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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Wo Tod statt Liebe wartet, Dania Dicken
Dania Dicken

Wo Tod statt Liebe wartet


Libby Whitman 6

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Prolog


 


Noch mal würde er nicht scheitern, so viel stand fest. Das würde nicht wieder passieren. Dabei hatte er es jetzt nicht mehr bloß mit einem Cop und einer FBI-Agentin zu tun – jetzt waren da noch zwei zusätzliche Cops. 


Er hatte es in Gedanken ungefähr eine Million Mal durchgespielt. Die Überraschung war auf seiner Seite, aber er musste schnell sein. Erst die Cops – zielen, schießen, fertig. Der Schalldämpfer würde helfen. 


Und dann musste er irgendwie ins Haus kommen. Möglichst leise und unbemerkt. Er wusste nicht, ob er das schaffte, aber zum Glück musste ja niemand außer ihr am Leben bleiben. 


Das klappte schon. Er war damals erfolgreich aus Randalls Haus getürmt, obwohl es dort vor FBI nur so gewimmelt hatte. Dann würde er das hier auch schaffen. 


Er musste. Alles in ihm verlangte danach. Allein die Vorstellung …


Vincent atmete tief durch. Ja, er würde das schaffen. Er würde sich seinen Weg frei schießen und dann würde er sie kriegen. Er würde sie mitnehmen und ihr zeigen, wie die Hölle von innen aussah. Beim bloßen Gedanken daran beschleunigte sich sein Puls und ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen. Er erinnerte sich noch an ihr Parfüm … 


Für einen kurzen Moment schloss er die Augen und sammelte sich, bevor er nach der Waffe griff und die Fahrertür öffnete. Entschlossen stieg er aus und ging auf den Streifenwagen zu. 


 


 


 


Freitag, 21. Mai


 


Ein Piepen. Stimmen. Etwas rauschte leise. Eine der Stimmen, die sie hörte, klang vertraut. Libby wollte die Augen öffnen, aber sie konnte nicht. Ihr fehlte die Kraft. Dann versank wieder alles in Stille und Dunkelheit. 


Ein heftiger Schmerz flammte auf und sie stöhnte. Sie wollte etwas sagen, aber sie konnte nicht. Sofort schoss ihr das Adrenalin ins Blut und sie hob die Hand, wollte nach dem Fremdkörper in ihrem Mund tasten, der verhinderte, dass sie sprechen konnte. Nur mit Mühe gelang es ihr, die Augen zu öffnen, während jemand nach ihrer Hand griff. Sie sah Owen vor sich. 


„Es ist alles gut, ich bin bei dir“, sagte er. „Du bist im Krankenhaus, sie haben dich intubiert. Warte kurz, ich gebe einer Schwester Bescheid.“


Libby wimmerte leise. Tränen vernebelten ihr die Sicht, während sie Owens Hand fest umklammert hielt. Besorgt und fragend zugleich sah er sie an und verstand. „Hast du Schmerzen?“ 


Libby nickte. Mit beiden Händen drückte Owen ihre und lächelte. „Ich hole eben jemanden. Sieh mal, wer da ist.“ 


Er stand auf und gab den Blick frei auf eine Gestalt, die Libby zuvor noch gar nicht bemerkt hatte. Es war Sadie. Während Owen aus ihrem Blickfeld verschwand, kam Sadie näher. Ihre Miene war versteinert, ihr Blick voller Sorge. In ihren Augen standen Tränen, sie wirkte furchtbar müde. 


„Hey.“ Sie setzte sich neben Libby und nahm ihre Hand. „Wir sind auch da. Sieh mal, da sind Matt und Hayley.“


Libbys Blick wanderte an Sadie vorbei und streifte erst Hayley, dann wanderte er weiter nach oben und blieb an Matt hängen. Hayley sah traurig aus und Matt wirkte ziemlich übernächtigt, aber er lächelte. 


