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Kinderbücher
Buch Leseprobe Lisa im Land des Lesens, Dörte Müller
Dörte Müller

Lisa im Land des Lesens



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1. Kapitel: Alle Bücher müssen raus


 


Lisa war sieben Jahre alt und wohnte mit ihrer Familie in einem Haus in der Nähe vom Meer. Sie hatte einen dreijährigen Bruder, der hieß Peter und hatte jede Menge Unfug im Kopf. Oft versteckte er seine Legomännchen in Lisas Schuhen oder kritzelte mit seinen Wachsmalkreiden an ihrer weißen Wand herum. Da wurde Lisa dann immer sehr wütend und schimpfte mit ihm.


Manchmal stritten sich die beiden Geschwister wie die Kesselflicker, doch dann waren sie auch wieder ein Herz und eine Seele. Lisa half ihrem kleinen Bruder beim Fahrradfahren oder baute mit ihm eine Bude. Langweilig wurde es zu Hause nie.


 


Lisa ging gerne zur Schule. Sie liebte ihren rosa Ranzen mit den Einhörnern und den Elfen und sie liebte auch ihre Klassenlehrerin Frau Mettmann.


 


 


 


Im Kopfrechnen war sie die Beste und im Sportunterricht rannte sie allen anderen Kindern davon.


„Lisa, du bist so schnell wie ein Rennauto!", sagte ihre Freundin Esra lachend und die Lehrerin gab ihr oft eine Eins.


Lisa war wie alle anderen siebenjährigen Mädchen verrückt nach Bibi Blocksberg und fing auch schon an, sich für Hannah Montana zu interessieren. Sie fuhr oft stundenlang mit ihren Freundinnen auf dem Fahrrad durch die Siedlung und wartete auf den Eismann, der jeden Abend seine Runde drehte. Lisa liebte Vanilleeis und Erdbeeren. Ihre Lieblingsfarbe war Rosa, manchmal aber auch Blau. In der Schule war die heimlich in den dunkelhaarigen Orkan verliebt, der sie in der Pause immer auskitzeln wollte. Doch weil sie so schnell war, rannte sie ihm oft davon. Lisa hatte viele Freundinnen und war ein glückliches Mädchen.


 


Leider gab es da eine Sache, die Lisa gar nicht mochte. Es war das Lesen. Sie konnte zwar inzwischen die Buchstaben aneinander reihen, doch sie war jedes Mal verzweifelt, wenn sie etwas laut vorlesen musste. Lesen war für Lisa inzwischen zur schlimmsten Sache der Welt geworden. 


„Lieber schlage ich mir das Knie auf!", sagte sie einmal, als sie wieder lesen musste.


 


Alle Bücher, die sie als kleines Kind so geliebt hatte, mochte sie plötzlich nicht mehr. Das Schlimme war, dass sie zum letzten Geburtstag ganz viele neue Bücher bekommen hatte.


„Jetzt bist du ja ein richtiges Schulkind. Da kannst du viel lesen!", hatten Oma und Opa gesagt und ihr ein dickes Buch überreicht. Überhaupt drehte sich alles nur noch um das Lesen. Selbst die Zahnfee hatte ihr als Überraschung drei Pixi Bücher unter das Kopfkissen gelegt und ständig musste sie mit ihrer Mutter und Peter einen langweiligen Ausflug in die Bücherei machen.


Lisa fragte sich oft, warum man überhaupt lesen musste. Schließlich gab es doch CDs, auf denen die Geschichten viel besser klangen. Lisa mochte die unterschiedlichen Stimmen und die Musik. Lesen war völlig überflüssig.


Wenn sie jemand fragte, wie alt wie war, kam jedes Mal der Ausruf: „Oh, da kannst du ja schon lesen!" Sogar die Bäckersfrau hatte ihr neulich freundlich zugelächelt, als sie ihr die Brötchentüte mit der Tageszeitung in die Hand gedrückt hatte.


 „Na, jetzt kannst du deinen Eltern wohl die Zeitung schon vorlesen!" Doch Lisa hatte nur traurig auf den Boden geschaut. Immer und überall ging es um das Lesen. Alle anderen Sachen zählten auf einmal nicht mehr.  


