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Kinderbücher
Buch Leseprobe Zeppi-Rotnase, Pia Marie Witt
Pia Marie Witt

Zeppi-Rotnase


Die Luftschiffreise nach Athen

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Auszug Kapitel 11 ... Schweigend fliegen sie weiter, nur Zeppis Motor brummt leise. Immer wieder beobachten sie, wie die Menschen stehen bleiben, nach oben schauen und ihnen zujubeln und winken. Am späten Nachmittag haben sie das Meer erreicht. Zeppi landet direkt auf einem sandigen, menschenleeren Strand. Knetsch, der froh ist, endlich ins Freie zu kommen, springt aus der Gondel hinaus und wälzt sich ausgelassen im weichen Sand. Dann schaut er mit großen Augen auf das Meer. „Habt ihr schon mal so viel Wasser auf einmal gesehen?", ruft er staunend. „Das kommt meinem Durst gerade recht." Und ehe ihn die anderen zurückhalten können, steht er mit seinen Pfoten im Wasser und beginnt zu schlabbern. Doch schon nach dem ersten Schluck spuckt er das salzige Wasser wieder aus. Mit entsetztem Gesicht dreht er sich zu den anderen, die sich schier totlachen wollen. Nur Zeppi lacht nicht. „Warum lacht ihr?", fragt es die anderen. „Was ist denn mit dem Wasser?" Schlaulau, der sich vor Lachen in den Sand geworfen hat, strampelt vergnügt mit seinen langen Beinen. „Das Wasser, das er getrunken hat, ist salzig. Es schmeckt einfach ekelhaft!" „Salziges Wasser?", fragt Zeppi ungläubig. „Wer hat denn das Salz da rein geschüttet?", erkundigt sich Knetsch fassungslos. „Das finde ich gemein!" „Das hat niemand reingeschüttet", erklärt Schlaulau immer noch lachend. „Es wurde viele Millionen Jahre vom Wasser aus den Steinen herausgespült und hat sich dann im Meer gesammelt." „Manchmal frage ich mich, ob ich auf einer Abenteuerreise bin oder auf einer Bildungsreise", bemerkt Navigator trocken und die ganze Gruppe ist außer sich vor Lachen. Am Abend sitzen sie gemeinsam am Strand und beobachten, wie die Sonne langsam im Meer verschwindet.
„Das ist wirklich eine Menge Wasser", sagt Zeppi bewundernd. „Hoffentlich kommen wir da morgen heil rüber. Ich bin schon etwas aufgeregt." „Wenn alles klappt, haben wir morgen Abend das Festland erreicht", erklärt Navigator. „Wenn nicht, hoffe ich, ihr könnt alle gut schwimmen."

Nachdem Herr von Gabel, Quax und Streiter ihren zerstörten Hubschrauber zum Schrottplatz gebracht haben, haben sie sich von der Feuerwehr zum nächsten Autohändler bringen lassen. Mit einem gemieteten Wagen sind sie samt ihrer Ausrüstung dem Luftschiff wieder auf den Fersen.

Es ist für sie nicht weiter schwierig, den Weg des Luftschiffes zu verfolgen, denn alle Menschen, die es gesehen haben, zeigen auf Nachfrage in dieselbe Richtung. „Chef, unser Luftschiff hat den Kurs in Richtung Südosten geändert", informiert Quax Herrn von Gabel. „Sie erreichen sicherlich bald die Küste. Dort ist ihre Reise zu Ende. Über das Meer werden sie sich nicht wagen, das ist zu riskant", erwidert Herr von Gabel. „Dann bekomme ich endlich mein Pferd zurück. Das kann was erleben!", sagt Streiter grimmig und fuchtelt wild mit seiner Peitsche herum.

Am Abend des darauf folgenden Tages erreichen die drei den Hafen einer kleinen Küstenstadt. Sie setzen sich auf die Terrasse eines Hafenrestaurants und schauen auf das Meer hinaus. „Morgen werden wir die Küste nach ihnen absuchen", teilt Herr von Gabel den anderen mit. „Seid still", unterbricht ihn Streiter. „Sie bringen etwas über das Luftschiff im Radio." „Wieso verstehen Sie italienisch?", fragt Herr von Gabel verwundert. „Erstens: Ein Olympiareiter versteht alles und zweitens war ich mal Ersatzmann in einem Italienischkurs. Und jetzt seien Sie endlich still!", antwortet Streiter und lauscht angestrengt der Stimme im Radio. „Sie interviewen gerade ein paar Kinder...das ist ja interessant..." „Was ist denn nun?", erkundigt sich Herr von Gabel aufgeregt. „Ruhe!" Nachdem das Interview im Radio beendet ist und die Musik wieder einsetzt, wendet sich Streiter mit fassungslosem Blick den beiden anderen zu. „Ihr werdet es nicht glauben, was die Kinder im Radio erzählt haben. Sie behaupten, das Luftschiff wolle über das Meer bis nach Griechenland fliegen." „Die müssen wahnsinnig sein!", ruft Herr von Gabel ungläubig aus. „Was wollen sie denn in Griechenland?" „Das ist doch ganz klar, Chef. Sie wollen dort Gyros klauen." „Gyros?", fragen Herr von Gabel und Streiter wie aus einem Munde. „Ja, ist doch logisch. In Deutschland haben sie Würstchen geklaut, in Italien Pizza und jetzt wollen sie in Griechenland Gyros klauen", erklärt er den beiden eifrig. „Quax", sagt Streiter genervt. „Ich glaube, Sie haben zuviel Sonne abgekriegt." „Ja, aber bestimmt schon als kleines Kind", fügt Herr von Gabel bissig hinzu. „Sie wollen nach Athen zur Olympiade", erzählt Streiter weiter. „Unglaublich! Mein Pferd will zur Olympiade - ohne mich!" „Dann hat es ja endlich einmal eine Chance, kein Streichergebnis zu werden", erwidert Herr von Gabel boshaft grinsend. Quax brüllt vor Lachen und schlägt sich schadenfroh auf die Oberschenkel.

„Quax, wenn Sie sich ausgelacht haben, machen Sie sich auf den Weg und besorgen uns ein schnelles Motorboot!", befiehlt Herr von Gabel jetzt streng. „Sehen Sie zu, dass sie es bis morgen früh startklar haben! Dann schnappen wir sie uns auf dem Meer!"

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