften Zwistigkeiten und Spaltungen zu benutzen oder zu verursachen. und dann eine durch die andere zu schlagen.
Schon im ersten Jahre seiner Statthalterschaft geriet er in Kampf mit den gefürchteten Germanen. In einem Zwiste der Äduer und Sequaner hatten die letzteren den Sueben Ariovist aus Germanien zu Hilfe gerufen. Dieser besiegte die Äduer und setzte sich mit seinen Scharen, die allmählich auf 120.000Mann anwuchsen, im Lande der Äduer fest. Auch die Sequaner zwang er ihm ein Drittel ihres Landes zu überlassen, und ein zweites Drittel nahm er gerade für neue Ankömmlinge in Anspruch, als Caesar von Äduern und Sequanern zu Hilfe gerufen wurde. Ariovist war unter Caesars eigenem Konsulat Freund und Bundesgenosse des römischen Volkes genannt worden und stand mit diesem bis dahin in gutem Vernehmen. Dennoch glaubte Caesar die fortwährenden Zuzüge der Germanen nach Gallien, die auch für die römische Provinz gefährlich werden konnte, hindern zu müssen, und forderte den Ariovist zu einer Unterredung auf. Dieser aber gab zur Antwort: wenn er von Caesar etwas haben wollte, so würde er zu ihm kommen, Caesar sollte also das Gleiche tun und zu ihm kommen; übrigens begreife er nicht, was die Römer in diesem seinem Gallien zu tun und zu sagen hätten. Hierauf ließ ihn Caesar auffordern den Galliern ihre Freiheit wiederzugeben und keine Germanen mehr über den Rhein kommen zu lassen. Dagegen erklärte Ariovist: es sein Brauch des Krieges, dass die Sieger über die Besiegten nach Belieben herrschten; auch die Römer herrschten über die Besiegten nach eigenem und nicht nach fremden Ermessen. Wenn er den Römern nicht vorschreibe, wie sie ihr Recht gebrauchen sollten, so wollte auch er in seinem Rechte vom römischen Volke nicht behindert sein. Wenn übrigens Caesar Krieg wolle, möge er nur kommen; dann werde er einsehen, was die unbesiegbaren Germanen, die in vierzehn Jahren unter kein Dach gekommen wären, auszurichten vermöchten. Als hierauf Caesar die Hauptstadt der Sequaner namens Besontio besetzte und eine Schlacht bevorstand, wurde das römische Heer von gewaltiger Furcht und Mutlosigkeit überfallen. Die Gerüchte von der Wildheit und Unüberwindlichkeit der Germanen, deren Mienen und feuriger Blick nicht zu ertragen seien, hatten den Mut des römischen Heeres gelähmt. Viele verlangten unter allerlei Vorwänden Urlaub, um nach Hause zu gehen; andere beklagten entweder einsam oder mit ihren Freunden ihr trauriges Geschick; überall herrschten Unmut und Klagen, und viele machten ihr Testament. Aber durch eine kräftige Rede wusste Caesar die Verzagten zu beschämen und den Mut seiner Legionen wieder aufzurichten. In der bald darauf folgenden Schlacht, in dem Lande zwischen Besontio und dem Rhein, wahrscheinlich in der Nähe von Mülhausen im Elsaß, siegten die römischen Legionen über die Germanen, die völlig geschlagen wurden. Ariovist rettete sich auf einem Kahn über den Rhein.
In den folgenden Jahren zwang Caesar fast alle gallischen Stämme sich der römischen Herrschaft zu unterwerfen. Auch war er der erste Feldherr, der zweimal nach Germanien (55 und 53) und Britannien (55 und 54)  übersetzte, nicht um auch diese Länder dauernd zu besetzen, sondern um ihre kriegslustigen Völker von Einfällen in Gallien und Unterstützung der Gallier abzuschrecken.
Natürlich könnte hier der gallische Krieg ausführlich beschrieben werden, aber dazu nimmt man am besten das gleichnamige Werk von Caesar zur Hand.


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