„Du machst ja Sachen“, sagte er. Libby tastete mit der linken Hand nach dem Tubus in ihrem Mund. Es fühlte sich an, als hätte man sie geknebelt. Sie wollte ihn am liebsten sofort herausreißen, aber da erschien Owen mit einer Schwester, die zuerst nach einem Tropf neben dem Bett schaute und etwas nachregelte, bevor sie sich über Libby beugte und sie mit einem Lächeln begrüßte. 


„Schön, dass Sie wieder bei uns sind. Der Arzt ist unterwegs, um den Tubus zu entfernen. Aufgrund Ihrer Verletzungen ist das nicht ganz einfach.“ 


Libby verstand gar nichts. Verletzungen? Sie war im Krankenhaus? Welcher Tag war es überhaupt? 


Augenblicke später erschien ein junger Arzt und begrüßte sie ebenfalls sehr höflich. Er bat die anderen, zur Seite zu treten, und nahm Libby genau in Augenschein. 


„Ich werde jetzt den Tubus entfernen, was sich sehr unangenehm anfühlen wird. Ich muss Sie trotzdem bitten, absolut still zu halten, damit wir Ihre Halsverletzungen nicht in Mitleidenschaft ziehen. Ist das in Ordnung für Sie? Ich bin so vorsichtig, wie ich kann.“ 


Libby nickte und schloss die Augen, während der Arzt sich an den Pflastern in ihrem Gesicht zu schaffen machte. Dann zog er an dem Schlauch, der bis in ihren Hals reichte und Libby spürte ein widerliches, reibendes Gefühl, das sich fast wie ein Kitzeln anfühlte. Sie begann zu würgen, während der Arzt ganz vorsichtig den Schlauch Stück für Stück herauszog. Sie versuchte, sich dabei nicht zu bewegen, was ihr höllisch schwerfiel, und ihr kamen die Tränen, aber dann war es geschafft und sie schnappte befreit nach Luft. Der Arzt lächelte ihr ermutigend zu. 


„Ich bin Dr. Robinson und Sie befinden sich im Krankenhaus in Alexandria. Wissen Sie, warum Sie hier sind?“ 


Libby überlegte, aber sie hatte keine Ahnung, deshalb schüttelte sie den Kopf. 


„Gestern wurde vor Ihrem Haus auf Sie geschossen. Das Projektil hat Ihren Hals getroffen und ist ungefähr hier eingetreten.“ Er zeigte es bei sich selbst und deutete auf einen Bereich unterhalb des Kehlkopfes. „Es hat Ihre Schilddrüse verletzt und die Luftröhre perforiert, bevor es die Jugularisvene getroffen hat und dann in der Halsmuskulatur stecken geblieben ist.“ Dr. Robinson versuchte, ihr mit seinen Händen an sich selbst zu demonstrieren, was passiert war. 


„So weit man das sagen kann, hatten Sie verdammt viel Glück, Agent Whitman. Wir mussten zwar einen großen Teil Ihrer Schilddrüse entfernen, was vermutlich bedeuten wird, dass sie lebenslang auf Medikamente angewiesen sein werden. Das ist allerdings das kleinere Übel verglichen mit dem, was das Projektil weiter oben hätte anrichten können. Ihre Stimmbänder wurden zum Glück nicht in Mitleidenschaft gezogen, aber wir hatten hier schon Schussverletzungen, nach denen die Betroffenen nicht mehr sprechen konnten.“ 


Ungläubig starrte Libby ihn an, doch während er sprach, kehrte die Erinnerung zurück. Ihr fiel ein, wie das Projektil sie getroffen hatte. Sie wusste auch wieder, wer auf sie geschossen hatte – Vincent Howard Bailey. 