 Und weil die Lehrerin auf dem Elternsprechtag der Mutter gesagt hatte, dass Lisa ein wenig lesen üben sollte, musste Lisa jeden Abend ihrer Mutter und dem Bruder fünfzehn Minuten etwas laut vorlesen.  Das war ja so schrecklich! Wie gemein von der Lehrerin und von der Mutter. Jetzt hatten sie sich auch noch verbündet.


 


Auch an diesem Abend fand wieder einmal die gemeinsame Lesezeit statt. Alles Quengeln hatte nichts genützt, die Mutter war hart geblieben und wollte das Ereignis auf keinen Fall ausfallen lassen.


„Wenn ich nicht lesen muss, spiele ich auch das ganze Wochenende mit Peter!", hatte Lisa der Mutter vorgeschlagen, aber die Mutter hatte nur mit dem Kopf geschüttelt.


„Wenn ich nicht lesen muss, bin ich immer ganz lieb und machte dir keinen Ärger. Ich wische das Treppenhaus und helfe dir im Haushalt!" Wieder schüttelte die Mutter den Kopf.


„Ich gehe sofort ins Bett und esse jeden Tag einen Apfel!"


„Ich gehe jeden Tag um sieben ins Bett!"


„Ich gucke nie mehr fernsehen!"


„Ich gehe zum Frisör und zum Zahnarzt!"


„Ich harke den Rasen ab und streiche den Zaun!"


Es nützte alles nichts. Lisa musste lesen.


Gemeinsam mit der Mutter und ihrem kleinen Bruder saß sie auf dem Sofa und las ein Kapitel aus dem Buch: Bibi und der Turbobesen.


Sie hatte bereits fünf Minuten geschafft, da passierte es.


„Dann flog Bibi mit dem Besen in eine Schwe ...fe...!" Weiter kam Lisa nicht, denn sie schmiss das Buch im hohen Bogen in die Luft. Dann rannte sie wütend in ihr Zimmer. „Ich verstehe nie, was ich lese!", heulte sie aufgebracht.


Peter lachte. „Lesen ist lustig!", sagte er und klatschte fröhlich in die Hände. „Am besten finde ich, dass man das Buch am Ende in die Luft schmeißt!"


„Lisa, komm zurück!", rief die Mutter und versuchte ihre Tochter zu beruhigen. „Du hast doch gut gelesen! Das Wort, das du nicht verstanden hast, heißt  Schwefel - Sahne - Torte! Das ist ein schweres und langes Wort!"


Aber Lisa kam an diesem Abend nicht mehr aus ihrem Zimmer. Die Mutter wunderte sich nach einer Weile, was Lisa die ganze Zeit  machte. Sie lauschte an der Tür und hörte plötzlich lautes Gepolter. „Darf ich hereinkommen?", fragte sie vorsichtig. „Meinetwegen!", antwortete Lisa muffelig. Vorsichtig öffnete die Mutter die Kinderzimmertür. Da sah sie die Bescherung: Lisa hatte alle Bücher aus den Regalen gerissen und in die Mitte ihres Zimmers geworfen.


Die Bibi Blocksberg Bücher, Die Kinder aus Büllerbü, Pippi Langstrumpf, Nils Holgerson, Frieder und die Oma, Die schönsten Märchen, Der kleine Hävelmann und ihr Lieblingsbuch: Die kleine Hexe. 


„Ab heute lese ich nicht mehr!", sagte Lisa und schmiss das letzte Buch mit dem Titel „Riesen sind nur halb so groß" auf den Stapel. Die Mutter schlug die Hände vors Gesicht und fing fast an zu weinen. Der kleine Bruder, der ebenfalls herbeigelaufen kam, rief fröhlich: „Lisa, was machst du da?" „Alle Bücher müssen raus, die brauche ich sowieso nicht mehr. Dann habe ich viel mehr Platz für meine Barbies!", erklärte Lisa stolz. „Aber Lisa, das geht doch nicht!", schimpfte die Mutter schließlich, als sie ihre Sprache wieder gefunden hatte. „Du musst doch lesen! Jedes Kind muss lesen. Jeder Mensch muss lesen!"


