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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Projekt Phönix, Daniele Silver
Daniele Silver

Projekt Phönix



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Prolog:

Ein Jahr zuvor: an einem unbekannten Ort, im Süden Englands
Obwohl ihr die Glieder bereits an sämtlichen Stellen schmerzten und ihre Lunge aus dem letzten Loch pfiff, rannte Mary-Anne verzweifelt durch die unterirdischen, finsteren Korridore einer abgelegenen Bunkeranlage. Unerträglich schwül und stickig war die Luft, das Atmen fiel zunehmend schwieriger. Der Frau war es in jenem Moment egal. Ausharren musste sie. Ihr war klar, dass es ihr grausames Ende wäre, würde sie in die Hände dieses Wahnsinnigen geraten.
Die Medikamente, welche ihre Entführer ihr seit Wochen verabreicht hatten, verursachten bei ihr häufige Übelkeit, Erbrechen, Temperatur. In letzter Zeit hatte sie des Öfteren Darmblutungen erlitten.
Ihr war klar geworden, dass sie in absehbarer Zeit elendig verrecken würde, gelänge es ihr nicht, an die Erdoberfläche zu gelangen, um Hilfe zu holen. Der Zufall war ihr dabei zu Hilfe gekommen:
Den heute für sie zuständigen Wachmann hatte sie unter einen fadenscheinigen Grund in ihre Zelle locken können. Als er ihr kurz den Rücken zuwandte, fackelte sie nicht lange. Den alten Besen in der Ecke hatte sie ergriffen ... und dem Wachmann einmal kräftig auf den Kopf geschlagen.
Sie wusste nicht, ob sie ihn getötet hatte. In jenem Moment war es für sie bedeutungslos. Sie musste unbedingt hier raus, wollte sie ihr eigenes Überleben sichern.
„Da hinten ist sie“, hörte sie eine gedämpfte, männliche Stimme aus einiger Entfernung hinter sich rufen.
Mary-Anne beschleunigte ihren Lauf durch den endlos wirkenden Hauptschacht. Sie schaute vor sich. Unweit vor ihr vollzog der lange Korridor eine Weggabelung. Anhalten, um zu überlegen, welchen Schacht sie hätte nehmen wollen, konnte sie sich nicht leisten. Entschlossen lief sie in den Rechtsläufigen. Kaum hatte sie jenen betreten, hielt sie abrupt ihren Lauf an. Was ... oder besser: Wen sie vor sich sah, offenbarte ihr, dass sie einen fatalen Fehler mit ihrer Wahl begangen hatte!
                                                            
Tatsächlich stand er dicht vor ihr. Jener Mann, der ihre Entführung organisiert hatte. Jene Person, die für die Entstellung ihres Gesichtes mit Operationsgeräten bis zur Unkenntlichkeit verantwortlich war. Jene zwielichtige Gestalt, die ihr gefährliche Medikamente mit Gewalt verabreicht hatte, die ihren Körper innerhalb von nur wenigen Tagen bereits zersetzten ... und jener Psychopath, der nachts in ihre Zelle gedrungen war, um sie zu vergewaltigen.
„Aber mein Häschen,“ hauchte der vollkommen in weiß gekleidete Mann mit irrem Blick. „Willst du deinen allerliebsten Prinzen denn so einfach verlassen?“
Seine Lippen vollzogen das teuflische Grinsen eines Dämons.
Zu Mary-Annes Entsetzen streckte er seine Arme in ihre Richtung aus und schritt mit langsamen Schritten auf sie zu, wie ein Raubtier seiner Beute, der keine Möglichkeit zur Flucht verblieb.
Ängstlich wich Mary-Anne zurück. Wimmernd schrie sie:
„Warum lässt du mich nicht endlich in Ruhe?! Ich habe dir doch nichts getan!“
Zynischen Tones erwiderte der Wahnsinnige:
„Oh...aber mein Zuckermäuschen...niemand will dir etwas tun. Komm in meine Arme....“
Mary-Anne ertrug es nicht mehr. Sie ahnte, dass er sie unmittelbar zerfleischen würde, fiele sie in seine Hände.
Somit bleib ihr nur noch die Flucht.
So schnell sie konnte, lief sie in den Hauptschacht zurück, um in den anderen Korridor zu fliehen. Sie rannte los. Und kam nicht weit.
                                                            
