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> Kinderbücher > ROB74 ... und die Macht der Freunds
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Kinderbücher
Buch Leseprobe ROB74 ... und die Macht der Freunds, Monika Baitsch
Monika Baitsch

ROB74 ... und die Macht der Freunds



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♫  Der Titelsong von ROB74 

Ich bin euer Freund und nicht von hier,
ich bin aus Blech und heiß ROB74.
Jetzt hört mal her und schenkt mir euer Ohr,
meine besten Freunde, die stell ich euch jetzt vor.

Refrain:
Hey hey ROB, deine Freunde sind hier!
Ich, du, er, sie, es – oder einfach nur wir!


Piepf sagt immer nur JA und NEIN,
es nervt manchmal schon, doch das soll wohl so sein.
Verlässt dich der Mut, ist er für dich da,
so ist das normal unter Freunden – na klar!


Refrain


Rosi-Dosi fliegt gern hin und her,
denn Raumschiffe lieben das so sehr.
Aber auf Rosi-Dosi ist immer Verlass,
da werden selbst die Aliens blass!


Refrain


Stella, mein Stern, flieg ganz schnell zu mir,
und jeder Rob wär‘ glücklich mit ‘ner Freundin wie dir!
Sie leuchtet am Himmel und sie weiß, wo’s langgeht.
Kinder passt gut auf, sie zeigt auch euch den Weg!


Refrain


Hey Kinder, ihr da,  jetzt beginnt die Geschichte
und ihr könnt mir voll vertrau‘n was ich euch berichte.
Ich bin euer Freund, aber nicht von hier
und ich red‘ auch kein Blech, ich bin ROB74!


 


Rob, ein kleiner, gelber Roboter vom Planeten Orb, war traurig und wütend zugleich. Immer musste er diese blöden Anweisungen befolgen, auch wenn sie noch so sinnlos waren. Welchen Sinn machte es, alle fünfeinhalb Tage die komplette Raumschiffflotte von Orbs & Co. zu polieren? Der Sternenstaub würde sie innerhalb eines Tages wieder völlig einstauben und kein Weltraumbewohner würde einen Unterschied bemerken. Dieser seltsame Waschstraßen-Chef, bei dem Rob arbeitete, ließ aber kein Argument gelten! Er hatte einfach immer das letzte Wort!   
Heute war Rob wieder an einen Tiefpunkt. Er hatte gerade Feierabend gemacht, und setzte sich an den Planetenrand. Missmutig ließ er seine kurzen Beine über den Rand hängen und ein tiefer Seufzer entglitt ihm. „Ich will das nicht! Und schon gar nicht für die ganze galaktische Ewigkeit!“, brach es aus ihm heraus.
„Was willst du nicht?“, hörte er in diesem Augenblick eine völlig fremde Stimme sagen. Er schaute sich irritiert um und erkannte den hellen Schein einer kleinen Sternschnuppe.           
„Stella, mein Name ist Stella“, stellte sich die kleine Sternschnuppe ihm vor. „Ich bin auf meiner Jahrtausende dauernden Reise durch die endlosen Weiten des Weltraumes und habe deinen tiefen Seufzer gehört. Ist denn so etwas Schreckliches passiert?“ Stella setzte sich einfach neben Rob an den Planetenrand und baumelte fröhlich mit ihren Beinen.