Dr. Robinson sah sie immer noch freundlich an. „Wir haben Ihre Luftröhre geflickt, was das kleinere Problem war. Das größte Problem war der Blutverlust aufgrund der durchstoßenen Vene. Sie ist nun wieder intakt und das dürfte relativ komplikationslos heilen, aber sie hatten wirklich Glück, dass das Projektil genau an der Stelle stecken geblieben ist. Es hat die zerfetzte Vene sozusagen mit zugedrückt, so dass sich der Blutverlust in Grenzen gehalten hat – und zum Glück war es die Vene und nicht die Arterie, denn möglicherweise hätten Sie es sonst nicht mehr ins Krankenhaus geschafft.“ 


Libby wusste nicht, was sie denken und ob sie ihm für seine Offenheit dankbar sein sollte. Eigentlich war sie immer für Ehrlichkeit, aber das traf sie gerade. 


„Ihr Verlobter war zur Stelle und hat gleich richtig gehandelt, indem er Druck auf die Wunde ausgeübt hat, um den Blutverlust zu begrenzen. Der Krankenwagen war nach drei Minuten da und sie waren nach zwölf Minuten im Krankenhaus. Der Blutverlust hielt sich mit zwei Litern gerade noch im Rahmen. Das alles wird komplikationslos verheilen, denke ich, und Sie werden nichts zurückbehalten außer einer Schilddrüsenunterfunktion.“ 


Libby schluckte und tastete instinktiv mit der Hand nach ihrem Hals, fühlte aber nichts außer Pflastern und Verbänden. 


„Danke“, sagte sie. Ihre Stimme klang trotzdem verdammt heiser. 


„Wenn Sie mal in Ihrem Gesicht fühlen – da ist noch ein kleiner Schlauch, den wir durch Ihre Nase geführt haben. Er reicht bis in den Magen. Aufgrund Ihrer Verletzungen werden Sie ein paar Tage lang nicht auf normalem Wege essen oder trinken können, das machen wir alles per Magensonde. Wenn die Wunden erst mal ausreichend abgeheilt sind, kommt das natürlich wieder weg.“ 


Das war ein weiterer Schock. Libby hatte den Schlauch noch gar nicht bemerkt, doch als sie jetzt danach tastete, fand sie ihn sofort. 


„Aber das bleibt nicht lang?“, fragte sie zaghaft. 


„Nein, wir dürfen gerade nur keine Infektion Ihrer Verletzungen riskieren. Seien Sie unbesorgt, bis zu Ihrer Hochzeit sind Sie wieder auf den Beinen.“ 


Hochzeit? Libby fühlte sich, als wäre sie aus einem hundertjährigen Schlaf erwacht. Richtig, sie wollte heiraten. Sie war von der Anprobe ihres Hochzeitskleides gekommen, als Bailey ihr aufgelauert und auf sie geschossen hatte. Und irgendwie waren Sadie, Matt und Hayley schon hier. 


„Welcher Tag ist heute?“, fragte sie. 


„Freitag. Der Schuss auf Sie ist jetzt vierzehn Stunden her.“ 


Vierzehn Stunden. Libby fühlte sich eher, als wären es vierzehn Tage. 


„Haben Sie noch Fragen?“, erkundigte Dr. Robinson sich. 


Sie schüttelte den Kopf. „Im Moment nicht … Danke, Doktor.“ 


„Geben Sie uns Bescheid, wenn Sie was brauchen. Sind Sie schmerzfrei?“ 


„Es wird besser.“ 


„In Ordnung. Ich sehe später noch mal nach Ihnen.“ 


Libby nickte und sah ihm hinterher, während er mit der Schwester hinaus ging. Allmählich kam sie wieder zu sich, fühlte sich nicht mehr so benebelt. Um ihr Bett herum standen Owen und ihre Familie und musterten sie besorgt. 


„Dass ihr schon hier seid“, sagte Libby zu Sadie. 


„Owen hat uns angerufen, während du operiert wurdest. Wir haben alles stehen und liegen gelassen und mit viel Glück noch Plätze in einer Abendmaschine von San Francisco zum Ronald Reagan Airport bekommen. Wir sind erst vor anderthalb Stunden gelandet.“ 


„Und du bist auch hier“, richtete Libby sich an Hayley. 


