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> Krimi Thriller > Niemand kann sie brechen
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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Niemand kann sie brechen, Dania Dicken
Dania Dicken

Niemand kann sie brechen


Profiler-Reihe 8

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Donnerstag, 24. März


Frustriert starrte er an die Decke. Er hatte keine Lust, aufzustehen. Wozu auch? An diesem Tag musste er nirgends hin. Nicht mal einkaufen. 


Weitere Minuten vergingen, bis er sich bewegte und die Nachttischschublade öffnete, um ein Taschentuch herauszuholen. Dabei streifte sein Blick das Foto, das er vor wenigen Wochen dort hineingelegt hatte, um es nicht mehr sehen zu müssen. Mit einem Schlüssel hatte er auf der kleinen Schlampe herumgekratzt, bis ihre Augen nicht mehr zu sehen waren. Das war aus einem Impuls heraus geschehen und er fragte sich, warum er das Foto überhaupt behalten hatte, aber auch jetzt schloss er die Schublade einfach wieder. 


Miststück. Und dann hatte sie noch ihren Bruder vorgeschickt ... 


Schließlich stand er auf und schlurfte in die Küche, um sich eine Schale Cornflakes zu machen. Damit setzte er sich vor seinen Laptop und scrollte gelangweilt durch die neuesten Angebote auf einer Gaming-Plattform. Da gab es doch gerade auch nur billigen Schund. 


Nachdem er alles gesehen und sein Frühstück beendet hatte, beschloss er, eine Runde Call of Duty zu spielen. Das ging immer. Einfach eine Runde drauflos ballern und sich abreagieren. Jetzt, da er wieder allein war, konnte er das endlich öfter tun. Das alles hatte also auch seine Vorteile. 


Doch nach zwei Stunden wurde auch das langweilig. Irgendwie war gerade alles langweilig. Vielleicht sollte er am Wochenende noch mal in einem der Clubs in der Stadt feiern gehen. Er hatte Lust darauf, jemanden kennenzulernen und für eine schnelle Nummer abzuschleppen – wenn das überhaupt klappte. Die ganzen Stacys würden sich auf ihn doch überhaupt nicht einlassen. 


Sex wäre jetzt überhaupt gut. Inzwischen hatte er ziemlichen Druck, aber da half vielleicht ein Porno. 


Ziellos surfte er durchs Internet, um neue Filme zu finden. Portale, auf denen es kurze, kostenlose Clips gab, fanden sich ja zuhauf. 


Aber das war auch genau das Problem. Er wollte nicht bloß kurz und kostenlos. Zwar gab es dort auch für jeden Fetisch etwas, aber diese kleinen Clips sollten ja nur Lust auf mehr machen. 


Er fand ein ziemlich geiles Gangbang-Video, in dem eine sexy Bitch sich gefesselt auf einem Bett räkelte und nacheinander mehrere Typen ranließ. Das war nett, aber nicht ganz das, was er suchte. Sie lustvoll stöhnen zu hören, entfachte nur wieder seine Wut. Das stand ihr doch überhaupt nicht zu. 


Hatte er denn keine härteren Pornos mehr auf dem Rechner gespeichert? 


Er klickte sich durch seine Ordnerstruktur. Anders als manche seiner Kumpels von früher hatte er seine Filmchen nicht in einem Ordner namens Naturdokumentationen versteckt – seiner hieß schlicht und ergreifend P0rn. Er hatte ja nichts zu verbergen. 


Da war der ganze geile Scheiß. Der Ordner war ziemlich voll, manche der Videos hatte er schon verdammt oft geöffnet und sich dazu einen runtergeholt. Es gab auch mehrere Unterordner. Heute war ihm danach, sich etwas anzusehen, was er länger nicht gesehen hatte. Er hatte die Filme nach Vorlieben sortiert – heute war ihm nach etwas Hartem zumute. Danach, dass die Frau sich einfach unterordnete. Was gab es denn da alles ... Teenie, Gangbang, Sklavin ... ja, das klang ganz gut. Er öffnete den Ordner Sklavin, in dem er zahlreiche Dateien vorfand. Er ging die Dateinamen durch und fand noch einen weiteren Ordner. Hard Stuff


Hart war gut. Eine Handvoll Videos und ein weiterer Ordner befanden sich darin. Die Videos trugen Namen von Pornodarstellerinnen im Titel, doch der Ordner interessierte ihn gerade viel mehr, weil er sich gar nicht daran erinnerte. Er hieß Dungeon Rape


Das klang genau nach dem, was er suchte. 


Er öffnete ihn und war überrascht, mindestens fünfzig ziemlich lange Videoclips darin vorzufinden. Sie trugen nur ein Datum im Titel. Was war das? 


Neugierig öffnete er das erste Video und erinnerte sich sofort. Die hatte er von Doug bekommen – damals, als er noch gar nicht gewusst hatte, was er da sah. Dass Doug und Carter da zwei kleine Schlampen benutzten, die sie Jahre zuvor selbst entführt hatten. 


