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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Finnjas Wunschtraum, Joachim Hausen
Joachim Hausen

Finnjas Wunschtraum



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Er kannte den Namen der jungen Frau, kannte das Kennzeichen ihres alten mintgrünen Citroën C1. Er wusste, dass sie noch bei ihren Eltern wohnte, kannte die Adresse, wusste wo und was sie studiert hatte, wusste, dass sie das Studium am Freitag vergangener Woche beendet hatte. Seit Montag observierte er sie jeden Nachmittag in der Fußgängerzone.


Auch an diesem brütend heißen Donnerstag, dem 22. Juli 2021, schlenderte er im Abstand zwischen fünf und zehn Schritten hinter ihr her. Er bewunderte das Blondhaar im wippenden Pferdeschwanz, die fraulich gerundeten Hüften im kurzen, engen weißen Rock, den strammen Hintern und die wohlgeformten Beine. »Dreimal sah ich sie von vorne«, murmelte er. »Apartes Gesicht. Hohe Wangenknochen. Zierliche Nase. Hübsches Kinn mit Grübchen. Gut gefüllte Bluse. Sie entspricht haargenau meinen Wünschen.«


Hielt die Frau an einem Schaufenster inne, stoppte er ebenfalls, musterte sein Smartphone und tippte darauf herum, also völlig unauffällig.


Er kannte ihr Ziel. Dort wollte er zuschlagen. 


 


Die 22-jährige Finnja Gerber steuerte das Eiscafé neben dem Uhren- und Juwelierladen Huber an. Sie setzte sich auf einen der beiden Stühle des letzten freien Zweiertisches unter einem gelben Sonnenschirm. »Glück gehabt«, murmelte sie. Eine junge schwarzhaarige Kellnerin eilte heran. Finnja bestellte einen Eiskaffee. Sie schaute auf ihr Smartphone. »Oh, noch keine drei Uhr, bin heute aber früh dran. Na ja, habe ja den Schuhkauf abgeblasen. Die Schuhe, die mir gefielen, kosten einen Haufen Geld. Viola kommt erst gegen halb vier.«


Die Kellnerin brachte den Kaffee. Finnja trank zwei Schlucke. Sie aß die Hälfte der Schlagsahne. Sie schnappte das Smartphone. »Schaue jetzt mal nach, was es Neues von meinen Freundinne auf Facebook gibt«, murmelte sie.


»Entschuldigung, darf ich mich zu Ihnen setzen?«


Die männliche Stimme ließ sie hochblicken. Sie musterte den schlanken Mann mit kurzen schwarzen Haaren und abstehenden Ohren. Sie runzelte die Stirn. »Normalerweise gerne«, sagte sie mit angenehmen Stimmtimbre, »aber heute ...«


Er hob eine Hand und zeigte lächelnd fast perfekte Zähne. »Ich weiß, Frau Gerber, in einer halben Stunde kommt Ihre Freundin Viola. Dann bin ich ...«


Diesmal unterbrach sie ihn. »Woher kennen Sie meinen Namen, den meiner Freundin und woher wissen Sie, dass ich mich um halb vier hier mit ihr treffe?« 


Er nahm ihr gegenüber Platz. Vorbeugen. 


 


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