„Aber ich kann es nun einmal nicht!", sagte Lisa bockig. „Ich komme auch ohne Lesen durchs Leben, ihr werdet es schon sehen!"


 


Ein paar Minuten später klingelte es an der Haustür. Der Vater war von der Arbeit nach Hause gekommen. Lisa rannte an ihrer Mutter und an dem Bruder vorbei und öffnete dem Vater freudestrahlend die Tür.


„Nanu, was ist denn mit dir los?", fragte er neugierig. „Du hast ja richtig gute Laune!"


„Ab heute lese ich nicht mehr!", antwortete Lisa und strahlte. Sie war überglücklich. Der Vater sah sie fragend an, weil er dachte, seine Tochter hätte einen Witz gemacht. Doch als er in das düstere Gesicht der Mutter blickte, wusste er, dass das nicht der Fall war. Die Eltern seufzten und hofften, dass Lisa am nächsten Tag wieder zur Besinnung kommen würde.


„Ich habe früher auch nicht gerne gelesen!", erinnerte sich der Vater und versuchte seine Frau damit zu trösten, dass er es schließlich doch irgendwann gelernt hatte.


„Und ich habe es sogar richtig gut gelernt, denn sonst könnte ich jetzt nicht als Lektor bei einem Verlag arbeiten!", fügte er schmunzelnd hinzu und das traurige Gesicht der Mutter hellte sich wieder ein wenig auf.


„Vielleicht hast du Recht und ich steigere mich zu sehr in die Sache hinein!", seufzte sie. „Lisa braucht vermutlich nur etwas mehr Zeit.....!"


 


 


Kapitel 2: Ärger, Ärger, nichts als Ärger


 


Als Lisa am nächsten Morgen zur Schule ging, wartete ihre Freundin Esra bereits an der Ecke auf sie. Sie kannten sich bereits aus dem Kindergarten und hatten schon viel zusammen erlebt. In der Schule durften sie nebeneinander sitzen, nur wenn sie zu viel quasselten, setzte die Lehrerin sie auseinander.


 


„Hallo, Esra!", rief Lisa fröhlich." Ich lese ab heute nicht mehr!" Esra staunte über die Neuigkeit. „Das klappt doch nie!", sagte sie. „Wir müssen doch ständig lesen. Sogar heute in der 5. Stunde, wenn wir Leseförderunterricht bei Frau Waldmann haben!"


Esra und Lisa waren gemeinsam in der Leseförderunterrichtstunde und hofften jedes Mal, dass die Stunde ausfallen würde. Denn auch Esra mochte das Lesen nicht und war ganz einer Meinung mit ihrer Freundin. Außerdem war Frau Waldmann sehr streng und lachte nie. Während der Unterrichtsstunde wurde reihum laut vorgelesen und wenn jemand einen Fehler machte, kam der Banknachbar an die Reihe. Wenn man nicht wusste, wo man im Text war, wurde man an die Tafel geschrieben und musste alles zu Hause abschreiben. Es war die reinste Folter!


                                                                                                                        Einmal hatte Lisa sogar gebetet: „Lieber Gott, bitte mach, dass die Lesestunde ausfällt!" Doch der liebe Gott hatte wahrscheinlich gerade Wichtigeres zu tun oder war anderweitig beschäftigt. Jedenfalls hatte er Lisa den Wunsch nicht erfüllt.


 


Doch an diesem Morgen sollte es noch viel Schlimmer kommen.


Frau Mettmann begrüßte die Klasse freundlich und nachdem sich alle Kinder wieder gesetzt hatten, verkündete sie eine Neuigkeit: „Liebe Kinder. Wir werden ab jetzt ganz fleißig das Lesen trainieren, denn kurz vor den Sommerferien findet auch dieses Jahr wieder unser großer Lesewettbewerb statt." Die Kinder murmelten alle aufgeregt durcheinander, nur Esra und Lisa sahen sich verzweifelt an. Ein Lesewettbewerb. Auch das noch. Gab es denn keine Bundesjugendspiele, keinen Challenge Day und keine Matheolympiade? Und was war mit dem Malwettbewerb bei der Sparkasse? Fiel der dieses Jahr ganz ins Wasser? Warum musste es ausgerechnet ein Lesewettbewerb sein?


