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> Krimi Thriller > Tod unterm Drachenbaum - Nacht über
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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Tod unterm Drachenbaum - Nacht über, Evelyne Kern
Evelyne Kern

Tod unterm Drachenbaum - Nacht über


Zwei Teneriffa-Krimis

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„Tod unterm Drachenbaum“ Sie gehen zum Parkplatz, steigen in das Auto und fahren die paar Kilometer hinüber nach Icod. „Sagen Sie Bryan, ist die Anlage um den Baum nicht am Abend geschlossen?“ „Doch schon, aber vom Kirchplatz aus hat man einen guten Blick darauf. Außerdem gibt es da so ein Hintertürchen.“ „Hintertürchen?“ „Ja, ich war da schon öfter am Abend. Ich kenne eine besonders schöne Stelle im Mariposario del Drago. Dort steht man mitten im grünen Blätterwald und hat den besten Blick auf den Baum. „Ach so, na dann. Ich bin gespannt.“ Die knapp zehn Kilometer bis Icod sind im Nu erreicht. Bryan steuert eine Seitenstraße in der Altstadt an, fährt durch kleine Gassen, bis er hinter dem Park auf einen holprigen Weg kommt. Von hier aus kann man die Mauer sehen, hinter der der Park liegt. Er steigt aus, rennt um den Wagen herum, lässt Carla, ganz Gentlemen like, aussteigen und schließt die Türe hinter ihr. „Von hier aus sind es nur ein paar Meter bis zum Hintereingang, kommen Sie.“ Carla hängt sich leicht an Bryans Arm und lässt sich von ihm den schmalen Weg hinaufführen. Es ist dunkel. Carla kann kaum etwas erkennen. Dort drüben ist ein Lichtschein. Das müssen die Spots sein, die den Kirchturm und den Drago anstrahlen. Langsam kriecht ein mulmiges Gefühl in ihr hoch. Vielleicht war es doch etwas leichtsinnig, dem fremden Mann zu vertrauen? „Bryan, ich weiß nicht recht. Ich glaube, es ist besser, wir fahren zurück“, schlägt sie vor. Der ausgetretene Steinweg wird nun so schmal, dass er Carla vorgehen lässt. „Passen Sie auf wo Sie hintreten, es sind nur noch ein paar Meter bis zum Tor.“ Carla stoppt ihre Schritte und dreht sich zu ihm um. Er steht dicht hinter ihr. Im schwachen Lichtschein kann sie in sein Gesicht sehen und augenblicklich läuft ihr ein eiskalter Schauer über den Rücken. Ihre Haut an den Armen mutiert zu Gänsehaut und sie spürt, dass sich jedes Härchen an ihrem Körper aufstellt. Seine Mimik hat sich verändert und sie erkennt, dass er nicht mehr der nette Bryan ist, mit dem sie hierher gefahren ist. „Ich will zurück ins Hotel“, sagt sie nun laut und bestimmend. „Zu spät, schöne Carla, zu spät.“ „Nacht über La Paz“ Kurz vor dem Aeroporto Reina Sofia fand ein deutscher Überwinterer, der Freunde zum Flughafen brachte, an der Autobahn zwei verlassene Koffer, die er, weil er sich nicht anders zu helfen wusste, zuhause öffnete. Der Inhalt ließ darauf schließen, dass sie dem Vermissten Lechner gehörten, der diese Woche mit Bild im Wochenblatt abgebildet war und brachte sie zur Polizei. Als der Kommissar den Lechner-Söhnen die Koffer auf dem Präsidium zeigten, brach Klaus Lechner in Tränen aus. „Was ist nur passiert? Hat man ihn auf dem Weg zum Flughafen überfallen? Er hat sicher ein Taxi genommen. War es etwa der Taxifahrer?“ Markus war außer sich und durchwühlte den Koffer. „Das Geld ist nicht im Koffer.“ Wer wusste denn, dass er so viel Bargeld bei sich hatte?“, fragte nun Markus. „Welches Geld?“, wollte er Kommissar wissen. „Der Käufer hat das Haus mit Bargeld bezahlt. Unser Vater hat uns das gesagt.“ „Das sieht verdammt nach Raubmord aus“, der Polizist war nun sehr hellhörig, „ich werde alle Taxifahrer überprüfen.“ Aber auch diese Überprüfung verlief irgendwann im Sande. Harry Lechner blieb unauffindbar. Als die Lechner-Brüder bereits sechs Monate wieder in Deutschland waren, kam die Nachricht, dass man den Fall zu den Akten gelegt hat. Es konnte nicht geklärt werden, was passiert war. Weder das Geld noch eine Spur des Vermissten wurden jemals gefunden. Auch die Suche nach Norbert Mayer in London blieb ergebnislos. Nur Max Erdmann hatte einen unheimlichen, fürchterlichen Verdacht. Jedes Mal wenn er daran dachte, wie Mayer sie damals in der Küche damit überraschte, dass die Vorarbeiten für den Küchenblock bereits von ihm erledigt wurden, beschlich ihn ein seltsames Gefühl und wenn er seine Frau an dem schicken Küchenblock arbeiten sah, lief ihm ein eiskalter Schauer über den Rücken. ***


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