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> Krimi Thriller > Auf den Schwingen des Blutes
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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Auf den Schwingen des Blutes, Dania Dicken
Dania Dicken

Auf den Schwingen des Blutes


Libby Whitman 9

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Prolog


 


Die Sterne standen günstig. Das sah er, als er nach oben gen Himmel blickte. Es war eine sternenklare Nacht – eine Nacht, in der er mit göttlichem Beistand rechnen konnte. Den brauchte er für sein Vorhaben. 


Auch wenn sie weit genug draußen waren, um zu dieser späten Stunde unbemerkt zu bleiben, wollte er kein Risiko eingehen und hockte sich vor sie, um sie zu knebeln. Sie würde schreien – heftig schreien. Das wusste er und es war zu riskant. Er würde ihr den Knebel wieder abnehmen, wenn sie nicht mehr die Kraft hatte, um wirklich laut zu sein. Diese Erfahrung hatte er ja inzwischen gesammelt und wusste, dass es so kommen würde. 


Sie wehrte sich und zappelte, bevor sie ihn unter Tränen ansah. Das konnte er im dämmrigen Licht der Fackeln immer noch erkennen. 


„Nicht doch“, sagte er. Sie zitterte, aber er wusste nicht, ob das aufgrund von Kälte oder Angst war. Möglich war beides. 


Schließlich erhob er sich wieder und versuchte, ihr leises Wimmern zu ignorieren. Es tat ihm leid, aber es gab keine andere Möglichkeit. Er hatte schon so viel versucht. 


Er hatte alles bereitgelegt, was er brauchte. Für einen Moment schloss er die Augen, bevor er zu seinem Jagdmesser griff. Es hatte sich für diesen Zweck bereits bewährt. 


Die Frau schluchzte erstickt, als er hinter sie trat. Sie kniete am Boden, die ausgestreckten Arme links und rechts an einen der Pfähle gefesselt. So war es gut. Das war richtig. Es würde klappen. 


Sie sah es nicht kommen, als er das Messer auf Höhe ihres Nackens ansetzte und fest zustach. Der folgende Schmerzensschrei fuhr ihm durch Mark und Bein, aber er musste weitermachen. Es ging nicht anders. Er schloss kurz die Augen und verließ sich ganz auf sein Gefühl, als er den tiefen Schnitt bis unterhalb der Rippen führte. Im fahlen Schein der Fackeln fing er das Blut mit einer Schale auf. Sie wollte noch immer schreien und zappelte heftig, konnte sich aber nicht wehren. 


Die Götter waren ihm gewogen, das spürte er. Diesmal würde er nicht scheitern. 


Er fing das Blut auf, bis er der Ansicht war, eine ausreichende Menge gesammelt zu haben. Anschließend setzte er die Schale an die Lippen, um davon zu kosten. 


Er hätte gar nicht beschreiben können, wie es sich anfühlte, ihre Energie in sich aufzunehmen. Eine immense Wärme breitete sich von seiner Körpermitte ausgehend bis in seine Fingerspitzen aus. Jetzt fühlte er sich nicht mehr unvollständig, sondern makellos – und er war dankbar. 


Aber er war noch nicht fertig. Auf das gepeinigte Schluchzen achtete er nicht, während er Schale und Messer weglegte und stattdessen zur Axt griff. 


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