„Und wie funktioniert das mit dem Lesewettbewerb?", wollte Orkan wissen.


„Zunächst finden wir heraus, wer in der Klasse am besten lesen kann und dann wird der Schulsieger ermittelt!" , erklärte die Lehrerin. „Der Sieger bekommt eine Reise in das Phantasialand für sich und seine Familie geschenkt!"


Phantasialand! Da wollten alle gerne hin! Die Kinder waren außer sich vor Freude und konnten sich nur schwer wieder beruhigen.


Frau Mettmann klatschte laut in die Hände. „Eine Überraschung habe ich noch für euch!", sagte sie mit lauter Stimme. „Wir haben eine Lesemutter, die gleich mit uns üben wird." Die Kinder wurden sofort leise und spähten neugierig zur Tür. Dann lüftete Frau Mettmann das Geheimnis: „Es ist die Frau Sonnenberg, die Mutter von unserer Lisa!" Da kam auch schon Lisas Mutter zur Tür herein und Lisa wäre am Liebsten im Boden versunken. Esra sah mitleidig zu Lisa herüber und sagte: „Mach dir nichts draus, meine Mutter hat mich auch schon oft blamiert!"


Das konnte ja heiter werden.


Lisas Mutter saß mit einem Schüler vor der Klassentür und der Schüler musste ihr fünf Minuten etwas laut vorlesen. Lisa war froh, dass sie dieses Mal nicht an die Reihe kam und in ihrem Freiarbeitshefter arbeiten durfte. Sie war sehr wütend, dass sich ihre Mutter für diesen Job gemeldet hatte. Wieder so ein blöder Trick, um sie zum Lesen zu bringen! Ihre Eltern versuchten einfach alles und waren wirklich sehr hartnäckig.


Nachdem die Stunde herum war, winkte Lisas Mutter der Klasse zum Abschied noch einmal zu und machte sich dann auf den Rückweg.


„Heute Abend lese ich mit dir!", sagte sie augenzwinkernd zu ihrer Tochter. Lisa grollte. „Bestimmt nicht!"


 


In der nächsten Stunde stand Mathematik auf dem Stundenplan. Lisa hatte schon ihr Buch herausgeholt und freute sich. Doch was war das? Als Frau Mettmann den Klassenraum betrat, hatte sie Lesehefte unter dem Arm, die sie fröhlich unter den Kindern verteilte.


„Die Mathestunde fällt heute aus!", verkündete sie. „Wir werden jetzt verstärkt für den Lesewettbewerb üben und Mathe später nachholen." Das war wie ein Schock für Lisa. Die Unglückskette riss nicht ab. Ihre geliebte Mathestunde fiel ins Wasser. Heute hatte sich wirklich alles gegen sie verschworen!


Wenige Minuten später starrte  Lisa missmutig auf das grüne Leseheft, das vor ihr lag. „Das Baumhaus" stand auf dem Titelblatt. Wahrscheinlich war die Geschichte ganz spannend, doch Lisa war sich sicher, dass sie sie sowieso nicht verstehen würde. Außerdem hatte sie sich ja vorgenommen, ganz mit dem Lesen aufzuhören. Also starrte sie weiterhin nur auf das geschlossene Buch und zählte die Blätter des großen Baumes. Die anderen Kinder waren schon auf Seite drei, aber Lisa hatte immer noch nicht ihr Buch aufgeschlagen. Plötzlich stand Frau Mettmann hinter ihr.


„Lisa, fang an! Sonst schaffst du die Aufgaben am Ende es Buches nicht!", sagte sie freundlich. Lisa saß unbeweglich vor ihrer Geschichte. Dann sagte sie: „Frau Mettmann, ich lese nicht mehr!" Der Lehrerin verschlug es fast die Sprache, denn so etwas hatte sie noch nie von einem Kind gehört. Entsetzt sah sie Lisa an. „Aber du musst lesen!", sagte sie energisch. Lisa schüttelte den Kopf. „Ich bin auch ganz leise und störe nicht. Können Sie mir nicht einfach ein paar Matheaufgaben geben? Oder ich fege den Flur?"  Die anderen Kinder horchten auf und verfolgten gespannt die Diskussion.


