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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Traum von Ruhm und Tod, Dania Dicken
Dania Dicken

Traum von Ruhm und Tod


Libby Whitman 12

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Prolog


 


Vielleicht sollte er sich einfach einen Porno anmachen. Gelangweilt zappte Devon durch die Kanäle und kam so von einer Nachrichtensendung über ein Comedyformat bis zu einem Spielfilm. Nein, eigentlich hatte er keine Lust, den Kollegen dabei zuzusehen, wie sie sich vor der Kamera abstrampelten. Vielleicht war es wirklich eine gute Idee, on demand einen Porno auszuleihen, sich eine Line reinzuziehen und sich dann, wenn das Koks so richtig knallte, noch einen runterzuholen. Er hoffte nicht wirklich darauf, an diesem Tag noch bei Lucy zu landen. Eher unwahrscheinlich. 


Devon schaute sich um, weil er sichergehen wollte, dass nicht plötzlich einer seiner Sicherheitsleute draußen auf der Terrasse stand und ihm zusah. Die Tür war offen, er hörte das Zirpen der Zikaden auch über die Geräuschkulisse des Fernsehers hinweg.


Oder er schickte seine Security einfach weg, dann hatte er seine Ruhe. 


Er stand auf, das Koks musste er sowieso holen. Bei dieser Gelegenheit ging er zur Haustür, trat vorn hinaus und sprach mit einem der Sicherheitsleute. Es benötigte ein wenig Überzeugungskraft, um sie dazu zu überreden, am Tor zu warten, aber auch ein Star brauchte gelegentlich seine Privatsphäre. Die bekamen sowieso schon zu viel mit. 


Nachdem er die Security weggeschickt hatte, ging er hoch ins Schlafzimmer und holte ein Koksbriefchen aus der Kommode mit seiner Unterwäsche. Kein besonders geistreiches Versteck, aber bislang hatte es genügt. 


Mit dem kleinen Papierchen in der Hand ging er wieder nach unten, besorgte sich ein neues Bier aus dem Kühlschrank und dimmte das Licht im Wohnzimmer. Jetzt war die Beleuchtung des Pools draußen beinahe heller. Auf dem Weg zum Sofa holte er sein Portemonnaie und nahm eine Kreditkarte heraus. 


Er öffnete die Bierflasche, stellte sie auf den Couchtisch und setzte sich entspannt aufs Sofa. Zunächst öffnete er das Koksbriefchen, ließ den Inhalt auf den Glastisch rieseln und bearbeitete ihn konzentriert mit der Kreditkarte. 


Es war gut, immer Koks vorrätig zu haben. Manchmal konnte er gar nicht gescheit arbeiten, wenn er nicht stoned war. 


Er wickelte das dünne Papier zu einer Rolle, nachdem er das weiße Pulver in einer akkuraten Linie vorbereitet hatte, und schnupfte dann alles in einem Zug. Es kribbelte heftig, aber er verkniff sich das Niesen und schloss die Augen. 


Es knallte beinahe sofort. Ihm wurde heiß, er entspannte sich, hatte das Gefühl, zu fliegen. Seine Laune stieg. Breit grinsend saß er auf dem Sofa und genoss den einsetzenden Rausch. Jetzt noch ein guter Porno und dann ein bisschen Spaß mit sich selbst ... 


Devon hörte ein metallisches Klacken, dachte sich aber nichts dabei – nicht, bis jemand hinter ihm sagte: „Du bist so erbärmlich, weißt du das?“ 


War er auf einem Trip? War das echt? 


Plötzlich spürte er, wie jemand ihm die Mündung einer Waffe an den Hinterkopf drückte. Nein, das war kein Trip. Das war wirklich echt. 


„Was soll das?“, fragte er, ohne sich zu rühren. 


„Das weißt du genau. Keine falsche Bewegung, oder du hast eine Kugel im Kopf.“ 


„Was willst du von mir?“


„Steh auf. Ganz langsam, klar? Und nimm die Hände hoch.“ 


Devon tat es. Als er sich umdrehen wollte, wurde ihm die Mündung der Waffe beinahe schmerzhaft gegen den Kopf gebohrt. 


„Hab ich was von Umdrehen gesagt?“ 


Devon ließ es sein, er stand nur auf und merkte, wie die Waffe weggenommen wurde. 


„Ich habe die Waffe weiter auf dich gerichtet, du solltest dich also nicht rühren.“ 


Devon hatte es nicht vor. Er hörte das Quietschen von Gummisohlen auf dem Marmorboden und atmete hörbar aus, als er sah, wer ihn da bedrohte. 


„Du? Hast du sie noch alle?“ 


„Das könnte ich dich fragen. Knie dich hier hin. Die Hände behältst du oben.“ 


„Sonst was?“, fragte Devon, doch als sein Gegenüber eine schnelle Bewegung mit der Waffe machte, tat er es. 


„Und jetzt was? Worum geht es hier?“ 


„Kannst du dir das nicht denken?“ 


Devon überlegte fieberhaft, doch dann schüttelte er den Kopf. „Sag es mir.“ 


„Du wirst Lucy nie wieder anrühren. Du verdienst sie einfach gar nicht.“ 


Devon blickte zu seinem Gegenüber auf, als der ihm die Mündung der Waffe an die Stirn drückte, und versuchte, die aufkeimende Wut zurückzuhalten. 


„Wir reden hier von meiner Frau, das ist dir schon klar, oder?“ 


„Dann hättest du sie ja mal so behandeln können, wie sie es verdient! Was bist du nur für ein Loser.“ 


„Sagt wer?“, schnappte Devon. 


„Du wirst ihr nicht mehr weh tun. Nie wieder.“ 


Dann knallte es. 


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