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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Psychopath, Kat Hönow
Kat Hönow

Psychopath


Das Erbe der Schuld

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Jayden

Ich hatte grade eingeparkt und holte meine Tasche aus dem Wagen, um auf das Gebäude zuzugehen, wo seitlich in Leuchtschrift »Wilcox Club & Motel« stand. Laute Musik dröhnte durch die Türen des Clubs.


Genau das, was ich jetzt brauchte. Schon von Weitem sah ich das Mädchen, welches den Club verließ und kurz darauf einen Jungen, der angetrunken hinter ihr herlief.


Sie hatte langes, kastanienbraunes Haar, das ihr bis zur Rückenmitte reichte. Ich schätzte sie auf höchstens 17 Jahre, aber ihr Alter interessierte mich nicht. Sie war verdammt schön und es ließ mein Herz höher schlagen, als ich ihren Namen vernahm. »Amy«


Ich grinste in mich hinein und dachte ‚was für ein Zufall‘.
Während ich weiter auf sie zuging, beobachtete ich, wie der Typ zudringlicher wurde und sie versuchte, ihn zurechtzuweisen. Ich ließ meine Tasche fallen, als er sie gewaltsam zu sich umdrehte und sie grob anfasste. Das war genug. Ich stieß ihn an der Schulter von ihr weg, sodass er rückwärts taumelte und auf seinem Hintern landete.


»Die Lady will von dir in Ruhe gelassen werden, was hast du daran nicht verstanden?«, fragte ich und sah ihn so böse an, dass er sich aufrappelte und zurück in den Club stolperte.


»Ist alles okay?«, fragte ich sie, als sie nun verdattert zu mir aufsah. In diesem Moment war es um mich geschehen, auch wenn ihr Anblick mir nicht neu war. Ihre grünen Augen, die von dichten Wimpern umschlossen waren, sahen verwirrt zu mir auf und brachten meinen Herzschlag durcheinander. Augenblicklich schossen mir Bilder durch den Kopf, die meinen Schritt schmerzen ließen. Erinnerungen!


»Ja danke, es ist alles in Ordnung«, antwortete sie leise und das riss mich zurück in die Wirklichkeit. Sie sah mich fragend an, als würde sie überlegen, woher sie mich kannte.


»Ist dein Freund immer so aufdringlich?« Verwirrt sah sie mich an, aber dann lächelte sie zögernd und schüttelte den Kopf.


»Ben ist nicht mein Freund«, sagte sie nur, was mich dazu brachte, noch einen Schritt auf sie zuzugehen.
In ihren wunderschönen Augen sah ich, wie sich etwas in ihr zusammenzog. Sie machte einen Schritt zurück und wich meinem Blick aus.


»Ich geh dann mal wieder rein. Danke noch mal«, stammelte sie und verschwand schnell im Inneren der Bar.


 


 


Amy

Noch immer fühlte ich seinen Blick, der mir folgte. Dieser Mann war mir unheimlich und mir war, als würden wir uns kennen. Ich schloss schnell wieder zu Tessa und ihren Gästen auf, wo ich so gut es ging untertauchen konnte.


Wie ich es erwartete, betrat auch er wenig später den Club und setzte sich an die Bar. Tessa stieß mich an und grinste über das ganze Gesicht.


»Ist alles okay mit dir?«, fragte sie.


»Ja, mir ist nur nicht wirklich nach Feiern, Tessa. Aber mach dir keine Gedanken, das ist dein Abend.« Sie schlang ihre Arme um mich und drückte mich fest.


»Du hast wirklich eine Menge durchgemacht in der letzten Zeit, Amy. Ich nehme es dir nicht übel, dass du nicht so gut drauf bist. Ich freue mich, dass du gekommen bist«


»Hey, das ist okay, so komm ich auch mal ein bisschen auf andere Gedanken«, erwiderte ich lächelnd.


Mir stellten sich die Nackenhaare auf, als Tessa sich mit mir drehte und ich sah, wie dieser Typ zu uns rüberstierte mit seinen dunklen Augen. Sie wirkten bedrohlich und erkundeten ungeniert meinen Körper. Das tat er so offensichtlich, als würde er wollen, dass ich es bemerke.


Ich fühlte mich augenblicklich unwohl und drehte mich weg, nur um den nächsten Schreck zu bekommen.


Ben stand wieder vor mir und sah mich böse an. Er war mindestens zwei Kopflängen größer als ich und sein blondes strubbeliges Haar stand nach allen Seiten ab. Man sah ihm an, dass er Football spielte, denn sein Kreuz war beachtlich und verursachte bei mir ein Gefühl der Unterlegenheit. Und jetzt, wo er mich so böse ansah, fragte ich mich nur noch, warum ich überhaupt noch mit ihm befreundet war.


»Wir müssen reden«, sagte er lallend und griff nach meinem Handgelenk.


Nicht schon wieder‘, dachte ich bei mir und drehte gekonnt mein Gelenk aus seinem Griff. »Du hast sie nicht mehr alle, Ben. Geh nach Hause und melde dich, wenn du wieder nüchtern bist«, fauchte ich ihn an und flüchtete wieder in Richtung Toiletten.


Gerade als ich die Tür zum Flur durchschritt, drehte ich mich noch einmal um, um sicherzugehen, dass Ben mir nicht schon wieder folgte.


Ich wollte weitergehen und fuhr erschrocken zusammen, als ich gegen jemanden stieß, der direkt vor mir stand. Mein Herz raste, als ich in zwei fast schwarze Augen sah, die nur ein paar Zentimeter von meinem Gesicht entfernt waren. Wieso kamen sie mir so bekannt vor? Meine Hüfte wurde von zwei starken, kräftigen Händen umfasst und die drehten mich, bis ich mit dem Rücken an der Wand stand.


»Du scheinst es ja sehr eilig zu haben, mich kennenzulernen«, flüsterte er lächelnd und tackerte mich mit seinem Blick an die Wand. Ich hatte vor Schreck die Luft angehalten und merkte erst jetzt, dass seine Hände, links und rechts neben meinem Kopf an der Wand lagen.


»Was? ... was soll das?«, fragte ich verwirrt und wunderte mich, dass ich überhaupt noch in der Lage war, etwas zu sagen.


»Ich weiß nicht, sag du es mir, ... Amy«, sagte er nun grinsend und war mir dabei viel zu nahe. »Woher wissen Sie ...?«


»Dein Freund hat dich so gerufen«


»Er ist nicht mein Freund«, stammelte ich. In seinen Augen spiegelte sich Belustigung.


»Er sieht das wohl anders«, und wieder kam er näher mit seinem Gesicht. Ich spürte bereits seinen Atem auf meiner Haut. Blitzschnell tauchte ich unter seinem Arm hindurch und verschwand in der Damentoilette. Was war das bitte? Ich war kurz davor in Panik zu geraten, dieser Typ machte mir tatsächlich Angst. Das Einzige, was ich jetzt noch wollte, war nach Hause fahren.


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