Frau Mettmann wurde nervös. „Lisa, wenn du jetzt nicht sofort das Buch aufschlägst, dann.... dann musst du zur Rektorin!" Durch die Klasse ging ein Raunen. Zur Rektorin hatte noch nie jemand gemusst - nur einmal die Zwillinge Marlon und Ringo, die sich in der Pause geprügelt hatten.


Lisa blieb unbeeindruckt vor dem geschlossenen Buch sitzen. „Ich putze auch gerne die Tafel!", versuchte sie ihre Lehrerin zu beruhigen. Einige Schüler kicherten. Ob Lisa damit durchkam? Frau Mettmann regte sich sehr auf und sprang wie ein wütendes Rumpelstilzchen auf und ab. „Lisa, ich sage es nicht noch einmal!", schimpfte sie. Ihre sonst so nette Stimme klang plötzlich schrill und hoch. Auf ihren Wangen zeichneten sich rote Flecken ab. Lisa blieb unbeweglich vor ihrem Buch sitzen und starrte auf das Titelblatt. Die Klasse staunte. 


 


Wenig später folgte Lisa ihrer Lehrerin in das Rektorzimmer und saß bald der alten zerknitterten Frau gegenüber, die sie bisher immer nur von langweiligen Ansprachen auf Schulfesten kannte.


„Meine Schülerin will nicht lesen!", erklärte Frau Mettmann. Ihre Stimmte zitterte. Die Rektorin sah Lisa streng durch ihre dicke Brille an. „Soso. Du willst nicht lesen", sagte sie. Lisa nickte. Jetzt hatte sie doch etwas Angst. Was würde die zerknitterte Frau wohl mit ihr machen?


„Aber hier in der Schule musst du lesen. Am besten gleich heute Nachmittag, da haben wir eine lange Konferenz. Ich rufe deine Mutter an und sage ihr, dass du hier bleiben musst!" Lisa schluckte und nickte. Dann ging sie zurück in die Klasse. „Was ist passiert?", flüsterte Esra neugierig.


„Ich muss nachsitzen!", antwortete Lisa und starrte wieder auf ihr Buch.


„Lisa, du bist die Coolste!", flüsterte Orkan ihr zu und nahm sich vor, sie in der großen Pause tüchtig auszukitzeln. Selbst die ungezogenen Zwillinge Marlon und Ringo sahen anerkennend zu Lisa hinüber. „Das hätten wir uns nicht getraut!", gaben sie ihr zu verstehen, bevor sie sich wieder mit ihren Büchern beschäftigten.


Doch Lisa bemerkte von der Anerkennung um sie herum kaum etwas. Sie war tief in Gedanken versunken. 


Wieso konnten die Erwachsenen einfach nicht verstehen, dass sie nicht lesen wollte?


 


 


 


Als der Vater an diesem Abend von der Arbeit nach Hause kam, blickte er in noch düstere Gesichter als am vorigen Tag. Er hatte aus seinem Verlag eine Kiste mit neuen Büchern dabei, die er zusammen mit den Kindern anschauen wollte.


Lisas Mutter erzählte alles vom Nachsitzen und vom Ärger mit der Rektorin. Der Vater bekam einen Schreck und musste sich erst mal setzten.


Lisa hatte jetzt Stubenarrest und saß heulend auf ihrem Bett. Peter sah sie mit großen Augen an. „Lies doch einfach, dann hast du keinen Ärger! Papa hat eine Kiste mit Büchern mitgebracht!", schlug er ihr vor, doch sie schubste ihn aus dem Zimmer und schmollte weiter vor sich hin.


„Dann lese ich eben alleine!", sagte Peter und schnappte sich ein neues Buch aus der Kiste, die der Vater im Flur abgestellt hatte. Peter blätterte einige Seiten um und schmiss das Buch dann in die Luft.


„Warum machst du das?", rief der Vater und sprang entsetzt vom Sofa auf.


„Das macht Lisa auch immer!", antwortete der Bruder und lachte.


