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Der Fall Karin Riemenscheider


Überarbeitete Zweitauflage

von Helga Schittek

krimi_thriller
ISBN13-Nummer:
9783848202768
Ausstattung:
192 Seiten, Paperback
Preis:
12,90 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Books on Damand
Kontakt zum Autor oder Verlag:
helgaschittek@gmx.de
Leseprobe

Kurz darauf vernahm er Motorengeräusche eines langsam fahrenden Dieselfahrzeugs. Der Wagen hielt und jemand stieg aus. Er hielt einen Augenblick inne und starrte zur Tür. Sie werden kommen und mir sagen, dass sie Karin gefunden haben und dass sie tot ist, dachte er. Aber niemand erschien und begehrte Einlass. Er öffnete die Wohnzimmertür. Das Telefon klingelte.

„Riemenschneider.“

Am anderen Ende der Leitung blieb es stumm.

„Hören Sie!“, zischte er, nachdem er sich ein zweites Mal gemeldet hatte. „Für derlei Kinderkram habe ich kein Verständnis. Entweder Sie melden sich, oder ich lege auf. Basta!“

„Ich an Ihrer Stelle ... äh ... wäre nicht gar so unfreundlich, denn ich, ... Vielmehr ich habe ...“

Er drohte, vor Wut zu zerbersten. Nur die Ruhe bewahren, dachte er. „Also, wer sind Sie, und was wollen Sie?“

„Mann, Riemenschneider“, quäkte der Mann in einer Sprechweise, als habe er eine Flasche Hochprozentigen auf Ex getrunken, in den Hörer. „Warum sind Sie so ungehalten. Ich dachte, Sie hätten sich vielleicht geändert.“

„Falls ich mich an Sie erinnern soll, müssen Sie mir schon auf die Sprünge helfen.“

„Ist nicht weiter tragisch. Dafür haben Sie einen festen Platz in meinem Gedächtnis. Deutlicher brauche ich wohl nicht zu werden.“

Für eine Weile herrschte Schweigen. Er vernahm ein paar undefinierbare Geräusche im Hintergrund. Ein Schimpfwort mit fünf Buchstaben spukte in seinem Kopf.

„Deshalb rufen Sie doch nicht an!“

„Bingo!“, krähte die Stimme. „Falls Sie Ihre Frau vermissen: Sie ist hier. Und es geht ihr gut.“

Er zögerte einen Augenblick: „Das soll sie mir selber sagen.“

„Bis morgen um die gleiche Zeit!“

Es knackte in der Leitung.

Eiskalter Schweiß lief ihm den Rücken hinunter. Er drehte sich um. Erst jetzt bemerkte er, dass sein Freund Klaus hinter ihm stand.

„Wie lange stehst du ...?“

„Ein paar Sekunden. Was ist …?“

Er schluckte. Seine Mimik versagte ihm den Gehorsam.

 

 

Rezension

Buch-Rezension: Der Fall Karin Riemenschneider von Helga Schittek Verfasst von PeterSinger am So, 2010-01-24 12:58. » Anmelden oder registrieren um Kommentare einzutragen | Spam melden - 1574 Zeichen

Berlin, den 24. Januar 2010
Die Autorin Helga Schittek schafft es, ohne viel Blutvergießen große Spannung aufzubauen.
Schon das erste Kapitel hat mich völlig in seinen Bann gezogen und diese Spannung hält bis zum Ende des Buches an. Es ist auch gar nicht so einfach, heraus zu finden, wer denn jetzt der oder die Täter sind.

Die Krimi-Geschichte spielt in einem kleinen Ort „Kell am See“ im Kreis Trier-Saarburg in den 80-er Jahren. Auch wenn es ein Regio-Krimi ist, ich hatte als Nicht-Ortskundiger nie das Gefühl, dass der regionale Bezug mich beim Lesen stört.
Leseprobe:
Kell am See im Januar 81.
Im Haus von Kriminalhauptkommissar a. D. Heiner Riemenschneider begießt man die Ankunft des gemeinsamen Schulfreundes und ehemaligen Berliner Chefkochs Klaus Sommer, der nach dem Unfalltod seines Bruders, die elterlichen Pension übernehmen will. Und eine zweite Person kehrt zurück, und Riemenschneider wird mit einem Fall konfrontiert, der keinem der vorhergegangenen gleicht.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Es wirkt immer noch nach, und ich weiß, dass meine Worte es nicht ausreichend zu würdigen wissen. Nun werde ich mir auch ihren zweiten Krimi bestellen und hoffe, er wird auch so interessant und spannend zu lesen sein.

Pressekontakt:
Peter Singer (Journalist)
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Firmeninfo:
Peter Singer wurde in Afrika geboren und zog 1980 wieder zurück nach Berlin. Er ist in der Autoindustrie zu Hause und als Hobby schreibt er für viele Zeitungen

Klappentext

Kell am See im Januar 81: Immer wieder betrachtet Kriminalhauptkommissar a. D. Heiner Riemenschneider die Ermordete, die man mit gebrochenem Genick aus dem Kofferraum eines schrottreifen Wagens geborgen hat. Es ist Karin, seine Frau Karin!

 

Zehn Jahre sind vergangen seit dem Tag ihrer Entführung. Zehn Jahre ohne Lebenszeichen, in denen alle glaubten, sie sei tot!  Doch in dem Personalausweis der Toten steht der Name ihrer verstorbenen Zwillingsschwester.

 

Zusammen mit den befreundeten Kollegen sucht Riemenschneider den Mörder. Noch nie zuvor hat ihn ein Fall so berührt, seine Gefühle nach oben gespült und sein Leben derart aus den Fugen gebracht.