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> Krimi Thriller > I miss you Daddy
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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe I miss you Daddy, Mary-Anne Raven
Mary-Anne Raven

I miss you Daddy


Ein Ostwestfalenkrimi

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Prolog


-Luisa-


Luisa war sauer. Dieser Tag war ganz und gar nicht so gelaufen, wie sie es sich vorgestellt hatte. Es sollte ihr Tag werden. Ihr großer Triumph über all die Loser an ihrer Schule. Sie hatte sich so viel Mühe gegeben, perfekt auszusehen. Das Haar ge-glättet, die schicken schwarzen Ballerinas an den Füßen und ihr schönstes, weißes Kleid. Sie hatte sogar etwas von der Schminke ihrer Mutter aufgetragen und sich ihr Parfüm hinters Ohr gesprüht. Dazu ihr herzzerreißendster Augenaufschlag, dem nicht einmal ihr Vater wider-stehen konnte. Und doch hatte die Lehrerin nicht sie, sondern diese dämliche, zottelige Ziege für die Hauptrolle in der Schulaufführung ausgewählt. WARUM? Diese doofe Kuh konnte doch gar nicht schauspielern. Sie war fett, un-gelenkig, nuschelte wie ein Schwein und überhaupt: Wie stand sie denn jetzt da! Diese Rolle gebührte ihr. Eine Hauptrolle, in der sie alle anschauen und bewundern mussten. Scheiß auf die blöde Nebenrolle! Niemanden inte-ressierte eine beschissene Nebenrolle. Wie konnte man der Tochter des Bürgermeisters eine Nebenrolle geben? Das war eine Unverschämtheit und eine riesige Ungerechtigkeit! Sie würde alles ihrem Vater erzählen und der würde dann schon dafür sorgen, dass sie die Hauptrolle bekam und nicht diese dumme Pute, die erst vor kurzem in ihre Klasse gekommen war. Sie hatte bis jetzt noch immer bekommen, was sie haben wollte. Mit vor Wut gerötetem Gesicht trat Luisa hinaus auf den Schulhof. Sie hatte große Lust, jemandem weh zu tun. Am liebsten hätte sie dieser blöden Zottelziege, die an ihrer Stelle die Hauptrolle bekommen hatte, ihre verfilzten Haare ausgerissen. Doch das hätte Ärger mit der Lehrerin gegeben und sie wäre vielleicht ganz von dem Stück ausgeschlossen worden. Sollte die dumme Kuh sich doch über die Hauptrolle freuen, solange sie noch konnte. Morgen früh, nachdem ihr Vater, der Bürger-meister mit der Lehrerin gesprochen hatte, würde die blöde Pute nicht mehr so selbstgefällig grinsen. Dann würde Luisa nämlich die Hauptrolle haben. Die gehässige Vorfreude auf diesen Moment zauberte ein Lächeln auf ihr Gesicht. Ihr Blick glitt suchend über die menschenleere Betonfläche des Pausenhofs. Wo war ihr Vater? Er hatte versprochen, sie abzuholen. War denn heute auf niemanden mehr Verlass? „Luisa Schütrop?“ Ein Mann kam über den Schulhof auf sie zu. Sie musterte ihn skeptisch. Was wollte der Blödmann von ihr? „Dein Vater schickt mich. Er musste leider zu einem dringenden Termin und kann dich nicht abholen. Er hat mir aufgetragen, dich nach Hause zu fahren.“ „Aha“, brummte Luisa missmutig. Das war ja mal wieder typisch. Ihrem Vater war alles andere wichtiger, als seine Tochter von der Schule ab-zuholen. Immer kam ihm irgendwas dazwischen und er schickte jemand anderen. Jetzt musste sie mit diesem Blödmann durch die Gegend juckeln, dabei wollte sie am liebsten sofort mit ihrem Vater reden. Naja, das war immer noch besser, als mit den anderen Losern von ihrer Schule im Bus mitzufahren. Schließlich war sie die Tochter des Bürgermeisters. Da war ein eigener Chauffeur ja wohl das Mindeste, was sie erwarten konnte. Sonderlich beeindruckend sah er allerdings nicht aus, in seinen weiten, schwarzen Klamotten, mit der hässlichen Schirmmütze auf dem Kopf. Und wer trug bitteschön an einem trüben Tag wie heute eine Sonnen-brille? „Was für ein Loser“, dachte sie missmutig, während sie dem Mann zum Parkplatz folgte. Ihr Vater würde heute Abend noch einiges von ihr zu hören bekommen.


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