 


„Was sollen wir bloß tun?", fragte die Mutter verzweifelt. Der Vater wusste auch keinen Rat und starrte gedankenverloren aus dem Fenster. Plötzlich kam ihm eine Idee und er erinnerte sich an das alte Buch, das er einmal von seiner Patentante geschenkt bekommen hatte, als er damals nicht lesen wollte. Eilig ging er auf den Dachboden und wühlte in der großen Truhe herum. Endlich hielt er das rosa Buch in den Händen und klopfte den Staub ab.


Als er ein kleiner Junge war, hatte es ihn sehr gestört, dass das Buch rosa war und eine Fee auf dem Titelblatt zu sehen war. „Das ist doch etwas für Mädchen!", hatte er entgeistert ausgerufen. Doch seine Tante hatte ihm erklärt, dass es ein ganz besonderes Buch wäre. Sie hätte es auf einem Flohmarkt in London entdeckt und sofort gewusst, dass dieses Buch ihm helfen könnte.   


 


 


3. Kapitel: Im Land des Lesens


 


Lisa musste an diesem Abend ohne Gute Nacht Geschichte einschlafen.


„Dann höre ich eben eine CD!", hatte sie trotzig gerufen. Doch dann war die Mutter gekommen und hatte den CD Player mitgenommen. Einfach so. Das war eine Unverschämtheit! Lisa war so wütend auf alle: Auf die Lehrerin, auf die Rektorin, auf die Eltern. Alle schienen sich gegen sie verschworen zu haben. Alle waren gegen sie. Dabei war es doch ihr eigenes Problem, wenn sie nicht lesen konnte. Warum wollten sich so viele Leute da einmischen?


 


Unruhig wälzte Lisa sich im Bett hin und her. Sie konnte einfach nicht einschlafen ohne eine Geschichte und guckte unter ihr Kopfkissen. Lagen dort etwa schon wieder Bücher? Zum Glück war es nur ein Stofftier, das sie so gepiekst hatte. Schnell nahm sie den kleinen Hasen an sich und drückte ihr Gesicht in sein Fell. Leise kullerten ihr ein paar Tränen über die Backen und endlich fiel sie in einen unruhigen Schlaf.


Sie träumte von der faltigen Rektorin, die ihr das entsetzliche Nachsitzen eingebrockt hatte und von Frau Mettmann, die ab heute ganz sicherlich nicht mehr ihre Lieblingslehrerin war. Aber wer war dann ihre Lieblingslehrerin? Etwa die strenge Frau Waldmann? In der letzten Lesestunde hatte sie gesagt: „Lisa, du musst noch viel üben!" Dabei hatte sie sie auch noch angespuckt. Frau Waldmann spuckte immer, wenn sie sprach. Eklig!


Nein, Frau Waldmann war bestimmt nicht Lisas Lieblingslehrerin. Wenn Lisa genau darüber nachdachte, hatte sie überhaupt keine Lieblingslehrerin und sie würde in Zukunft in den Freundschaftsbüchern immer einen Strich in dieser Spalte machen.


 


Plötzlich wachte Lisa auf. Sie hatte ein Geräusch gehört. Was war das? Der Mond schien durch ihr Fenster und kitzelte ihre Nasenspitze. Es war Vollmond. Vielleicht konnte sie deshalb nicht so gut schlafen! Missmutig stand sie auf und ging zu ihrem Schreibtisch hinüber. Sie knipste die kleine Lampe an, damit es im Zimmer nicht ganz so dunkel war. Lisa hatte schon oft festgestellt, dass sie bei Licht besser einschlafen konnte.


Doch was war das? Auf ihrem Schreibtisch lag ein Buch. Dabei hatte sie doch gestern alle Bücher aus ihrem Zimmer geschmissen. Dieses Buch hatte sie noch nie zuvor gesehen. Wahrscheinlich war es wieder so ein Trick ihrer Eltern, um sie zum Lesen zu bringen. Das Buch war ganz dick und rosa. Eine wunderschöne Fee war auf dem Titelblatt abgebildet. „Land des Lesens" stand in goldenen Buchstaben auf dem Buch. Merkwürdig.


 


Plötzlich schien die schöne Fee ihr zuzuzwinkern. Aber das ging doch gar nicht! Wahrscheinlich hatte Lisa sich getäuscht. Müde rieb sie sich die Augen. Doch da war es wieder. Die Fee winkte. Eindeutig.


