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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Gay Killer, Marc Prescher
Marc Prescher

Gay Killer



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 Ein harter Griff in seine Haare brachte Oliver unsanft wieder auf die Beine. 


»Komm mit, es wird Zeit für ein bisschen Spaß«, hörte er Frank sagen. Die Stimme klang weit weg wie aus weiter Ferne. Vom Schmerz gebeugt wurde er in eine der dunklen Seitengassen gezogen. Oliver versuchte zu schreien, aber mehr als ein leises Krächzen drang nicht über seine Lippen. Der Gestank von verwesendem Fleisch und saurem Urin lag in der Luft. Eine Hand packte ihn unter sein Kinn und drückte seinen Oberkörper wieder in eine aufrechte Haltung. Oliver ließ sein Bein nach vorne schnellen, aber der Tritt ging ins Leere. Durch den Tränenschleier konnte er kaum noch etwas erkennen. Das Hirn verweigerte seinen Dienst. Nur noch wirre Gedanken, ohne Sinn und Zweck.


»Du kleiner eingebildeter Mistkerl willst dich also nicht mir unterhalten, und jetzt trittst du auch noch nach mir?«, zischte Frank. »Dir werde ich zeigen, was es heißt, andere Menschen wie Dreck zu behandeln!« 


Ein Faustschlag in Olivers Magen beendete den Satz. Stöhnend krümmte sich Oliver zusammen. Unerträglicher Schmerz vermischte sich mit einer Übelkeit, die sich durch die Eingeweide fraß. Oliver fühlte, wie Nahrungsbrei und Alkohol sich durch seinen Schlund kämpften. Ein Schwall Erbrochenes ergoss sich auf den schwarzen Asphalt. 


»Ekliges Dreckschwein! Du hättest mir fast auf meine neuen Stiefel gekotzt«, spottete Frank und zog aus dem Stiefelschacht ein Messer. »Wisch dir die Kotze aus dem Gesicht und dann schau mich an!«


Oliver war kaum in der Lage seinen Kopf zu heben, um Franks Aufforderung nachzukommen. Die Übelkeit wütete noch immer in seinem Körper und er war sich noch immer nicht im klaren darüber, was hier überhaupt geschah. Das alle musste ein verfluchter Alptraum sein. So etwas passiert anderen, aber nicht einem selbst! 


»Was willst du?«, nuschelte Oliver kaum verständlich. »Willst du mein Geld?«


Frank verzog sein Gesicht zu einem höhnischen Grinsen.


»Das wäre ein Anfang, wie viel hast du?«


»Weiß nicht, vielleicht 60 oder 70 Euro, nimm es dir, du kannst es haben.«


»Wie großzügig von dir«, spottete Frank und spielte gleichzeitig mit dem Messer vor Olivers geröteten Augen. »Gib es mir, aber schön langsam, oder meine Klinge schneidet dir ein schönes Muster in dein hübsches Milchgesicht!«


Oliver hatte keinen Zweifel, dass es der Kerl ernst meinte. Er würde ihn, wahrscheinlich ohne zu zögern, aufschlitzen. Langsam glitt seine Hand in seine Hosentasche. Vorsichtig zog er die Geldbörse aus ihr und hielt sie Frank entgegen. Frank presste die Klinge direkt an Olivers Adamsapfel, als er die Brieftasche entgegennahm. Mit einer Hand öffnete er sie und zog die Geldscheine heraus, ohne sie zu zählen, steckte Frank sie in die Jeanshose. Die Geldbörse ließ er achtlos auf den Boden fallen und trat sie mit dem Fuß zur Seite. Oliver gingen tausende Gedanken durch den Kopf. Er war noch nie in seinem Leben Opfer eines Überfalls geworden. Wie sollte er sich verhalten? Er hatte dem Kerl sein Geld gegeben, damit müsste doch alles erledigt sein. Einfach ruhig bleiben, nicht die Nerven verlieren. Wer die Kontrolle über sich behält, der überlebt auch. Gleich ist alles vorbei. Halt jetzt nur noch ein paar Sekunden durch. Oliver versuchte sich Mut zuzusprechen, das Einzige, was ihm in dieser Situation einfiel. Die Spitze des Messers bohrte sich noch immer bedrohlich gegen seinen Kehlkopf. 


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