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> Kinderbücher > Versteckspiel mit T-Rex
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Versteckspiel mit T-Rex, Friederike Elbel
Friederike Elbel

Versteckspiel mit T-Rex



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Robert lag ausgestreckt auf seinem Bett. Die Arme hinter seinem Kopf verschränkt, starrte er nachdenklich die Decke an. Seine Augen folgten den träge kreisenden Bewegungen des Ventilators, der die heiße, stickige Luft, anstatt sie zu kühlen, gleichmäßig im Zimmer verteilte. Die Hitze war ungewöhnlich für den Staat Washington und sie hatte bereits viele Waldbrände und große Schäden verursacht. Der nächste Tag sollte laut Wetterbericht endlich Regen bringen. Die Hitze machte Robert träge und seine Augenlider waren schwer wie Blei. Er kämpfte gegen die Müdigkeit an, denn eigentlich musste er ein Problem unvorstellbaren Ausmaßes lösen. Es war ein Problem, an dem sogar Menschenleben hingen und vor dem bestimmt noch niemals ein 12-jähriger Junge gestanden hatte. Doch seine Müdigkeit war stärker. Nicht nur die Hitze machte ihn kraftlos, sondern auch das nächtliche Gassigehen und das ständige Stöckchenwerfen. Der Glücksdrache seiner kleinen Geschwister war verrückt danach. Natürlich bestand das eigentliche Ziel darin, den Glücksdrachen so zu ermüden, dass er tagsüber schlief, da er womöglich allein durch sein Erscheinen ahnungslose und hilflose Menschen in Angst und Schrecken versetzen würde. Robert schlief über sein Problem ein und wie nicht anders zu erwarten war, folgte es ihm in seine Träume nach. Er träumte davon, dass er ausgestreckt auf dem Boden eines urzeitlichen Dschungels lag und wie gelähmt auf der Erde verharren musste. Er hörte ein unheimliches Schniefen, das immer näher kam, und bei jedem Schritt des Ungeheuers bebte die Erde. Er wollte fliehen, doch sein Körper schien wie festgenagelt am Boden zu haften. Schon traf ihn der heiße Atem des Urzeitmonsters im Gesicht. Aber er wurde freundlicherweise nicht gleich gefressen, da sich das Ungeheuer zuerst auf seiner Brust niederließ und ihm mit einer grauenhaften Langsamkeit den Brustkorb eindrückte. An ein Entkommen war nicht mehr zu denken. Er schnappte nach Luft und schüttelte in hilfloser Abwehr seinen Kopf hin und her, obwohl er sich in seinem Traum bewusst war, dass er dadurch das Interesse des Urzeitmonsters auf sich lenken würde. Und er schüttelte seinen Kopf in Abwehr derart heftig, dass er dadurch aus seinem Albtraum langsam aufwachte. Schweißgebadet lag er in seinem Bett und fühlte sich irgendwie stranguliert, als ob ihm etwas die Luftzufuhr abschnüren würde. Vorsichtig öffnete er seine Augen. Genau vor ihm saß das Grauen auf seiner Brust und grinste ihn an. So quälend sein Traum auch gewesen sein mochte, die Wirklichkeit sah weitaus bedrohlicher aus. Zwar steckten die Gefahr und das unfassbare Grauen noch in den Windeln, und auch die Zähne konnte Robert, wenn er mit dem Finger über die zukünftigen messerscharfen Zahnreihen strich, noch nicht fühlen, doch es war alles nur eine Frage der Zeit. „Genau genommen ist es nicht mein Problem“, überlegte er. Schließlich handelte es sich um den Glücksdrachen seiner kleinen Geschwister.


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