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> Krimi Thriller > Liebe. Tod. Münsterland!
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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Liebe. Tod. Münsterland!, Ralf-Erik Thormann
Ralf-Erik Thormann

Liebe. Tod. Münsterland!



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Kreidebleich lief sie mit dem ungebetenen Gast hinter einen großen
Misthaufen am Rande des Hofes. Er lag weit genug entfernt von
den Stallungen und stank dermaßen, dass sich hier niemand freiwillig
aufhielt. Dablinski lächelte innerlich. Das gleiche Verhalten wie
bei ihrem Onkel! Hatte auch sie etwas zu verbergen?
Ihm war der Geruch egal, den er später mit ins Büro schleppen
würde. Diese Frau blieb seine einzige Spur.
Sie musste reden, um jeden Preis!
Der Einzelermittler übernahm sofort die Initiative. Das folgende
Gespräch verdiente den Namen nicht. Es ähnelte eher einem intensiven
Verhör.
Dablinski sorgte von Beginn an für eine Atmosphäre, der kaum
jemand auf Dauer zu widerstehen vermochte. Hart vorgetragene
Fakten, unauffällig vermischt mit persönlichen Vermutungen ohne
jeglichen Beweis, bauten absoluten Druck auf. Hinzu kam jahrelange
Erfahrung bei dem Versuch, einen Verdächtigen so zu beeinflussen,
dass er verborgene Informationen preisgab. Die Mischung war so
bewährt wie brutal.
Silke Schamall wehrte sich nach Kräften, länger als erwartet. Natürlich
hatte sie das Ziel des Kommissars erkannt. Der ignorierte den
massiven Widerstand und fuhr fort.
Schließlich spielte er seinen Trumpf aus. Als die geballte Faust das
Schlangenarmband freigab, erstarrte Malutkes Nichte. Fassungslos
starrte sie auf die offene Handfläche. Als einzige Erwiderung traf ein
steinharter Blick Dablinskis Augen. Der hielt stand. Brüsk warf er ihr
vor, ihn überfallen zu haben. Die Kontrahentin antwortete mit eisigem
Schweigen. Dann sah sie weg und stierte auf eine Stelle an der
nächstgelegenen Wand. Etwas später begann sie zu wanken, als käme
eine Ohnmacht auf. Sichtbar kraftlos setzte sich Schamall auf den
blanken Boden, angelehnt an einen der Misthaufen. Der Einzelermittler
spürte keinerlei Mitleid. Schwächelte hier die Unbekannte
mit dem großen Holzknüppel, die jetzt lediglich krampfhaft eine
letzte Möglichkeit zur eigenen Rettung zu nutzen versuchte?
Kurz darauf taumelte sie hoch, konnte aber problemlos wieder
aufrecht stehen. Ihr Gesicht zeigte eine Mischung aus Fassungslosigkeit
und Resignation. Unvermittelt sprudelten die Worte förmlich
hervor. Jegliche Zurückhaltung war verschwunden.
Die Nichte gab ihr gesamtes Wissen preis.
Das Schlangenarmband gehörte ihr. Jörg Malutke hatte es für sie
aus massivem Silber angefertigt, so einmalig wie unverkennbar.
Zwischen ihnen gab es oft Streit wegen alter offener Rechnungen
und immer neuer Schulden, die für seine Verwandte ebenfalls unabzahlbar
blieben. Der Juwelier war erbarmungslos. Er benahm sich
schlimmer als ein Geldeintreiber. Silke Schamall hatte oft Angst vor
dem Onkel, da sie fürchtete, er ginge nicht nur beruflich über Leichen.


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