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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Crystal Death, Dania Dicken
Dania Dicken

Crystal Death



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Andrea wagte kaum zu atmen. Ihr Körper war so angespannt, daß ihre Muskeln zitterten. Nur im Augenwinkel konnte sie ihn sehen - Angus MacLachlan, dessen gehetzter Blick ihren Blutdruck weiter in die Höhe trieb. Er saß da wie ein Kaninchen vor der Schlange und lauschte auf die Umgebungsgeräusche. Obwohl ihr das Blut in den Ohren rauschte, nahm Andrea ebenfalls gedämpft das Sirenengeheul wahr. Sie wußte nur nicht, ob sie sich darüber freuen sollte.


Das Gewicht der kugelsicheren Weste lastete immer mehr auf ihren Schultern. Der blanke Hohn, wenn man bedachte, daß Angus gleich neben ihr kniete und den Lauf der Waffe tiefer in ihren Hals bohrte. Er hielt sie unter Andreas Kinn gedrückt, den Finger am Abzug. Daran hatte sich nichts geändert.


Unter der Weste klebte ihr das T-Shirt am Leib. Sie war schweißgebadet, glühte förmlich vor Hitze. Hätte sie nicht schon vor Jahren gelernt, mit Panikattacken umzugehen, säße sie nicht mehr so wohlbehalten dort. Doch so konzentrierte sie sich aufs Atmen und darauf, an Gregory zu denken. Ihren Retter.


Nur war er jetzt nicht hier.


„Angus MacLachlan!“ schallte es durch ein Megaphon bis zu ihnen hinein. „Hier spricht Detective Inspector Donnell. Ich will mit Ihnen verhandeln!“


„Verhandeln“, schnaubte Angus. Mit der Waffe drückte er Andreas Kopf weiter nach oben. Ihr Herz raste, als sie in seine Richtung schielte, ihr Atem ging stoßweise.


„Wenn eins dieser Würstchen einen Fuß hier reinsetzt, blase ich dir den Kopf weg.“ Er sagte das ganz ruhig, so als würde er eine Pizza bestellen. Sie erwiderte nichts, schloß nur die Augen und betete, daß sie keinen Fehler machten.


„Die Polizei steckt doch mit denen unter einer Decke, genau wie du.“ Seine Stimme klang rauh.


„Nein“, sagte Andrea. Ihre Stimme zitterte stärker, als sie es sich erhofft hatte.


„Aber natürlich. Ihr seid doch überall. Ihr wollt mich nur töten!“


„Nein, Angus.“ Sie atmete tief durch und konzentrierte sich auf die Luft, die in ihre Lunge strömte. „Ich habe doch versucht, es dir zu erklären. Es hört wieder auf. Niemand will dich töten! Ich am allerwenigsten.“


„Ach nein?“ Er hockte sich vor sie, so daß sie ihn direkt ansehen konnte. Ihre Blicke trafen sich. „Wär ja schade drum.“


„Angus, hör mir zu“, flehte sie. „Bitte nimm die Waffe weg. Gib sie mir. Wir gehen gemeinsam raus und ...“


„Vergiß es! Du willst mich nur in eine Falle locken!“ fiel er ihr harsch ins Wort.


„Nein, ehrlich nicht! Ich bin auf deiner Seite. Ich verurteile doch auch, was sie mit dir gemacht haben!“ Drück ab, wenn du mir nicht glaubst, dachte sie. Beinahe hätte sie es gesagt, aber sie wußte, er hätte es tatsächlich getan. Besser brachte sie ihn nicht auf dumme Ideen.


„Bullshit!“ brüllte er ihr ins Gesicht.


„Ich bin Psychologin, Angus. Laß mich dir helfen!“


 


„Mir kann niemand helfen“, sagte er und löste den Druck der Waffe gegen ihren Hals. Daß das kein gutes Zeichen war, begriff Andrea erst, als es ohrenbetäubend laut knallte. 


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