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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Blutsbande, Marijana Pilawa
Marijana Pilawa

Blutsbande



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    Während Marie diese kalten, toten Augen betrachtet, überkommt sie ein eigenartiges Gefühl, welches sie sich nicht erklären kann. Denn diese Augen strahlen auch im Tod noch eine derartige Boshaftigkeit aus, die Marie erschrocken zurückweichen lässt.


    Als sie aufblickt, schaut sie in die fragenden Augen von Lieutenant Maurice Martin. Sie nickt ihm wortlos zu.


    Sein Blick verdüstert sich.


    Marie begreift sofort, was in dem jungen Kriminalbeamten vor sich geht. Er hat zum ersten Mal in seinem Berufsleben einen anderen Menschen getötet. Sie spürt deutlich, wie ihn das zutiefst berührt, was ihn Marie sehr sympathisch macht.


    Marie wendet sich nun Paulette Deveraux zu, die sich immer noch ihren verletzten Arm hält. Sie führt die Kriminalbeamtin ins Badezimmer, wo sie ihr hilft, die blutige Bluse auszuziehen, um die Wunde zu untersuchen und medizinisch zu versorgen. Die Pistolenkugel hat den Oberarm der Polizistin nicht allzu tief gestreift. Marie säubert und desinfiziert die Wunde und legt ihr einen Kompressionsverband an. Schließlich holt sie für Paulette noch einen Pulli aus ihrem Kleiderschrank, den sie der Polizistin überstreifen hilft, dann kehrt sie als erste der Beiden wieder an den Tatort zurück.


 


In der Zwischenzeit ist auch Commandant Franck Lefebre mit den Technikern der Spurensicherung eingetroffen und offensichtlich kniet neben dem Leichnam bereits der Rechtsmediziner. Marie beobachtet etwas abseitsstehend, wie er die Schusswunde vorsichtig freilegt. Dazu schneidet er mit einer Schere die enganliegende Kleidung des Täters auf. Er geht dabei sehr umsichtig vor, da er am Tatort die Haut der toten Person nicht unnötig verletzen will. Mit einem Mal hält er jedoch in seinem Tun verblüfft inne.


    „Jetzt hat er es herausgefunden“, denkt Marie.


   Der Arzt beginnt nun fast ungeduldig die schwarze Wollmaske vom Kopf der Leiche zu entfernen. Zur Überraschung aller Anwesenden kommt dabei langes hellbraunes, leichtgelocktes Haar zum Vorschein, das sich, wie ein Nimbus um den Kopf des Leichnams zu ihren Füßen ausbreitet.


    Bei diesem Anblick wird es schlagartig still im Raum.


Commandant Lefebre und seine Mitarbeiter blicken zunächst fassungslos auf die Leiche und anschließend sichtlich verwirrt zu Marie hinüber.


    Selbst die Techniker der Spurensicherung und der Rechtsmediziner halten in ihren Tätigkeiten inne und starren Marie, die bislang immer noch abseitsstehend das Geschehen beobachtet hat, entgeistert an.


    Marie tritt nun langsam durch das Spalier der anwesenden Personen, die, als sie näherkommt, vor ihr zurückweichen, an den leblosen Körper heran. Sie wirft einen Blick auf das Gesicht der Leiche und prallt entsetzt zurück.


    Ihr ist in diesem Augenblick, als liege sie selbst auf dem Boden, denn die tote Frau zu ihren Füßen sieht ihr zum Verwechseln ähnlich.


    „Kennen Sie diese Frau, Madame Gaston?“ findet Commandant Lefebre als erster die Sprache wieder.


    Marie schüttelt mit dem Kopf.


    „Nein!“ sagt sie fassungslos mit leiser, tonloser Stimme. „Ich habe keine Ahnung, wer das ist!“


 


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