Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Krimi Thriller > Krimiparty: MorgenGRAUEN
Belletristik
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Krimiparty: MorgenGRAUEN, Corneila H.-Müller
Corneila H.-Müller

Krimiparty: MorgenGRAUEN


Sonderausgabe 4 - Mitspielkrimi aus Bayern

Bewertung:
(214)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
1318
Dieses Buch jetzt kaufen bei:

oder bei:
www.verlag-epv.de
Drucken Empfehlen



Kurzbeschreibung


MorgenGRAUEN


 


Lokalnachrichten Tageblatt Wulfrathshausen


 


„Der Brauereibesitzer Konrad Weiblinger (72) wurde heute bei einem Jagdunfall im Wulfrathshausener Forst tödlich verletzt.


Nähere Umstände zu dem tragischen Unglück sind bislang nicht bekannt. Der Unternehmer war weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt und geschätzt. Besonders tragisch ist, dass Konrad Weiblinger am kommenden Montag die Münchner Immobilienhändlerin Susanne Schwammberger (34) heiraten wollte.


Konrad Weiblinger hinterlässt neben einem Millionenvermögen einen Sohn und eine Tochter aus erster Ehe.


Wir werden weiter berichten!“


 


Es spielen mit:


Xaver Moosgruber – Bürgermeister von Wulfrathshausen


Traudl-Stacher-Weiblinger – Schwester von  Konrad


Susanne Schwammberger – Verlobte von Konrad


Maximilian Weiblinger – Sohn Konrads


Linda Weiblinger – Tochter Konrads


Josefine Weiblinger – 1. Ehefrau von Konrad


Johannes Ortlieb – Kaufmännischer Direktor der Brauerei


Edwin  Schickerl – Hauptkommissar Wache Wulfrathshausen


Susi Hosenbein – Sekretärin im Bürgermeisteramt


sowie …. neutrale Beobachter



Ein Wort zu den Spielregeln:


Alle Mitspieler sollten sich nahe an der Wahrheit orientieren; schwindeln darf nur der Mörder. Dieser muss allerdings vorsichtig sein; wird er beim Schwindeln erwischt, glaubt man ihm gar nichts mehr…



Viel Vergnügen und einen Mordsspaß bei den Ermittlungen!




Die Grundgeschichte zum Vorlesen
MorgenGRAUEN


 


Das ist passiert:


Xaver Moosgruber betrat am Donnerstag gegen 10:00 Uhr die kleine Polizeistation von Wulfrathshausen. Der Polizist Edwin Schickerl saß über die Tagezeitung gebeugt an seinem Schreibtisch und biss soeben herzhaft in die Leberkässemmel.


„Ah, der Bürgermeister“, rief er mit vollem Mund und kaute hastig schneller. Dann schluckte er,  wischte  sich mit der rechten Hand über die Lippen und grummelte


„Wo brennts denn, so früh am Morgen?“


Xaver Moosgruber trat näher.


„Schickerl“, sagte er dann ernst. „Bei mir oben in der Jagdhütten hams einbrochen!“


„Woos? Einbrochen hams! Ja sakra, die Sauburschen. Is denn wo‘s g’stohlen?


Bürgermeister Moosgruber nickte besorgt.


„Ja, Schickerl“, sagte er dann. „Die Baroness ist weg!“


Entsetzt ließ Schickerl die Semmel auf die Zeitung sinken.


„Na“, sagte er dann ehrlich bestürzt, „doch  net die Baroness! So a schön‘s Gwehr.“


Er blickte den Moosgruber ernst an.


„Du hast sie aber scho vorschriftsmäßig im Waffenschrank abgsperrt, oder?“


Moosgruber verzog fast schmerzhaft das Gesicht.


Dann flüsterte er:


„Das ist es ja grad. I hob’s zwar im Waffenschrank gestellt, aber vergessen, ihn abzusperren.“


Schickerl kratzte sich am Kopf.


„Dös ist sehr schlecht für deinen Jagdschein, Bürgermeister. Dös weißt scho, gell?“


Der Bürgermeister nickte. „Mei, Schickerl, mir kenna uns jetzt scho so lang… und da dacht ich... du weißt scho... des man da vielleicht diskret ermitteln könnte. Ein Mann mit deinen Fähigkeiten! Der muss doch net alles gleich an die große Glocken hängen, oder?“


Schickerl überlegte kurz, dann bot er dem Bürgermeister mit einer Handbewegung den Stuhl gegenüber an.