Es war Doug, den er da im Video sah. Zwar erkannte er ihn nur an der Stimme, aber er wusste, dass er es war. Wie gebannt beobachtete er, wie Doug das Mädchen dazu brachte, sich vor ihn zu knien und ihm einen zu blasen. Sie trug Handschellen mit Ketten an beiden Handgelenken und war nackt. Aufgenommen war das Video von der Seite, deshalb erkannte er nicht gleich, welche der beiden Schwestern es war. Das sah er erst, als Doug ihr befahl, aufzuhören und sich auf allen vieren auf den Boden zu hocken. Sie tat es ohne Gegenwehr und hielt auch still, als Doug ihr einen Knebel in den Mund drückte. 


Er vergaß fast, zu atmen, als er zusah, wie Doug hinter ihr Position bezog und sie an den Hüften packte, um sie zu nehmen. Er bellte ihr Befehle zu, doch sie reagierte kaum. Ihr Blick ging stumpf an der Kamera vorbei, in ihren Augen glitzerten Tränen.


Das war Katie Archer. Er erkannte sie zweifelsfrei. Das Mädchen, dem kein Jahr später die Flucht geglückt war, während ihre ältere Schwester mit einem Baby in dem Kellerraum zurückgeblieben war. 


Wie hatte er nur vergessen können, dass er diese Videos hatte? 


Schlagartig erinnerte er sich daran, wie Doug ihm die Videos auf einem USB-Stick gegeben hatte. Er hatte mit Doug und Carter zusammen gesessen und Bier getrunken und irgendwie waren sie auf das Thema Pornos gekommen. Er konnte sich daran erinnern, dass er davon erzählt hatte, einen großartigen amerikanischen Produzenten entdeckt zu haben, der harte, aber authentische Videos drehte. Doug und Carter hatten sich angegrinst und schließlich hatte Doug einen USB-Stick geholt und ihm gegeben. Im Nachhinein ergab es auch Sinn, dass er ihm eingeschärft hatte, die Videos niemandem zu zeigen. 


„Die sind echt“, sagte er. „Haben wir gemacht mit ein paar Schlampen in deinem Alter. Dürfte dir gefallen.“ 


Er hatte sie sich damals auch angesehen. Er wusste noch, dass sie ihm tatsächlich gefallen hatten. Irgendwie waren sie in Vergessenheit geraten – er hatte noch dran gedacht, als es plötzlich geheißen hatte, dass Doug und Carter zusammen mit einem Komplizen zwei Mädchen entführt hatten, von denen eine entkommen war. 


Und dann hatte er aus den Nachrichten erfahren, dass eins dieser Mädchen Doug erstochen hatte. Die jüngere der beiden Schwestern, Katie. 


Die kleine Schlampe, die da gerade vor Doug am Boden kniete und sich von ihm rannehmen ließ. Er riss ihren Kopf an den Haaren in den Nacken und befahl ihr, lauter zu wimmern. Sie tat es. 


Er spürte, wie es enger in seiner Hose wurde. Sie hatte einen unwiderstehlichen Körper – etwas mager zwar, aber feste Brüste und wunderschöne, lange Haare. Und diese unschuldigen blauen Augen ... 


Wie gebannt sah er dabei zu, wie Doug es mit ihr machte. Als Doug fertig war und aufstand, löste sich eine Träne aus ihrem Auge, aber sie rührte sich nicht. Sie hockte einfach da ... so, als hätte sie verinnerlicht, was ihre Aufgabe war. 


Plötzlich begriff er, was er da hatte. Doug und Carter hatten diese Aufnahmen für einen reichen Sack namens Richard Milton gemacht, der sie in seinem privaten kleinen Pornoring verbreitet hatte. Viele Männer, die diese Videos besaßen, waren ins Gefängnis gegangen – doch Doug und Carter waren tot. 


Sein Herz raste, als er das nächste Video öffnete. Das war nicht Katie, es war ihre Schwester Tracy. Sie war schwanger, das war kaum zu übersehen. Es musste einer der anderen Männer sein, der da Sex mit ihr hatte. Das sprach ihn nicht an – dass sie schwanger war, verstörte ihn eher, und ihre Arme zeigten zahlreiche Ritzerverletzungen. Er schloss das Video und suchte noch eins von Katie. Sie hatte es ihm viel mehr angetan. 


Er fand eins. Sie lag bäuchlings am Boden, die Hände an die Füße gefesselt. Doug stand vor ihr und sprach mit ihr, doch sie konnte nicht antworten, weil er sie geknebelt hatte. Schließlich löste er ihre Fußfesseln und warf sie mit dem Oberkörper auf die Pritsche, bevor er sich hinter sie hockte. Die Kamera wackelte, als sie ihre Position veränderte. Sie filmte, wie Doug Katie nahm und schwenkte ganz langsam auf ihr teilnahmsloses, tränennasses Gesicht.


Ohne nachzudenken schob er die Hand in seine Hose und begann, sich einen runterzuholen. 


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