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Kinderbücher
Buch Leseprobe Mirelle und ihre Freunde, Astrid Schneider
Astrid Schneider

Mirelle und ihre Freunde


auf der Suche nach dem Wunschkraut

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Mirelle ist hin und weg von ihrem Vorschlag. Wenn sie könnte, würde sie jetzt Luftsprünge machen. Sie ist überglücklich und gibt schräge, piepsige Töne von sich. Ihr Lächeln geht breit über das ganze Gesicht. „Juhu, wir machen eine Reise! Wow, ist das aufregend!“, sagt


Trampi. Mirelles euphorische Art steckt Trampi sofort an und nun springt er begeistert im Zickzack.


„Attends, attends – warte, warte! “, ruft Mirelle laut, ehe er sich ganz aus ihrem Blickfeld entfernt. Trampi hält inne und schaut verwirrt um sich. „Hierher, hierher!“, ruft Mirelle.


„Du lieber Tollpatsch, wir müssen uns doch noch vorbereiten.“


„Vorbereiten?“, fragt Trampi mit großen fragenden Augen.


„Ja sischer“, kichert Mirelle nun.


„Wir brauchen eine Landkarte oder etwas Ähnlisches, wenn wir unbekannte Gebiete durschqueren. Mein Beautycase und meinen Schirm muss isch auf jeden Fall mitnehmen. Und den Erste-Hilfe-Koffer. Ah, und das Wischtigste ist natürlisch genügend Nahrung.“


„Hahaha“, lacht Trampi los und hält sich den Bauch vor Schmerzen. Was ist das denn für eine süße Kleine? Wie kann man nur auf solche Ideen kommen?, denkt er sich und dicke


Lachtränen rinnen über sein Gesicht. Sie ist ja genau das Gegenteil von mir. Nie habe ich eine Minute verschwendet, um mir solche Gedanken zu machen. Es kommt sowieso so, wie es


kommen soll.


„Und was genau ist jetzt hier so lustisch?“, schmollt Mirelle mit zusammengekniffenen Augen.


„Entschuldige, Mirelle, ich finde es urkomisch, wenn ich mir vorstelle, mit deinem ganzen Gepäck zu reisen. Das ist total neu für mich.“


„Isch kann es auch gerne lassen, mir Mühe über die Planung zu machen. Dann ziehen wir einfach los“, sagt sie nun leicht verletzt.


„Nein, nein, jetzt sei doch nicht gleich eingeschnappt. Du hast bestimmt recht“, sagt er schnell und schaut sie mit seinem Jeder-muss-mich-lieb-haben-Blick an. Nun, da kann auch Mirelle nicht widerstehen und muss jetzt selber laut losprusten, weil seine Augen so witzig tanzen.


„Mais maintenant sérieusement, allons-y – aber jetzt im Ernst, lass uns loslegen! Isch kümmere misch um das Gepäck und damit dir nischt langweilisch wird, kannst du disch um die


Nahrung kümmern.“


„Au ja, das ist meine Lieblingsbeschäftigung. Das kann ich gut!“, lacht Trampi.


„Très bien – sehr gut .


Dann lass uns doch genau hier in etwa zwei Stunden wiedertreffen. Schaffst du das?“


„Ja klaro, gar kein Problem. Bis dahin habe ich den halben Wald durchforstet und genügend Nahrung im Gepäck“, grinst er sie breit an.


Trampi marschiert froh gelaunt los und sammelt alles, was essbar ist, ein. Er will Mirelle zeigen, dass er das wunderbar kann, da es genau seine Stärke ist. Die abgesprochene Zeit ist längst vorüber, aber weit und breit kein Trampi in Sicht. Mirelle grübelt. „Vielleischt hat er es sich auch anders überlescht und ist noch schnell abgehauen, weit weg von mir. Habe isch ihn vielleischt mit meinen ganzen Vorbereitungen überfordert?“


Es rattert in ihrem kleinen Köpfchen und weitere Stunden vergehen.


Trampi ahnt von alldem nichts und ist ganz in seinem Element. Er bemerkt nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Erst als es langsam dunkel wird, überlegt er, ob die zwei Stunden schon vorbei sind. Denn er hat sich noch nie nach einer Zeit gerichtet. Deshalb macht er sich doch lieber auf den Rückweg. Er hat versucht, sich den Weg zu merken, den er gekommen ist, aber


leider vergebens. Als Trampi zufällig und inzwischen außer Puste am Treffpunkt


ankommt, ist es schon stockdunkel.


„Puuuh, jetzt hab ich mich aber beeilt. Waren das nun zwei Stunden?“, fragt Trampi mit großen fragenden Augen.


„Na das fängt ja prima an“, kichert Mirelle los.


„Isch dachte schon, du hättest es dir anders überlegt und wärst geflüschtet. Seit isch weiß nischt wie vielen Stunden warte isch nun schon ganz ungeduldisch auf disch. Aber weißt du was,


isch bin einfach nur froh, dass du wieder da bist.“


Mirelle lugt in den prall gefüllten Beutel. Erstaunt sagt sie:


„Ui, du warst ja rischtisch fleißisch. Wow, wie viele Köstlischkeiten du gesammelt hast! Perfekt, das Thema Essen ist für die ersten Tage auf meiner Liste somit abgehakt. Isch bin escht stolz auf disch, Trampi.“


Er strahlt vor Freude bis über beide Ohren. „Oh, danke, Mirelle“, sagt er verlegen.


„Gerne. So, dann lass uns jetzt schlafen gehen. Wir haben morgen einen langen und spannenden Tag vor uns.“


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