„Also Bürgermeister“, sagte er dann, „hock dir her und verzähl mir alles. Und dann schaun mir weiter, gell!“


 


Der Morgen dämmerte bereits über dem Wulfrathshausener Forst, als der Jäger,  bekleidet mit einem weißen Kapuzenoverall, an diesem Freitag in aller Frühe die Leiter zum Hochsitz erklomm. Oben angekommen stellte er das noch gut verpackte Gewehr in eine Ecke und nahm ein Fernglas aus dem mitgebrachten Rucksack.  Der Blick zur gut 180 Meter entfernten Lichtung war einwandfrei, von hier würde man das Ziel kaum verfehlen können.



Der Besitzer der Jagd und auch dieses Hochstands war Xaver Moosgruber, der Bürgermeister von Wulfrathshausen. Moosgruber hatte gegenüber dem Ausguck eine kleine Holzbank einbauen lassen. Auf diese setzte sich der Jäger  nun und packte die Blaser Kipplaufbüchse R95 Baronesse aus. Sie war ausgestattet mit einem dämmerungstauglichen Zielfernrohr und absolut geeignet für Schüsse bis 200 Meter auf Rot-  und Schwarzwild. Ein schönes Gewehr mit langen Seitenflächen, Achtkantlauf und goldenem Abzug.


Besonders auffällig war die attraktive Gravurauswahl aus Tier- und Ornamentmotiven, die jeweils seitlich auf der Waffe aufgebracht war. Fast liebevoll wurde die Büchse nun geladen.
Probehalber legte er sie an und richtete den Lauf auf die Lichtung. Obwohl sich das Tageslicht erst mühsam den Weg durch die Baumkronen suchte, war die Sicht durch das Dämmerungszielfernrohr einwandfrei. Zufrieden stellte er die Büchse ab und setzte sich erneut auf die kleine Holzbank. Nun hieß es abwarten.



Konrad Weiblinger hatte seinen Wagen gegen 05:00 Uhr am Wanderparkplatz des Wulfrathshausener Forst abgestellt. Die letzten gut 2000 Meter bis zur Lichtung musste er zu Fuß zurücklegen.  Der Anstieg war mühsam, aber dem sportlichen Weiblinger fiel der Weg, trotz seiner 72 Jahre, nicht schwer.


Nach gut 10 Minuten passierte er die Jagdhütte von Xaver Moosgruber, die zu seiner linken auf einer kleinen Anhöhe stand. Die frisch gestrichenen Holzläden waren verschlossen; nur eine schwarze Katze lag auf dem Vespertisch vor der Hütte  und putzte ihr glänzendes Fell. 


Nach weiteren 10 Minuten  erreichte er die große Lichtung. Die ersten Sonnenstrahlen suchten sich ihren Weg durch die Bäume und hüllten den  Wald in ein warmes, fast geisterhaft anmutendes Licht. Weiblinger sah auf die Uhr; er war gut in der Zeit. 


Für einen Moment schloss er die Augen und zog die frische Waldluft tief in seine Lungen.


 


Genau in diesem Moment fiel ein Schuss. An der Jagdhütte sprang die schwarze Katze erschrocken vom Tisch, während Weiblinger auf der Lichtung strauchelte und dann, in die Brust getroffen, auf den Rücken kippte. Das Letzte was Konrad Weiblinger in seinem Leben empfand, war grenzenlose Verwunderung. Dann wurde es Nacht.


 


Der Jäger im weißen Overall packte die Baroness sorgsam  zurück in die Schutzhülle. Bevor er den Hochsitz verließ,  sah er sich noch einmal gründlich um. Es war wichtig, auch nicht die kleinste Faser zu hinterlassen. Dann nahm er seinen Rucksack und die Büchse und kletterte behände die Leiter hinunter.


 




Wulfrathshauser Tageblatt: Lokalnachrichten



Heute, am frühen Morgen, wurde der 


Brauereibesitzer Konrad Weiblinger (72)


bei einem Jagdunfall im Wulfrathshausener Forst tödlich verletzt. Nähere Umstände zu dem tragischen Unglück sind bislang nicht bekannt.


Der Unternehmer war weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt und geschätzt.


Besonders tragisch ist, dass Konrad Weiblinger am kommenden Montag die Münchner Immobilienhändlerin


Susanne Schwammberger ( 34 ) heiraten wollte.



Konrad Weiblinger hinterlässt neben einem Millionenvermögen einen Sohn und eine Tochter aus erster Ehe.



Wir werden weiter berichten.


 




An dieser Stelle können Sie den Hauptgang servieren.



Danach lesen Sie bitte weiter vor:


...


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



© 2008 - 2019 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!


ExecutionTime: 4 secs