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Todesfall und Topfenstrudel


Ein Mord zu viel in Murnau.

von Kate Delore

krimi_thriller
ISBN13-Nummer:
B07S8KX3FF
Ausstattung:
190 Seiten, Kindle Edition
Preis:
4.99 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Latos-Verlag
Kontakt zum Autor oder Verlag:
kate-delore@gmx.com
Leseprobe

 

»Heute ist ein geiler Tag zum Sterben!«, hallte die Stimme des Mannes über den Platz des Hotels, vor dem sich immer mehr Passanten versammelten und angstvoll zu dem Todeswilligen auf dem Fensterbrett hinaufsahen.

Breitbeinig und nur in Hemd und Boxershorts stand der Mann auf dem Fenstersims im 4. Stock.

»Ihr glaubt alle, ihr wüsstet Bescheid, ihr mit euren erbärmlichen kleinen Leben«, schrie er.

»Ich habe die Eintrittskarte in das Paradies.« Er tippte sich an seine Brusttasche, dann hob er sein Glas, als wolle er der Menge zuprosten. Dabei schwankte er so bedrohlich, dass ihn viele im Geiste längst fallen sahen und erschrocken aufschrien. Er reagierte darauf spöttisch mit leicht tänzelnden Bewegungen und dem Schwenken seines Drinks in der rechten Hand.

»Ihr bleibt alle hier auf dieser beschissenen Welt! Ich wurde auserwählt, ihr Loser!«

Die ersten Polizeisirenen waren zu hören und rückten schnell näher, doch für den Mann oben am Fenstersims kamen sie zu spät. Als er sie sah, hob er sein Glas gen Himmel und rief: »Ciao und pfiat di, du schäbige alte Welt!«

Dabei leerte er das Glas in nur einem Zug. Es musste überaus hochprozentigen Alkohol enthalten haben, denn kurz darauf begann der Mann heftig zu schwanken, seine Bewegungen wurden unkontrolliert und letztlich schien er das Bewusstsein zu verlieren. Sein Körper sackte nach vorne und unter dem lauten Aufschrei der Zuschauermenge stürzte er vier Stockwerke in die Tiefe, bis er mit einem entsetzlichen Geräusch auf dem Betonboden aufkam, genau in dem Moment, als die ersten Einsatzfahrzeuge die Hotelauffahrt erreichten.

Die umstehenden Passanten wichen mit entsetzten Schreien zurück, dann verteilten sie sich aufgeregt durcheinanderredend, um den leblos am Boden Liegenden, neben dessen regungslosen und seltsam verdrehten Körper sich rasch eine tiefrote Blutlache ausbildete.

Rezension
Klappentext

Als Mia Häfner ihren Freund tot im Bett findet, ist sie sich sicher: Das war kein Selbstmord — auch wenn Kriminalhauptkommissar Hasselberg, der nur noch seine heimliche Affäre im Kopf hat, ihr gebetsmühlenartig das Gegenteil einreden will. Denn es tauchen immer mehr Leichen auf — für Mia also höchste Zeit, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen.
Was sie jedoch nicht weiß: Jemand hat schon längst ein Auge auf sie geworfen, um den heimtückischen Plan zu vollenden, in dessen Fokus sie mehr steht, als sie ahnt.