„Du hast gut reden“, erwiderte Rob, „du kannst Jahrtausende durch den Weltraum fliegen und triffst immer wieder interessante Bewohner fremder Planeten. Ich sitze hier fest und muss immer diese überflüssigen und langweiligen Arbeiten machen, tagaus und tagein.“   
„Gibt es denn langweilige und überflüssige Arbeiten auf eurem Planeten?“      
„Du kannst vielleicht komische Fragen stellen! Natürlich! Ich muss alle fünfeinhalb Tage die ganze Raumschiffflotte von Orbs & Co. polieren und dazwischen an der Waschstraße arbeiten. Ist das vielleicht nicht überflüssig? Immer und immer wieder den ganzen Sternenstaub von den Raumschiffen entfernen und einen Tag später sehen sie wieder aus, wie vorher, so als hätte ich nichts getan! Meine Mutter ist noch viel schlimmer dran. Sie arbeitet im Planeto Inn, dem größten Hotel hier auf Orb, und sie muss den ganzen Tag Fenster und Badezimmer putzen und für andere die Betten machen. Kannst du dir das vorstellen?“, regte Rob sich weiter auf. „Wer macht denn solche sinnlose Arbeiten? Am Abend gehen alle wieder ins Bett und am Morgen wieder ins Bad – alles ist wieder, als hätte es niemand sauber gemacht.“            
Stella schaute ihn eine Weile wortlos an. „Alles hat einen Sinn, auch wenn wir ihn nicht auf den ersten Blick erkennen können.“  
In diesem Augenblick kam Frau Servendose mit ihrem Einkaufswagen vorbei. Wie immer hatte sie nur ihre Handtasche darin, denn eigentlich wollte sie gar nicht zum Einkaufen. Nein, sie spionierte! Frau Servendose war eine alte, rundliche und zerbeulte Roboternachbarin von Rob und der Einkaufswagen sollte nur ein Alibi sein, wenn sie wieder die Gespräche von anderen belauschte, um anschließend alles im Heißwickelsalon brühwarm weiter-zuerzählen. Sie kam näher und Rob gab Stella ein Zeichen still zu sein.   
„Guten Tag, Frau Servendose. War ein ziemlicher Funkenregen heute Nacht“, begrüßte Rob sie mit einem quietschenden Lächeln, denn ihre Scheinheiligkeit ging ihm tüchtig auf die Sicherungen.
„Tach’schen Junge, hast du keine Arbeit mehr oder warum lungerst du so früh am Tag hier am Planetenrand herum?“      
Der Charme von Frau Servendose war unübertrefflich. Man musste sie einfach … meiden. Sicher war auch aus diesem Grund ihr Mann mit der feschen Blechgießkanne durchgebrannt!      
„Ich habe heute schon siebenundzwanzig Raumschiffe poliert und bereits Feierabend, Frau Servendose“, antwortete Rob mit gequältem Lächeln. Seine Mundwinkel wollten einfach nicht nach oben gehen. 


„Jaja, die Jugend von heute! Nichts vertragen sie mehr und dann wollen sie auch noch …“, den Rest verstand Rob nicht mehr, denn sie hatte sich bereits wieder auf den Weg gemacht und schob ihren nicht geölten Einkaufswagen Richtung Heißwickelsalon, um zu verkünden, dass Rob mit einer hübschen Sternschnuppe am Planetenrand saß.    
„Diese alte …“        
„Psst, überlege dir gut, was du jetzt sagen willst! Es kommt alles zu uns zurück!“, unterbrach ihn Stella da schnell.    
„Was kommt alles zurück?“, Rob wusste nicht, was sie meinte.     
„Alles Böse, was du anderen wünschst, kommt von irgendwo her wieder zu dir zurück. Glaube mir, ich habe schon viele Schicksale mit anschauen müssen.“
„Du bist aber auch ein bisschen seltsam. Kommst hier her und gibst schlaue Sprüche von dir. Davon habe ich eigentlich schon genug.“          
„Nein, da verstehst du etwas völlig falsch. Anstatt dich über die Ungerechtigkeit aufzuregen, die dir angeblich wiederfährt, solltest du lieber etwas gegen deine Sichtweise tun. Die ist nämlich etwas … von der Umlaufbahn abgekommen.“
„Wie meinst du das?“, Rob wurde wieder wütend.
„Du brauchst nicht wütend werden, du solltest lieber einmal darüber nachdenken. Wer kann in deinem Leben etwas ändern?“       
„Alle!“, brach es sofort aus Rob heraus.
„Nein, nur du kannst etwas ändern. Was willst du eigentlich? Was sagt dein Bauch, wenn du jeden Tag in die ungeliebte Waschstraße musst? Was willst du eigentlich vom Leben?“    
„Ich träume meine Träume schon lange nicht mehr.“ Resignierend ließ Rob wieder den Kopf hängen.
„Du darfst niemals aufhören zu träumen! Träume weisen uns den Weg, sie zeigen uns, wo unsere wirklichen Talente liegen und was uns erfüllt.“ Stella sagte das mit einer Überzeugung, dass Rob aufblicken musste.


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