„ Ich bin die Buchfee. Komm mit ins Land des Lesens!", hörte sie die Fee plötzlich sagen. Lisas Herz begann heftig zu klopfen. „Aber ich kann nicht lesen!", flüsterte sie. „Doch, du kannst lesen!", sagte die Fee. „Ich habe es schon oft gehört. Aber ich bin sehr traurig, weil du deine Bücher weggeschmissen hast.... ." „Das habe ich gemacht, weil ich nicht lesen kann!", erklärte Lisa der netten  Fee. „Dir fehlt nur ein wenig Geduld, dann wird es schon klappen!", sagte die Fee und reichte Lisa die Hand. „Komm mit mir, dann wirst du sehen, dass es sich lohnt, zu lesen!"


 


Lisa zögerte nicht lange und folgte der Fee. Plötzlich waren sie auf einer wunderschönen Blumenwiese mit den schönsten Schmetterlingen. Alles duftete herrlich, die Vögel zwitscherten und ein Reh versteckte sich im hohen Gras. Lisa sah sich um. Sie suchte die Buchfee, die sie hierher gebracht hatte, aber sie war plötzlich verschwunden.


„Buchfee!", rief Lisa verzweifelt. „Buchfee, wo bist du? Lass mich nicht allein!" Aber die Buchfee tauchte nicht mehr auf.


Anstatt dessen fiel plötzlich ein Schatten über Lisa. Sie blickte nach oben und erkannte eine Gestalt auf einem Besen, die sich auf sie zu bewegte und ihr die Sonne nahm. Lisas Herz schlug schneller. War das etwa eine Hexe? Ja, tatsächlich! Eine freundlich aussehende Hexe flog auf ihrem Besen durch die Lüfte und landete genau neben Lisa. Auf der Schulter der Hexe saß eine kleine Eule, die Lisa mit ihren klugen Eulenaugen ansah. 


„Hallo Lisa! Die Buchfee hat mir Bescheid gesagt!", rief die Hexe fröhlich. „Willkommen im Land des Lesens! Bei uns ist alles möglich! Steig auf meinen Besen und ich zeige dir alles!"


Das ließ Lisa sich nicht zweimal sagen. Im Nu war sie auf den Besen gestiegen und hielt sich am roten Kleid der Hexe fest. Sie sausten durch den Himmel und flogen eine ganze Weile über den Wolken.


„Ist dir schwindelig?", fragte die nette Hexe ihren Gast.


„Nur ein bisschen!", antwortete Lisa. Sie war es schließlich nicht gewohnt, auf einem Besen durch die Luft zu fliegen.


 


Dann setzte die Hexe zum Landeanflug an. „Wo fliegen wir jetzt hin?", fragte Lisa atemlos, als sie unter sich drei Häuser sah. Sechs Kinder spielten davor und plötzlich erkannte Lisa alles wieder. „Das ist ja wie in einem Buch, das mir meine Mutter so oft vorgelesen hat!", rief sie aufgebracht. Die Hexe lachte und brachte den Besen zum Halten. Zwei Mädchen kamen neugierig näher. „Wen hast du uns heute mitgebracht?", fragten sie die Hexe aufgeregt. „Das ist Lisa!", stellte die Hexe ihren Gast vor. Die Kinder jubelten und nahmen Lisa bei der Hand. Dann rannten sie zu der großen Scheune und spielten im Heu. „Das wollte ich schon immer einmal  machen!", freute sich Lisa und lief hinter den beiden Mädchen her. „Es ist so herrlich bei euch. Genauso habe ich mir immer alles auf einem Bauernhof vorgestellt!", sagte Lisa und setzte sich neben die  Mädchen auf die großen Holzbretter. Sie ließen ihre Beine baumeln und erzählten sich Geschichten. Das Hausmädchen brachte den Kindern einen Becher Kakao, den sie gierig austranken. Es war herrlich still, irgendwo gackerten einige Hühner und alles duftete nach Heu. Lisa fühlte sich richtig geborgen und wollte am liebsten gar nicht mehr weg von diesem Ort. 


