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Die dritte Stufe: Mystery Thriller


Die Verschwöung von Omega, Band 1

von Christoph Steven

krimi_thriller
ISBN13-Nummer:
B092XCPT99
Ausstattung:
Paperback
Preis:
18.90 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Independently published
Kontakt zum Autor oder Verlag:
info@diedrittestufe.de
Leseprobe

Ich drehe und winde mich, doch sein Griff wird immer fester. Mit letzter Kraft hebe ich den rechten Arm und haue einfach drauflos, gegen seine Beine, seine Hüfte, alles, was ich erreichen kann, schwache, kurze Schläge, aber dafür schnell.

 

Der Griff um meinen Hals lockert sich. Aus einem unerfindlichen Grund steht er auf, vielleicht, um den Revolver zu suchen. Ich kann mich kaum bewegen, drehe mich mit aller Kraft auf die Seite, versuche mich anzutreiben, doch Schmerzen ziehen wie Nadelstiche durch die Bauchgegend. Und dieses höllische Brennen im Gesicht.

 

Panisch frage ich mich, ob ich nicht gleich verblute. Nur Sekunden später gelingt es mir, mich auf-zurichten, indem ich die Hände gegen den Boden drücke und meinen Körper in eine annähernd aufrechte Position bringe.

 

Schnell, das Smartphone! Die App ist noch an. Jetzt nur noch hoch damit und in die Richtung halten, in die mein Gegner verschwunden ist. Keine Sekunde zu spät.

 

Eine Silhouette stürmt auf mich zu, ich drehe mich seitlich weg, und er erwischt nur meine linke Schulter.

 

Jeder Muskel schmerzt. Hektisch leuchte ich mit dem Smart-phone durch den Raum, aber weder der Metalltisch noch die Treppe nach oben ist zu sehen. Dann prallt der Angreifer wieder gegen mich, diesmal von der anderen Seite, und ich krümme mich vor Schmerzen, mühe mich ab, seinen Körper von mir wegzudrücken.

 

Wenn ich nur wüsste, wie weit wir von dieser Öffnung entfernt sind. Ich lasse das Handylicht erneut durch den Raum gleiten und finde die Öffnung, dort, ein kreisrundes Loch. Als ich das Licht in die entgegengesetzte Richtung lenke, sehe ich den Revolver auf mich gerichtet.

 

„Hat dir nichts genützt, wie?“, blafft der Mann. „Omega entkommt man nicht. Ehre sei Omega.“ Einen Moment ist er still. „Ehre sei Omega“, brüllt er dann aus Leibeskräften.

 

Ich blende ihn wieder, stemme mich mit gewaltiger Kraftan-strengung hoch und gehe geduckt mit dem Kopf voran wie ein Stier auf ihn los.

 

Er taumelt, flucht, kann sich trotz aller Bemühungen nicht auf den Beinen halten und fällt zu Boden. Ich werfe mich auf ihn, schlage auf ihn ein und versuche ihn dabei in Richtung des Schachts zu schieben. Ich keuche, und er atmet pfeifend, stößt undeutliche Flüche aus, windet sich wie ein Krokodil, das ich im Würgegriff habe und festhalte, um es in wenigen Augenblicken zu töten.

 

„Na, weiter, du Scheißphilosoph“, spottet er, „das schaffst du nicht.“ Wahrscheinlich glaubt er immer noch, dass ich schwach bin – nur ein Philosoph, der ihm nichts entgegenzusetzen hat.

 

„Irrtum!“, rufe ich, doch statt des Wortes kommt nur ein tonloses Geräusch aus meinem Mund, als würde Luft mit hohem Druck aus einem Behälter abgelassen. Ich schaffe es nicht, durchfährt es mich.

 

Meine Kräfte lassen nach, und der Mann windet sich aus meiner Umklammerung, tritt mir ein paar Mal heftig in die Seite, setzt jetzt auch die Fäuste ein. Ich habe heftige Kopfschmerzen und das Gefühl, gleich wegzudämmern.

Klappentext

Jonas lebt zurückgezogen mit seinen Büchern in Düsseldorf. Eines Abends sucht seine durchgeknallte Mitstudentin Maria, für die er schwärmt, Zuflucht bei ihm. Sie hat für eine geheimnisvolle Organisation gearbeitet und glaubt, dass sie deshalb sterben soll. Unter Lebensgefahr versucht Jonas Maria zu retten. Doch Maria hat mehr mit der furchtbaren Verschwörung der Organisation zu tun, als Jonas ahnt.

 

Auf ihrer Suche nach der Organisation und der Wahrheit geraten Maria und Jonas in einen dunklen Sog von spektakulären Ereignissen, die Jonas‘ Leben völlig auf den Kopf stellen. Marias Wissen über die Pläne der Organisation zu einer rätselhaften dritten Stufe jedoch ist tief begraben unter Ängsten und körperlichen Aussetzern.

 

Mit Hilfe von Freunden versuchen Jonas und Maria dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und landen schließlich in der dunkelsten Unterwelt von Frankfurt. Sie ahnen nicht, welche angsteinflößende Schrecken sie erwarten, aber eines ist klar: Das uralte Geheimwissen, um das es geht, könnte die Welt für immer verändern.

 

Rezension

Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Sicher, es verlangt einiges an Aufmerksamkeit und in die Kapitel wird man einfach hineingeworfen und ist gefordert, aufzupassen und mitzudenken, wo sich die Protagonisten gerade befinden. Aber das macht gute Bücher für mich gerade aus. Ich werde als intelligenter Leser ernst genommen und kann mich da auch gut reinfinden. Ich werde angeregt, zu denken. Ich liebe solche Bücher. Die Geschichte als solche ist wie ein großes Geheimnis und eine gewaltige Verschwörung aufgebaut. Einiges hat mich an eine Schnitzeljagd erinnert. Man kommt von einem Indiz zum anderen und es wird auch alles sehr schön aufgebaut. Auch die Personen haben mich voll überzeugt, wenn man originelle und skurrile Charaktere mag. Auch das ist für mich ein Zeichen für ein gutes Buch. Ich lerne ungewöhnliche und neuartige Leute kennen. So in diesem Buch u.a. einen skurrilen Mathe-Genie, eine psychisch kranke Borderlinerin, deren Anfälle wirklich hervorragend und echt krass beschrieben werden, einen introvierten Philosophie-Studenten, der dann über sich hinauswächst. Und auch der Privatdetektiv Pluto, der ja kleinwüchsig ist, ist toll beschrieben. Insgesamt ist das Buch für mich ein gutes Beispiel für eine packende Spannungsliteratur mit Tiefgang, ohne dass alles superintellektuell rüberkommt. Der Roman liest sich flüssig und kann so runtergelesen werden. Natürlich ist ″Die dritte Stufe″ für Leser, die sich auch mitnehmen lassen. Wer beim Lesen nicht denken will oder immer denselben Mainstream-Thriller-Käse erwartet, der sollte die Finger von dem Roman lassen. Allen anderen hat der Autor mit diesem intelligenten Mystery Thriller die Ehre erwiesen und einen tollen Spannungsroman hingekriegt, den man genießen sollte. Ich jedenfalls habe das Buch sehr genossen. Samuel Loki, Lovelybooks