„Ich geh doch nicht in die Schule, wenn es dir schlecht geht!“, tat Hayley entschlossen kund. „Außerdem ist heute Freitag und am Montag ist Memorial Day.“ 


Libby lächelte. „Du bist ein Schatz, Hayley.“ 


Plötzlich wurde das Mädchen erns, in ihren Augen bemerkte Libby Tränen. „Ich hatte solche Angst um dich.“ 


„Du hast den Arzt gehört. Ich komme wieder auf die Beine.“ 


„Ja, aber … wenn Owen nicht da gewesen wäre …“


„Ich war aber da“, sagte Owen, auch wenn seinem Gesichtsausdruck zu entnehmen war, dass auch bei ihm der Schock verdammt tief saß. 


„Wo ist Bailey?“, fragte Libby. „Habt ihr ihn erwischt?“ 


Mit gesenktem Blick knurrte Owen: „Leider nicht. In dem Moment, als du zu Boden gegangen bist, musste ich mich entscheiden, was ich tue. Da war schon alles voller Blut. Bailey hat mein Zögern bemerkt und ist sofort abgehauen, weil ich wusste, ich muss zu dir, wenn ich nicht will, dass du verblutest. Für mich hat er sich überhaupt nicht interessiert, er ist einfach bloß gerannt. Ich habe zwar sofort Verstärkung von der örtlichen Polizei angefordert, aber bis die dort waren, war er schon über alle Berge. Ich habe keine Ahnung, wo er hin ist. Ich musste ihn laufen lassen, sonst wärst du jetzt tot.“ 


Libby lächelte versöhnlich. „Ich weiß. Du hast alles richtig gemacht.“ 


„Ich frage mich bloß immer, ob er überhaupt auf dich geschossen hätte, wenn ich in dem Moment nicht aufgetaucht wäre.“ 


„Er hätte“, sagte Libby überzeugt. „Oder er hätte etwas anderes getan. Es war gut, dass du gekommen bist.“ 


„Ich darf gar nicht darüber nachdenken, was passiert wäre, wenn …“


„Dann lass es“, unterbrach Libby ihn und drückte seine Hand. „Ich hätte sterben können, aber ich bin noch hier und das verdanke ich dir. Jetzt ist alles, was ich zurückbehalte, eine kaputte Schilddrüse. Damit komme ich klar.“ 


„Ich wünschte, ich hätte ihn erschossen. Ich hätte es tun können, aber …“ Owen schüttelte den Kopf. „Ich hatte keine Zeit. Ich musste dich retten.“ 


„Sie kriegen ihn schon.“ 


„Das wird auch Zeit.“ Sichtlich unglücklich blickte Owen zu Matt. „Ich hatte es deinem Dad versprochen.“ 


Matt legte eine Hand auf Owens Schulter und lächelte, ohne etwas zu sagen, aber Owen verstand ihn auch so. 


„Bin ich nicht mehr auf der Intensivstation?“, fragte Libby. 


„Nein, sie haben dich vor zwei Stunden auf die Intermediate Care verlegt. Da bin ich ihnen ein bisschen auf die Nerven gegangen, weil ich ja wusste, dass deine Familie kommt und in die Intensivstation hätten wir nicht alle hineingedurft“, erklärte Owen. 


„Warst du die ganze Nacht hier?“ 


Er sah sie an, als hätte er fragen wollen: Meinst du das ernst? Aber seine Augenringe sprachen ohnehin Bände. 


„Ich habe übrigens Nick gestern Abend noch angerufen. Er weiß schon, was passiert ist und dass Bailey dahintersteckt. Er bat mich, ihn auf dem Laufenden zu halten, deshalb werde ich gleich wieder mit ihm sprechen.“ 


Libby nickte. „Danke … Ich liebe dich, Owen. Danke, dass du für mich da warst.“ 


„Na ja …“ Er stand auf und deutete auf seine Hose und sein Hemd. Beides war noch voller Blut. 


