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> Kinderbücher > Paulageschichten Teil 1
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Paulageschichten Teil 1, Karin Selest
Karin Selest

Paulageschichten Teil 1



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Was ist denn das?
Paula ging seit zwei Wochen in den Kindergarten. Es war Montag und zu Mittag gab es Kartoffelsuppe mit Miniwürstchen. Paula ließ sich von Silke, der Kindergärtnerin, noch eine Extraportion auf den Teller geben. Nicht wegen der Suppe, ihr schmeckten die Würstchen so gut.
Als die Kinder aufgegessen hatten, räumten sie gemeinsam mit Tante Silke den Tisch ab.
„So, nun ab zur Toilette und danach Hände und Mund waschen. Es ist Zeit für unseren Mittagsschlaf“, rief Silke danach.
Im Waschraum hörte Paula die Jungs in der Toilette lachen. Irgendetwas schien ihnen mächtig Spaß zu bereiten. Auf Zehenspitzen schlich sich Paula heran und steckte ihren blonden Lockenkopf durch den Türspalt. Erschrocken hielt sie sich die Hand vor den Mund. Da standen Charly, Heiko und Thomas um ein Klo und machten Pipi. Wie bei einer Spritzpistole plätscherte es in weitem Bogen. Paula schlich sich grübelnd davon. So etwas konnte sie nicht. Wie ging das bloß und woher hatten die Jungs diesen Zipfel. Sie erinnerte sich an die kleinen Würstchen in der Suppe und hatte plötzlich gar keinen Appetit mehr darauf. Ungeduldig wartete Paula im Waschraum auf Charly. Als er endlich kam, stellte sie sich ihm in den Weg.
„Woher hast du den Zipfel?“
„Was für ein Zipfel?“
„Na den zum Pipi machen.“
„Ach, den Pullermann.“ Charly strich sich mit der Hand über die Stirn.
„Den hab ich eben. Du nicht?“
„Glaub nicht, zeig den mir mal.“
„Hä?“, plusterte sich Charly auf, überlegte kurz und flüsterte: „aber nur, wenn du auch ...“
Paula steckte die Daumen in ihren Hosenbund.
„Na gut, zugleich.“
Die beiden zogen ihre Hosen herunter und staunten. Bevor sie ihre Sprache wiedergefunden hatten, stand Silke vor ihnen.
„Was macht ihr denn? Zieht eure Hosen hoch und ab in den Schlafraum!“
Rot wie zwei Tomaten rannten sie davon, hüpften ins Bett und versteckten sich unter der Decke.

Am Nachmittag holte Charlys Mama die beiden ab.
„Ich frage meinen Bruder Fränky. Der weiß bestimmt, warum dir der Pullermann fehlt“, flüsterte Charly im Auto Paula zu.
„Ich frag selbst. Mein Papa muss das ja wissen.“
Zu Hause angekommen, rannte Paula an ihrer Mama vorbei und
stürmte ins Haus.
„Papa, Papa, wo bist du?“
„Hier mein Schatz, sag bitte erst einmal in aller Ruhe guten Tag“, rief Papa aus der Küche.
Paula stapfte in die Küche.
„Tag; ich hab was gesehen. Der Charly und die anderen, die haben da was“, sprudelte sie los.
„Wo haben die was?“, erkundigte sich Papa und schaute seine Kleine fragend an.
„Na da, wo nichts ist, da haben die einen Zipfel. Wie ein Würschtschen, wie in der Suppe. Nur gaaanz klein.“
„Zipfel, Würstchen, Suppe ... Ich verstehe gar nichts“, kopfschüttelnd setzte sich Papa an den Tisch.
Doch Mama verstand Paula.
„Meinst du da, wo du Pipi machst?“
„Ja da. Charly sagt, der heißt Pullermann. Mit dem kann man lustig Pipi machen. Den brauche ich auch!“
„Nein, du bist ein Mädchen, du brauchst das nicht. Das brauchen nur Jungen und Papas“, versuchte Papa das Thema zu beenden.
„Nur weil mir der Pullermann fehlt, muss ich ein Mädchen sein? Ich will lieber ein Junge sein, das ist viiiel schöner!“
„Das geht nicht, mein Schatz.“ Mama setzte sich und zog ihren Liebling auf den Schoß.
„Wir haben dich als Baby bestellt. Da konnten wir nicht aussuchen, ob du ein Mädchen oder ein Junge wirst.“
Paula fuhr mit beiden Händen durch ihre Engelslocken und kratzte sich wild den Kopf.
„Papa, wo bestellt man denn die Babys? Ich will mich umtauschen!“
„Mein Gott Paula, das geht doch nicht!“
Sie sah ihren Papa mürrisch an.
„Das ist gemein. Meinen Kipplaster hast du auch umgetauscht, weil ein Rad gefehlt hat. Hättest du lieber mal vorher gefragt und mich dort bestellt. Die machen das mit dem Tauschen.“
Mit einem Satz sprang sie von Mamas Schoß, stampfte mit dem Fuß
auf und stiefelte aus der Küche.


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