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> Krimi Thriller > Das Fremde in Dir.
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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Das Fremde in Dir., Christine Neumeyer
Christine Neumeyer

Das Fremde in Dir.


Psychothriller

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″Möchtest du gleich eine davon kosten?″ Er hob den Deckel, nahm eine Praline, schälte sie aus dem Papier und drückte sie mir zwischen die Lippen. ″Du bist doch nicht mehr böse auf mich, oder?″ Peter küsste mich flüchtig auf die Stirn und huschte an mir vorbei in Richtung Schlafzimmer. Die Schachtel landete in meinen Händen.


Ich schlurfte hinter ihm her. ″Nein, bin ich nicht.″ Ich schob mir einen zweiten Nougatwürfel in den Mund.


″Wieso stehen hier so viele Taschen herum? Was soll diese Unordnung?″ Peter drehte sich mit finsterer Miene zu mir. ″Eine Erklärung bitte!″


Ich stieg von einem Bein auf das andere. ″Ich fahre zu meiner Mutter. Für immer.″ Die geschlossene Pralinenschachtel glitt aus meinen Händen, plumpste zu Boden. Ich bückte mich, hob sie auf.


″Zu deiner Mutter?″ Seine Stimme kippte. ″Was soll das bedeuten, Judith?″


″Dass ich zu meiner Mutter ziehe. Ganz einfach.″ Sag ihm jetzt, warum du ihn verlässt, dachte ich und brachte doch nur ein leises ″Tut mir leid″, heraus. Wo war nur mein Mut geblieben? Meine guten Vorsätze und mein Selbstvertrauen? Ich war ein elender Feigling.


Peter schürzte die Lippen. ″Ich lege mich jetzt auf unser schönes, großes Bett und warte, bis du dich umgezogen hast.″ Mit strenger Miene blickte er mich an. ″Ich will heute ein Schulmädchen, verstanden?″


″Es ist vorbei, Peter″, wiederholte ich müde. ″Endgültig. Es ist mein Ernst.″


Seine geöffneten Handflächen fuhren auf mich zu, landeten auf meinen Schultern. ″Das kommt nicht in Frage. Du bleibst bei mir. Du gehörst mir.″


″Nein. Ich gehöre nur mir.″ Ich wich zurück, bis ich die Kühle der Wand an meinem Rücken fühlte. Ein seltsames Grinsen verzehrte sein Gesicht. Es machte mir Angst.


″Tu endlich, was ich dir sage″, zischte er zwischen geschlossenen Lippen hervor, ″zieh dir das Kostüm an, das Schulmädchen mit den Strapsen. Dann wird alles wieder gut. Du wirst sehen.″ Meine Schultern sackten unter der Last seiner schweren Hände abwärts. Ich war wie gelähmt. ″Bitte Peter, zwing mich nicht, bitte.″