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> Krimi Thriller > Der Offizier der Kaiserin
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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Der Offizier der Kaiserin, Christine Neumeyer
Christine Neumeyer

Der Offizier der Kaiserin



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Als die Gesichter der Offiziere unter den Helmen erkennbar wurden, war Irmi anfangs enttäuscht von den recht derben Zügen, bis ihr Blick auf den Mann rechts außen fiel. Drei Sterne trug er am Kragen, die ihn ebenso wie der hohe, mit schwarzem Rosshaar besetzte Helm als den Anführer der Gruppe klassifizierten. Die Opulenz der militärischen Montur im lichtblauen Waffenrock, mit den gelben Knöpfen und den roten Stiefelhosen, brachte ihren Puls zum Rasen. Vor allem die Augen des Offiziers waren von einer besonderen Ausdruckskraft und die kräftig geschwungene Oberlippe, die seinem Mund eine Herzform verlieh, entzückten sie. Während die Pferde schnaubend zum Stillstand kamen, war es wie das Erwachen aus einem Traum. Dumpf vernahm sie die sanfte, vielleicht um eine Nuance zu leise und zu traurige Stimme des Offiziers.


 \\\\\\\"Gott zum Gruß. Rittmeister Andic meldet die Ankunft der Reiter des fünfzehnten Dragonerregiments Seiner Kaiserlichen Hoheit.\\\\\\\" Der militärische Gesichtsausdruck wich einem angedeuteten Lächeln. \\\\\\\"Ich hoffe, der temporäre Aufenthalt auf Schloss Hof bereitet dem Herrn Verwalter nicht allzu große Umstände. Es sind die besonderen Aufgaben, die uns veranlassen, für ein paar Tage aus der Kaserne hierher zu wechseln.\\\\\\\"


\\\\\\\"Ihr gehorsamer Diener, Herr Offizier! Es ist mir eine Ehre.\\\\\\\" Brahm löste sich aus der strammen Haltung und verbeugte sich tief. \\\\\\\"Die Räumlichkeiten im ersten Stock sind hergerichtet und ein bescheidenes Mahl, exakt nach Anordnung, kann jederzeit im Salon der Beletage serviert werden. Zusätzlich verfügen wir über klares Brunnenwasser, Milch, Wein und alles, was unser Meierhof im späten Sommer zu bieten hat. Die Offiziere mögen sich hemmungslos an den reifen rotbackigen Äpfeln, den letzten Heidelbeeren und den ersten grünen Trauben bedienen.\\\\\\\"


\\\\\\\"Der Herr Verwalter haben sich viel Mühe gegeben. Ich danke recht schön. Erst einmal würden wir uns gerne etwas frisch machen. Der Staub der Straßen klebt an unserer Haut wie an unseren Stiefeln.\\\\\\\"


 \\\\\\\"Bitte sehr, bitte gleich. Die Dienerschaft füllt unverzüglich die Tröge mit warmem Wasser für die Herrschaften. Die Waschgelegenheiten befinden sich neben der Küche. Wenn der Herr Rittmeister gestatten, führe ich die Gruppe persönlich dorthin.\\\\\\\"


Die fünf Männer saßen ab und der Stallmeister, ein kräftiger Bursche aus Pressburg, nahm die Pferde in Empfang.


Irmi war wie versteinert. Die Spalier stehende Belegschaft war den Berittenen des Kaisers wohl kaum eines Blickes würdig gewesen und dennoch konnte sie sich des Gefühls nicht erwehren, für einen kurzen Moment von dem edlen Rittmeister wahrgenommen worden zu sein. Würde sie sonst eine derart erregende Wärme in sich spüren? Nein, dieses prickelnde Gefühl, das ihr vom Scheitel bis in die Zehenspitzen fuhr, konnte nur durch die Offiziersaufmerksamkeit verursacht worden sein. Irmi glühte vor Stolz und nahm sich vor, Rosi noch am Abend von der aufregenden Begegnung mit dem schönen Rittmeister zu berichten.


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