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> Krimi Thriller > Der Schlüssel des Salomon
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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Der Schlüssel des Salomon, J.R. Dos Santos
J.R. Dos Santos

Der Schlüssel des Salomon



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Dynamischen Schrittes durchquerte Frank Bellamy die Eingangshalle, wobei ihm zahlreiche Überwachungskameras auffielen, die er bei seinem letzten Besuch im CERN noch nicht gesehen hatte. Doch eine riesige Trikolore in der Halle erinnerte ihn daran, dass in der nächsten Woche der französische Präsident das Europäische Zentrum für Kernforschung besuchen würde und die Sicherheitsmaßnahmen sicherlich auch seinetwegen verschärft worden waren.


„Verdammte Franzosen“, murmelte er.


Genervt ignorierte er das Förderband, auf das er eigentlich den Inhalt seiner Taschen legen sollte, und ging direkt zum Metalldetektor. Ein Sicherheitsangestellter, auf dessen Namensschild ,Jean-Claude Bloch’ zu lesen war, winkte ihn heran. Als Bellamy zwei Schritte nach vorn machte, schlug der Detektor Alarm.


„Breiten Sie bitte die Arme aus“, sagte der Sicherheitsmann.


Der Besucher gehorchte. Kaum hatte der Wachmann seinen Scanner auf Höhe der Hüften angesetzt, piepte und blinkte das Gerät. Bellamy fuhr mit den Händen in die Taschen, wie ein Kind, dem man seine Bonbons wegnehmen wollte.


„Das sind nur meine Schlüssel, ein paar Münzen und mein Mobiltelefon“, brummte er. „Nichts Außergewöhnliches, wie Sie sehen.“


Bloch blickte ihn missbilligend an und deutete auf das Förderband.


„Das nächste Mal, wenn Sie hierher kommen, legen Sie bitte alle Metallgegenstände auf das Band.“


Bellamy murrte etwas Unverständliches, während der Wachmann ungerührt seine Arbeit fortsetzte. Er fuhr mit dem Scanner über die Beine des Besuchers und forderte ihn auf, seine Schuhe auszuziehen. Dann ließ er das Gerät über Schultern und Arme gleiten. Als er bei der Brust angekommen war, schlug das Gerät erneut an.


„Mist!“, rief Bellamy. „Ich habe mein kleines Spielzeug vergessen.“


Er fuhr mit der Hand in die Innentasche seiner Jacke. Dem Wachmann gingen fast die Augen über, als er sah, dass dort ein Revolver steckte. Er machte einen Sprung zur Seite und zückte prompt seine eigene Waffe.


„Keine Bewegung!“, schrie er, während er auf den Besucher zielte. „Bleiben Sie, wo Sie sind!“


Von den Rufen ihres Kollegen alarmiert, stürzten weitere Sicherheitsangestellte mit gezückten Waffen herbei. Dazu dröhnte der Alarm durch die Halle und steigerte die allgemeine Verwirrung. Einige Menschen fingen an zu schreien, andere rannten zum Ausgang. In nur einem Augenblick war die Ruhe dem Chaos gewichen.


„Jetzt übertreiben Sie mal nicht, das ist nur mein alter Colt. Wie soll sich ein ehrlicher Bürger denn sonst in dieser gewalttätigen Welt verteidigen?“


„Keine Bewegung“, wiederholte Bloch, der seine Glock weiter auf den Eindringling gerichtet hielt.


„Gehen Sie langsam in die Hocke und legen Sie Ihre Waffe auf den Boden.“ Dazu schwenkte er seine Pistole. „Ganz langsam, verstanden? Bei der geringsten verdächtigen Bewegung schieße ich.“


„Ist ja schon gut“, erwiderte Bellamy, den die ganze Aufregung ziemlich kalt ließ. „Ich kenne das Prozedere, keine Sorge.“


Langsam ging er in die Hocke und legte seinen Colt auf den Boden. Dann richtete er sich mit erhobenen Händen auf. Der Sicherheitsmann kickte den Revolver mit der Fußspitze ein Stück weit weg und deutete, sichtlich erleichtert auf den Boden.


„Hinlegen! Die Hände in den Nacken!


“ Bellamy entgegnete gelangweilt: „Hören Sie, finden Sie nicht, dass Sie etwas übertreiben? Das ist doch nur ein kleiner …“


„Hinlegen!“


Nach einem langen Augenblick, während dem er die Sicherheitsleute mit ihren gezückten Waffen herablassend musterte, seufzte er schließlich und senkte langsam die Arme. Alle erwarteten, dass er sich auf den Boden legen würde, doch der alte Mann blieb stehen.


„Haben Sie nicht gehört, was ich gesagt habe?“, fauchte Jean-Claude Bloch ihn an. „Legen Sie sich endlich hin!“


Der Besucher hielt seinen eisigen Blick nach wie vor auf das Wachpersonal gerichtet, während er aufreizend langsam erneut in seine Jackentasche griff.


„Keine Bewegung!“, brüllte Bloch, der fürchtete, er würde eine weitere Waffe hervorholen. „Hände hoch, oder ich schieße!“


Bellamy ignorierte auch diesmal die Drohung und zog eine Karte aus seiner Jackentasche, die er dem Sicherheitsmann hinhielt. Dieser warf trotz der Anspannung einen Blick auf das Dokument. Er verglich das Foto mit dem Gesicht des Mannes vor ihm. Die stahlblauen, berechnenden Augen waren die gleichen, ebenso wie die Falten in seinen Augenwinkeln, das lange, hagere Gesicht, das kantige Kinn und die schlohweißen Haare. Es bestand kein Zweifel: Dieser Ausweis gehörte dem Besucher. Dann betrachtete er die Karte genauer. Rechts war der Kopf eines Adlers auf blauem Hintergrund zu sehen, im unteren Teil ein langer Strichcode. Zwischen dem Foto im linken Teil der Karte und dem blauen Kreis rechts standen die persönlichen Daten des Inhabers. Ganz oben war zu lesen ,Mitarbeiter 1123-x0’, darunter der Status Directorate of Science and Technology, Director und darunter der Name und die Sicherheitsstufe 5.


„Bellamy“, sagte der Alte mit der Sicherheit dessen, der gewohnt ist, Befehle zu erteilen.


„Frank Bellamy.“


Der schweizerische Sicherheitsangestellte betrachtete den Ausweis mit offenem Mund.


„Sie sind von der …“


„Der CIA“, bestätigte Bellamy schneidend. „Herzlichen Glückwunsch, mein Junge, Sie können lesen. Sie sind ein echtes Genie.“


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