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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Der Fluch des Inkagoldes, Peter Splitt
Peter Splitt

Der Fluch des Inkagoldes



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Unsere kleine Gruppe, bestehend aus Liliana, Luis und


mir sowie Freddy Berroa, der uns eigentlich erst hierher


geführt hatte, suchte die Umgebung nach einem


eventuellen Einstieg ab. Bisher jedoch vergebens.


„Kommt einmal hierher", rief ich nach einigem Suchen


meinen Begleitern zu, während ich noch in den Resten


der alten Pyramide herumstocherte.


Unter der losen Erdoberfläche war ich auf Steinplatten


gestoßen, die Treppenstufen glichen. Mit vereinten


Kräften halfen meine Freunde Schutt und Geröll beiseite


zu räumen und meine Vermutung sollte sich umgehend


bestätigen. Nach etwa zwei Stunden hatten wir mehrere


Treppenstufen freigelegt. Vor uns lag der Eingang zu


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einem weiteren unterirdischen Gang, der einst unterhalb


der Plattform der steinernen Pyramide angelegt worden


war. Je weiter wir die Stufen ausgruben, desto leichter


ging uns die Arbeit von der Hand. Und wirklich! Die


Mischung aus Erde, Schutt und Geröll war noch nicht


sehr fest und hatte erst kurze Zeit hier gelegen. Dieser


Eingang war nachträglich zugeschüttet worden. Unser


Verdacht bestätigte sich sofort als wir dann den


eigentlichen Eingang freilegten und auf eine Eisenplatte


mit plumper Konstruktion aus Metallstäben stießen. Ein


wuchtiges Vorhängeschloss hielt alles zusammen.


Wahrscheinlich hatte die Regierung den Eingang


verschlossen. Luis ergriff das Vorhängeschloss. Es war


schon offen. Nicht nur offen, sondern einfach


durchgesägt! „Wahrscheinlich Plünderer", vermutete


Liliana laut. „Lass uns hineingehen", schlug Freddy


Berroa vor.


Also wuchteten wir die Eisenplatte zur Seite und


fanden in dem Eingang ein Wirrwarr aus Steinen und


Erde vor. Ein schmutziger Spaten lag vor uns auf dem


Boden und an der Seite lehnte eine Spitzhacke an der


Felswand. „Hier sind in der Tat Plünderer am Werk


gewesen", meinte Luis der die hinterlassenen


Grabungswerkzeuge genauer untersuchte. „Sie sind


allerdings nicht weiter voran gekommen als wir auch


und haben nur ein paar Treppenstufen freigelegt."


„Wonach mochten sie nur gesucht haben?", richtete


Liliana ihre Frage ebenso an sich selbst wie an uns alle.


Ich ließ den Strahl meiner Taschenlampe in den einst


verschlossenen Gang gleiten. Hier und da wucherten ein


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paar blasse, graue, erschreckt aussehende Pflanzen, in


Ritzen und Spalten ganz im Inneren des Tunnels ohne


Licht.


„In jedem Fall haben sie aufgegeben, ohne ihr Ziel zu


erreichen." Liliana deutete auf die Werkzeuge: „Ob sie


wohl gestört worden sind?" „Das klingt irgendwie


logisch", meinte Freddy Berroa.


Allerdings nicht für Luis. Bei der Untersuchung der


Spaten hatte er festgestellt, dass die Erdklumpen keine


Pilze oder schimmeligen Befall aufwiesen. Daher war es


sehr unwahrscheinlich, dass der Spaten bereits längere


Zeit ungenutzt in dem dunklen Eingang herumlag.


Selbst die Erd- und Geröllhaufen sahen frisch aus. Daher


mussten die Arbeiten hier vor kurzer Zeit begonnen und


nicht aufgehört haben. Alles deutete darauf hin, dass die


Ausgrabungen noch voll im Gange waren.


Es war also jemandem gelungen, die gleichen


Schlussfolgerungen zu ziehen, wie wir selbst. Vielleicht


haben sie nachts gearbeitet wenn niemand in der Nähe


war. Insgesamt war die Anlage Kuntur Wasi nicht


besonders gesichert. „Aber wo sind dann ihre Lampen,


fragte Liliana. „Wenn sie schon ihre Werkzeuge


zurückgelassen haben warum dann nicht auch ihre


Lampen?"


„Natürlich weil sie diese gebraucht haben, um dorthin


zurückzukehren wohin sie in aller Eile verschwunden


sind." Freddy Berroa meinte: „Wenn das alles ist, was sie


an Werkzeugen hatten, dann dürften sie etwa zehn bis


zwölf Stunden hier gegraben haben."


„Das bedeutete bei zwei Personen höchstens zwei


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Nächte Arbeit", kalkulierte Luis. „Sicherlich war die


Aussicht auf einen Schatz von mehreren Millionen


Dollar durchaus ein paar Nächte verlorenen Schlafes


wert." Was also mochte die Plünderer so erschreckt


haben, dass sie alles stehen und liegen ließen und sogar


den Eingang wieder zuschütteten?


Luis und ich drangen unter dem Lichtstrahl unserer


Taschenlampen etwa drei Meter in den dunklen Gang


hinein. Auf der rechten Seite bemerkten wir eine Nische,


die Luis näher ausleuchtete. Wir erschraken aufs


heftigste! Vor uns saß ein zerfallenes Skelett.


Im Schein der Taschenlampe konnte ich die graue Farbe


der Knochen erkennen. Dieses Skelett lag schon mehrere


hundert Jahre hier. Von der Decke des Ganges hingen


schwammige, graue Pflanzen herab. Dort, wo man es


überhaupt sehen konnte wucherte grünes Moos aus dem


Steinfelsen sowie Stämme und Wurzeln von


Kletterpflanzensprossen aus der dicken Erdschicht. Das


Skelett war eindeutig länger hier als diese Pflanzen.


Einige der knorrigen Wurzeln rankten durch die


Knochen. Wurmartige Ranken krochen aus den Nasen


und Augenhöhlen. Viele Knochen waren mit der Zeit


zersplittert und hatten das Skelett als groteske


Verzerrung verunstaltet. Ein scheußlicher Anblick, der


die Plünderer in die Flucht geschlagen hatte. Das Skelett


war nicht bestattet worden. Es schien eine Art von


Mahnwache zu halten.


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