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> Kultur Bücher > Bilder von EDEN - ....
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Kultur Bücher
Buch Leseprobe Bilder von EDEN -   ...., Birgitta Renate Hemmer
Birgitta Renate Hemmer

Bilder von EDEN - ....



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Das „vergiftete“ Paradies


Woran denken wir, wenn von „Paradies“ die Rede ist? Zuallererst an Adam und Eva, an den "Apfel" (d.h. die Frucht vom Baum der Erkenntnis), an Schlange und Sündenfall. An erster Stelle steht immer der Gedanke an Nacktheit und Verführung, weil wir geprägt sind durch Bilder, und weil es das ist, was immer auf den Bildern dargestellt wurde, die sich mit dem Paradies befassten. Ein Paradies ohne Schlange können wir uns nicht vorstellen, aber genau das meint das Wort „EDEN“. Eden ist der Urzustand des Paradieses, den unsere Maler sich nur vorstellen konnten, solange es noch keine Eva gab. Theoretisch hätten die Maler ein herrliches Paradies der Tiere inmitten traumhaft schöner Natur malen können, bevor das erste Menschenpaar die Bildfläche betrat. Denn solange Adam noch allein war, benahm er sich ja noch relativ vernünftig, aber kaum sind sie zu zweit, die ersten Menschen, da machen sie schon Unfug – wie Prof. Andreas FRANZKE in seinen Vorlesungen formulierte. Und genau das ist es, was unsere europäisch geprägten Maler gemalt haben, in allen Epochen der KUNSTGESCHICHTE: sie haben nicht das Paradies gemalt, sondern das Ende des Paradieses - das Paradies, das in dem Moment zu Ende ist, als es zum Sündenfall kommt. Wenn wir also meinen, uns an Gemälde vom Paradies erinnern zu können, dann sind es lediglich Ausschnitte aus großen Altarwerken, Details aus dem Hintergrund, während der Titel des Gesamtwerkes regelmäßig ein anderer ist. Nein, HIERONYMUS BOSCH hat den Garten Eden nicht gemalt, sondern nur einen kleinen Ausschnitt, während das Gesamtwerk sich „GARTEN DER LÜSTE“ nennt. Man mag suchen, wo man will, in der gesamten europäischen KUNSTGESCHICHTE bis zurück zum FRÜHCHRISTENTUM (ca. 1. – 6. Jh. nach Chr.), bis zu den Mosaiken von RAVENNA: Der „Garten Eden“ ist niemals eigenständiges Thema, weil die Botschaft, die vermittelt werden sollte, ja nicht die einer guten, heilen Natur war und eines ursprünglich guten Menschen - sondern es sollte das Gegenteil vermittelt werden, um die Erlösungsbedürftigkeit von Natur zu begründen. Wer nicht weiß, wovon er erlöst werden will, der braucht keinen Erlöser. Das christliche Erlösungsmotiv ist ein anderes als das jüdische, da das JUDENTUM an keine Erbsünde glaubt. In Vergessenheit geriet im Christentum der immer wiederkehrende Satz aus der Genesis, ausgesprochen nach jedem einzelnen Schöpfungsakt: „Und Gott sah, dass es gut war“.


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