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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Vaticanum, J.R. Dos Santos
J.R. Dos Santos

Vaticanum



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Kapitel XXV


 


Kaum hatte Tomás die Nummer von Maria Flor gewählt, hörte er die vertraute Ansage: ,Der gewünschte Gesprächspartner ist vorübergehend nicht erreichbar. Bitte hinterlassen Sie nach dem Signalton eine Nach…“


Ärgerlich legte er auf. „Verflixt!“, murmelte er. „Sie hat ihr Handy immer noch ausgeschaltet.“


Er hatte gerade mit Catherine das Kongregationsgebäude verlassen und steuerte auf den Petersplatz zu. Als sie seine Verärgerung bemerkte,  blickte Catherine ihn von der Seite an.


„Gibt es ein Problem?“, fragte sie.


„Nein, nichts Wichtiges.“


Nichts Wichtiges für unsere Ermittlungen, fügte er in Gedanken hinzu, aber äußerst wichtig für sein inneres Wohlbefinden. Höchstwahrscheinlich ging Maria Flor in Rom shoppen und hatte das Telefon nur ausgeschaltet, um ihn zu ärgern. Es sei denn, sie wäre Hals über Kopf zum Flughafen gefahren und nach Lissabon zurückgeflogen. Tomás wusste, dass sie durchaus zu einer solchen Aktion fähig war.


„Ich komme fast um vor Hunger“, sagte Catherine. „Was halten Sie davon, im Restaurant dort …“


Sirenen, die sich von allen Seiten rasch näherten, ließen sie aufhorchen. Eine einzelne Sirene war in Rom keine Seltenheit, aber eine derartige Menge war höchst ungewöhnlich. Aus allen Richtungen näherten sich Wagen mit Blaulicht, und der Lärm wurde immer lauter. „Was ist los?“, fragte Tomás.


„Keine Ahnung“, antwortete Catherine. „Vielleicht brennt es irgendwo …“


Auf dem Petersplatz tummelten sich Besucher aus aller Welt, und vor dem Eingang zum Petersdom hatte sich eine lange Schlange gebildet. Plötzlich setzte sich ein Teil der Menge unkontrolliert in Bewegung, und Tomás und Catherine hörten Schreie. Einige Polizisten bahnten sich einen Weg durch die Besucher und befahlen ihnen, den Platz zu räumen.


„Die Gendarmerie des Vatikans“, stellte Catherine fest. „Was ist bloß passiert?“


„Meinen Sie, es brennt im Vatikan?“


Als ein Dutzend Polizeiautos heranrasten, wurden die Sirenen regelrecht ohrenbetäubend. Zwei der Kleinbusse brausten in vollem Tempo aus der Via della Conciliazione heran und hielten mit quietschenden Reifen am Beginn des großen Platzes. Mit Maschinengewehren bewaffnete und in dunkle Uniformen gekleidete Männer stürzten aus den Fahrzeugen und bezogen auf dem Petersplatz Stellung.


„Sowas aber auch!“, wunderte sich Catherine. „Die Carabinieri!“


Fast gleichzeitig tauchten zwei blau-weiße Polizeihubschrauber am Himmel auf. Sie schwebten in geringer Höhe über dem Platz und wirbelten Plastiktüten und Papierfetzen vom Boden auf. Sogar einige Hüte flogen ihren Besitzern vom Kopf. In wenigen Augenblicken hatte ein eindrucksvolles Polizeikommando die Kontrolle über den Petersplatz übernommen.


„Da muss etwas Ernstes passiert sein“, sagte Tomás und zog Catherine leicht am Arm in Richtung der Menschenmenge.


„Wo wollen Sie hin?“, fragte die Französin.


Statt einer Antwort steuerte Tomás auf den am nächsten stehenden Polizisten zu. Er gab nicht selbst Befehle, sondern überwachte deren Ausführung.


„Scusi, signore“, setzte Tomás an. „Was ist hier los?“


„Der Platz muss evakuiert werden!“, gab der Agent zurück, ohne ihn anzusehen. „Schnell! Verschwinden Sie von hier!“


„Ich bin Beraterin von Seiner Heiligkeit“, kam Catherine Tomás zu Hilfe und hielt dem Mann ihren Passierschein entgegen, der ihr freien Zugang zum Vatikan erlaubte. „Was ist passiert?“


Der Polizist war einem schnellen Blick auf den Passierschein. „Das weiß ich nicht, Signora“, sagte er mit gedämpfter Stimme. „Wir haben den Befehl, den Platz zu räumen. Bitte folgen Sie jetzt den Anweisungen.“


„Aber wir müssen hier durch!“


„Das ist unmöglich, Signora. Der Petersdom wird ebenfalls evakuiert und geschlossen.“


„Wir wollen nicht in den Dom, sondern in das Restaurant der …“


„Das kommt aufs Gleiche raus“, unterbrach sie der Mann. „Sie können jetzt nirgendwo hin innerhalb der Leoninischen Mauern.“


Catherine gab sich dennoch nicht geschlagen und hielt dem Mann erneut ihren Passierschein unter die Augen.


„Ich habe Zugang zum gesamten Gelände des Heiligen Stuhls“, sagte sie. „Und Professor Noronha arbeitet mit mir an der Aufklärung eines Verbrechens. Wir müssen zurück in den Vatikan. Lassen Sie uns bitte durch.“


Der Gendarm zögerte. Der Passierschein war echt und gestattete der Frau Zugang zum Vatikan. Außerdem lautete der Befehl, den er vor wenigen Minuten erhalten hatte, alle Touristen vom Petersplatz zu evakuieren. Die beiden hier waren aber eindeutig keine Touristen. Vielmehr hatte die Frau von einem Verbrechen gesprochen. Vielleicht bestand ja sogar ein Zusammenhang mit dem Befehl, den Platz zu räumen?


Er winkte Catherine und Tomás, ihm zu folgen.


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