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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Tisiphone, Kira Crain
Kira Crain

Tisiphone



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Patty liess sich in ihren Bürostuhl sinken, noch immer war sie von der Idee nicht angetan. Blackwood Manor! Das konnte nicht ihr Ernst sein. Blackwood Manor lag etwas ausserhalb der Stadt, in einem eigens dafür angelegten Wald. Das Haus war einmal ein Hotel gewesen, gebaut von einem Multimillionär. Er hatte ein riesiges Areal gekauft und darauf eine unheimliche Atmosphäre geschaffen. Gäste sollten das Gefühl haben, dass sie sich in einem richtigen Spukschloss in einem einsamen Wald befanden. Zugegebenermassen war die Atmosphäre mehr als überzeugend, vielleicht zu überzeugend, denn nach einem anfänglichen Ansturm blieben die Gäste aus.Um das Haus zu erreichen, musste man eine enge dunkle Zufahrt durch den Wald fahren. Selbst bei strahlendstem Sonnenschein und blauen Himmel wirkte diese Zufahrt unheimlich, denn man hatte dafür gesorgt, dass kaum ein Lichtstrahl durch die Bäume drang. Am Ende der Zufahrt befand sich ein schmiedeeisernes riesiges Tor, welches sich quietschend öffnete. Das Haus war mit einer dunklen, moosbedeckten, hohen Mauer umgeben. Direkt an diese Mauer schloss sich der dunkle Wald an, was einem ein beklemmendes Gefühl der Enge vermittelte. Das Haus selbst machte einen düsteren und baufälligen Eindruck.Das Haus betrat man durch eine hölzerne, massive, schwer zu öffnende Eingangstür, welche einen in eine gigantische Eingangshalle führte. Von der Eingangshalle gingen viele Türen zu den einzelnen öffentlichen Räumen des ehemaligen Hotels ab. Hier gab es eine grosse, altertümlich wirkende Küche, einen großen Aufenthaltsraum mit Kamin, ein Esszimmer mit einem langen Esstisch und eine verstaubte Bibliothek. Eine geschwungene, breite Treppe führte in die erste Etage, wo sich die Hotelzimmer befanden. Unterhalb dieser Treppe führte eine kleine Tür in die Kellerräume.Die Hotelzimmer waren alle sehr klein und bestanden nur aus einem hohen Himmelbett, einem Kleiderschrank und einer kleinen Sitzecke. Jedes der Zimmer verfügte über einen Balkon, den man nur mit ungutem Gefühl betrat, da man jeden Augenblick befürchtete, dass dieser einstürzen würde. Integrierte Badezimmer besaßen die Zimmer nicht. Dafür gab es auf der Etage einen Waschraum, in dem einzelne grosse Kabinen mit je einer Badewanne und Dusche abgeteilt waren. In einem anderen Raum gab es diverse Toiletten. Der Gang, in dem die Zimmer lagen war dunkel. Zum einen, weil er nur ein kleines Fenster mit buntem Glas hatte, zum anderen, weil der Gang lediglich schwach beleuchtet war.Ursprünglich hatte man in dem Haus die Gäste in eine andere Welt versetzt. Es gab kein Telefon und auch keine Fernseher. Dafür wurden mit vielen technischen Feinheiten Gruseleffekte wie zum Beispiel unheimliches, plötzliches Öffnen von Türen, kalte Luftzüge und vieles mehr, veranstaltet. Kurz nach dem ersten Ansturm von Interessierten stellte man allerdings fest, dass man sich verkalkuliert hatte. Zwar wurde die Stimmung eines anderen Jahrhunderts sehr gelobt, jedoch vermissten die Besucher schnell den Komfort, den sie trotz allem in einem Hotel erwarteten, welches einen Preis von zweihundertfünfzig Dollar für die Zimmer verlangte. Auf Telefon und Fernseher hätte man gerne noch verzichtet, doch ließen die sanitären Anlagen und auch die Verpflegung zu wünschen übrig. Nicht jeder wollte in einem Gemeinschaftsraum duschen, indem es zwar Kabinen gab, diese aber keine Türen besaßen. Ebenso hatte niemand Verständnis dafür, dass zu den festgesetzten Essenszeiten teilweise undefinierbare Dinge aufgetischt wurden, die vielleicht dem Standard eines anderen Jahrhunderts entsprochen haben mochten, aber durchweg von sehr schlechter Qualität waren. Und in dieses, mittlerweile heruntergekommene, Haus sollten Tasha und Kate untergebracht werden? In einem unheimlichen Haus, in dem man jeden Augenblick erwartete, dass Ritter Kunibert um die Ecke kam, oder nachts Ketten rasselten? In einer Situation, wo man Schutz vor einem raffinierten und skrupellosen Killer suchte? Patty konnte dieser Idee überhaupt nichts abgewinnen.


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