Vier der vollkommen in schwarz verhüllten Wächter ... Komplizen des Wahnsinnigen, hatten bereits zu ihr aufgeschlossen ... und befanden sich nur wenige Meter vor ihr. Zwei von ihnen sprinteten blitzartig los und versperrten ihr den Fluchtweg in den anderen Korridor.
Mary-Anne war es so, als würde ihr das Blut aus dem Gesicht laufen. Ein flaues Gefühl der Panik machte sich unter ihrer Brust breit. Nun war sie endgültig gefangen, diesem Wahnsinnigen ausgeliefert.
„Warum tut ihr das,“ schrie sie die Komplizen, die sie an der Flucht hinderten, an. „Wieso hilft ihr diesem Kerl bei seinem teuflischen Plan. Merkt ihr denn nicht, dass er gefährlicher Psychopath ist?!“
Wenn sie nun Einsicht seitens der Helfer erwartet hatte, so sollte sie eine herbe Enttäuschung erleben. Nicht nur, dass sie stur auf ihren Posten stehen blieben. Zwei von ihnen hielten sie nun mit einer Pistole in Schach.
„Die Herrschaften sind nur so lieb, dich von einem törichten Fehler abzuhalten, meine holde Maid,“ redete der Irre im Kittel mit einem Male mit übertrieben blumiger Sprache. Mary-Anne wandte sich ängstlich keuchend um. Gefährlich nahe war ihr der  Peiniger gekommen.
Sie schaute hinter sich. Dort befand sich nur noch die Wand! In der Falle saß sie!
Als sie das Gemäuer erreicht hatte, begann sie laut zu schluchzen. Sie spürte, wie die Resignation vor ihrem Schicksal ihr die noch so kleinste Kraft aus den Gliedern raubte.
Vollkommen matt ließ sie sich zu Boden sacken.
„Bitte...verschonen Sie mich doch,“ rief sie ein letztes Mal flehend. „Ich habe Familie, die mich braucht...“
„Oh, aber natürlich,“ sprach der in Kittel bekleidete Wahnsinnige erneut mit teuflisch fiesen Grinsen. „Zerbrich dir doch nicht dein niedliches, bildschönes Köpfchen darüber...du wirst bald wieder mit deiner Familie glücklich wiedervereint sein.“
Er trat einen weiteren Schritt durch den Korridor und befand sich nun ganz dicht vor der am Boden kauernden, weinenden Frau.
Zu ihr herunter beugte er sich. Mit einem Mal wich seinem vorher noch süßem Grinsen einer fiesen, blutrünstigen Fratze. Mit heiserer Stimme zischte er:
„Du wirst deine Familie wiedersehen...“
Blitzartig zückte er aus der rechten Tasche seines Kittels ein chirurgisches Skalpell.
„...nachdem dein Herr und Meister über dich gerichtet hat,“ schrie er kreischend.
Mit seiner linken Hand ergriff er brutal die Haare Mary-Annes und sprach mit irrer Stimme:
„Wehe denjenigen Ungläubigen, welche die Unverfrorenheit besitzen, ihren Gott, den Allmächtigen, zu leugnen. Du, Mary-Anne, hast jene Sünde begangen, dich von mir- deinem Schöpfer- der dir ewige Glückseligkeit hatte schenken wollen - dein Antlitz abzuwenden!“
Er erhob mit der rechten Hand das Skalpell.
„Dein Herr und Meister jedoch möge dir Erbarmen und Gnade erweisen und dich von deiner Niederträchtigen Sünde reinwaschen. Wie ein Phönix aus der Asche wirst du auferstehen.“
Kaum hatte er den Satz ausgesprochen, fackelte er nicht lange.
Er schwang mit der extrem scharfen Skalpellklinge direkt auf Mary-Annes Hals zu.
Ein entsetzter Schrei war das letzte, was von der Frau noch zu hören war ...


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