„Liebe Güte, fahr nach Hause und zieh dich um“, sagte Libby. 


„Ich musste doch hierbleiben.“ 


„Ja, aber jetzt ist meine Familie doch da.“ 


„Wenn du meinst … Ich brauche erst mal ein Taxi, ich bin gestern im Krankenwagen mitgefahren.“ 


„Mach das ruhig. Ich bin ja nicht allein.“ Libby lächelte und so konnte Owen sich schließlich dazu durchringen, das Krankenhaus vorübergehend zu verlassen, um die blutige Kleidung loszuwerden. Libby atmete tief durch, als er weg war, und ihre Familie scharte sich dichter ums Bett. 


„Es ist so toll von euch, dass ihr hergekommen seid“, sagte Libby. 


„Jetzt hör aber auf. Als Owen angerufen hat, war gar nicht klar, wie es um dich steht. Wir sind wirklich sofort los“, sagte Sadie. 


„Tut mir leid, dass ich euch solche Sorgen bereite …“


„Das gehört nun mal dazu. Wichtig ist, dass du jetzt wieder gesund wirst und ich glaube auch, dass du großes Glück hattest.“ 


„Ich mag deinen Job nicht“, tat Hayley kund. 


„Nicht doch. Das wird wieder“, sagte Libby. 


Hayley machte trotzdem ein unglückliches Gesicht und tat mürrisch kund, dass sie Hunger hatte. Matt bot an, mit ihr in die Cafeteria zu gehen, womit sie sofort einverstanden war. Lächelnd blickte Sadie den beiden hinterher, bevor sie sich wieder Libby zuwandte. Ihr Gesicht war voller Sorge. 


„Warum hat Bailey das gemacht?“, fragte sie. „Wollte er dich wirklich umbringen?“ 


Libby nickte. „Wahrscheinlich, weil ich seinen Cousin getötet habe. Er hat es nicht gesagt. Wir haben noch über Mary Jane gesprochen, als Owen plötzlich dazu stieß. Das hat ihn auf die Idee gebracht, mich vor Owens Augen zu erschießen.“ 


„Aber er hatte es persönlich auf dich abgesehen.“ 


„Ja … ich weiß nicht“, sagte Libby und überlegte angestrengt. „Er wollte wissen, wo Mary Jane ist. Er wollte sie wirklich zurück, glaube ich. Aber er hat ja schon eine Frau entführt … und ich glaube, sie ist tot. Ich habe ihn auf sie angesprochen und er hat gelacht. Er meinte, sie wäre nicht mehr in seinem Versteck.“ 


„Er hätte jeden deiner Kollegen bedrohen können. Warum dich? Hat er das gesagt?“ 


Libby stutzte. „Hast du einen Verdacht?“ 


„Ich mache mir nur Sorgen. Nicht, dass er noch mal wiederkommt …“


Libby überlegte krampfhaft. Worüber hatten sie gesprochen? Über Randall und über Mary Jane. Und darüber, dass er da weitermachte, wo er mit Randall aufgehört hatte. Sie hatte Vanessas Namen genannt und er hatte gelacht. Er hatte sie ganz bestimmt getötet. 


„Keine Ahnung“, sagte Libby kopfschüttelnd. „Denkst du, er hat mich jetzt im Auge?“ 


„Ich weiß es nicht, aber ich habe das schon erlebt, das weißt du. Bitte sei vorsichtig, solange er noch auf freiem Fuß ist, ja? Dass er dir zu Hause aufgelauert hat, macht mir Angst.“ 


Libby erwiderte nichts. Sadies Sorge beunruhigte sie, denn sie hatte es noch nie erlebt, dass Sadie bei so etwas mit ihrem Instinkt falschgelegen hatte. 


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