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> Krimi Thriller > Schatten über Adlig-Linkunen
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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Schatten über Adlig-Linkunen, Dieter Janz
Dieter Janz

Schatten über Adlig-Linkunen


Kriminalerzählung

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„Herr Kokies…“, begann Otto zu sprechen und musste sofort wieder eine
Pause machen, um Luft zu holen. Er litt schon seit Jahren an Asthma, was
sich in Alltagssituationen kaum bemerkbar machte, großen Anstrengungen
war er jedoch nicht mehr gewachsen. Es war offensichtlich, dass er im
Laufschritt zum Herrenhaus geeilt war. Nun hielt er Kokies den Zettel hin
und fuhr fort: „Das da lag bei mir… bei mir vor der Tür. Irgendjemand muss
diesen Zettel dort deponiert haben, ohne dass ich oder Erna es bemerkt
haben.“
Kokies nahm das Schriftstück entgegen. Darauf war in Druckbuchstaben
und in verstellter Schrift erkennbar eine Lösegeldforderung für „Maria“
geschrieben. Der Verfasser machte genaue Angaben wo, wann und wieviele
Goldmark zu deponieren sei. Das Schreiben war an die Herrschaften Kokies
gerichtet.
„Hier liegt eindeutig eine Verwechslung vor“, sagte Wilhelm-Antonius.
„Die glauben, sie haben Maria entführt. Mein Gott, nicht auszudenken, was
passiert, wenn sie das bemerken. Friedrich und Berta können das Lösegeld
unmöglich aufbringen und wenn den Halunken diese Tatsache bewusst
wird, bedeutet das den sicheren Tod für Anna. Sie ist dann von keinem
Nutzen mehr für sie, nur eine lästige Zeugin.“
Es klopfte an der Tür und nach Kokies‘ „Herein“ betrat Friedrich das
Zimmer und sagte: „Entschuldigung, Herr Polizeileutnant Bouffi er und
Herr Hauptwachtmeister Hinrich haben sich angemeldet. Ich habe sie in
die Bibliothek gebeten.“
„Sehr gut, Friedrich. Ich werde gleich zu ihnen gehen.“
Kokies erwähnte den Zettel mit keinem Wort und fuhr fort: „Bitten Sie
meine Frau Berta und Maria ebenfalls in die Bibliothek, ich wünsche auch
Ihre Anwesenheit.“
Der Butler nickte kurz und verschwand wieder. Goldfeld verabschiedete
sich mit den Worten: „Ich werde im Verwalterhaus sein und stehe Ihnen
jederzeit zur Verfügung.“
„Danke, Goldfeld, danke. Ich nehme an, die Polizei wird auch Sie als
Zeugen vernehmen wollen.“
Als Wilhelm-Antonius die Bibliothek betrat, waren alle anderen schon
anwesend. Maria hatte inzwischen Bouffi er die ganze Geschichte erzählt,
der ihr aufmerksam zugehört hatte, ohne sie zu unterbrechen. Kokies
begrüßte die Anwesenden und bat sie, Platz zu nehmen. Er blieb als
Einziger stehen und hielt mit einer Hand den Entführer-Zettel wortlos in
die Höhe. Dann sagte er: „Dies hier hat Goldfeld vor kurzem vor seiner
Tür gefunden. Es ist ein Schreiben der Entführer, sofern es überhaupt das
Prädikat ‚Schreiben‘ erhalten darf. Hierin stellen sie ihre Forderungen
bezüglich Annas Freilassung. Natürlich geht es um Lösegeld.“


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