„Komm, du musst mit zum Großvater!", sagte das große Mädchen schließlich, nachdem sie noch eine Weile gespielt hatten. „Der möchte dich bestimmt auch kennen lernen!" Aufgeregt folgte Lisa  den Kindern. Ein riesiger Schäferhund wedelte freudig mit dem Schwanz und Lisa traute sich sogar, ihn hinter den Ohren zu kraulen.


Der Großvater saß in seinem Schaukelstuhl und freute sich, als die Kinder kamen. Heute war sogar ein Gastkind dabei. Das passierte öfter hier im Land des Lesens. 


„Setzt euch , Kinder. Ich habe schon auf euch gewartet!", sagte er und zündete seine Pfeife an. Die Kinder machten sich bereit, um dem blinden Großvater abwechselnd etwas aus der Zeitung vorzulesen.


Das kleine Mädchen mit den langen braunen Zöpfen schlug die erste Seite auf und las:


 


Drei Elche sind gestern Vormittag in Björnholmstugan gesichtet worden. Die großen Tiere haben vermutlich etwas zum Fressen gesucht und sind daher in dem Dorf herumgeirrt. Die Bäckersfrau erschrak sehr, als plötzlich ein großer Elchkopf durch das Fenster ihrer Backstube blickte. (...) 


 


Der Großvater schmunzelte und die Zeitung wurde weiter gereicht. Doch als die Reihe an Lisa kam, schüttelte sie traurig den Kopf. „Ich lese nicht mehr!", sagte sie leise, aber es klang nicht mehr ganz so überzeugend wie vor einem Tag, als sie den Entschluss gefasst hatte. Die Kinder sahen sie verwundert an. „Wieso liest du nicht mehr?", fragten die Kinder  neugierig. „Weil ich es nicht kann!", sagte Lisa und stürmte aus der Tür. Die Tränen schossen ihr in die Augen und sie war kurz davor, loszuheulen. Es war so peinlich, dass sie nicht lesen konnte und dass die netten Kinder aus dem Land des Lesens und der liebe Großvater es auf diese Weise erfahren hatten. 


 


Vor der Tür stand ein Mädchen mit langen Haaren, die sie umhüllten wie ein warmer Mantel. Lisa rannte das Mädchen fast um, es konnte gerade noch rechtzeitig zur Seite springen.


„He, he! Nicht so schnell, Gastkind im Land des Lesens!", sagte die Langhaarige und da erkannte Lisa, dass es Rapunzel war. „Ich wollte dich abholen und dir mein Schloss zeigen. Seit der Königssohn mich befreit hat und wir die böse Zauberin in einen Kerker gesteckt haben, leben wir in einem wunderschönen Märchenschloss. So etwas hast du noch nie in deinem Leben gesehen!" , berichtete Rapunzel. Sie hatte eine ganz weiche Stimme und sah Lisa liebevoll an. Lisa staunte. Was es hier im Land des Lesens alles gab ....! Sie wollte schon immer ein richtiges Märchenschloss sehen und war ganz gespannt. Erst jetzt fiel Lisa ein bunter Papagei auf, der auf Rapunzels Schulter thronte und fast ganz von ihrem Haar bedeckt war. „Das ist mein Freund Ara!", stellte Rapunzel ihren Gefährten vor. Lisa begrüßte den Papagei und folgte Rapunzel. Sie stiegen auf ein großes Pferd, das im Hof stand und bereits auf sie wartete. Die Kinder aus dem kleinen Dorf schauten ihnen nach und winkten. „Komm bald wieder, Lisa!", riefen sie. „Aber das nächste Mal musst du dem Großvater etwas vorlesen!" „Kann ich ihm nicht lieber ein Bild malen?", fragte Lisa zaghaft. „Nein!", riefen die Kinder. „Das kann er doch nicht sehen, er ist doch blind! Du musst ihm etwas vorlesen! Damit machst du ihm die größte Freude!"


 


Nachdenklich klammerte sich Lisa an Rapunzel fest und ritt mit ihr davon.


Es war schon fast dunkel geworden, doch sie ritten immer noch. Sie sangen Lieder, um sich die Zeit zu verkürzen. Als sie fertig gesungen hatten, erzählten sie sich Witze. Und als ihnen kein Witz mehr einfiel, erzählte Rapunzel Geschichten aus ihrem Leben. Lisa hörte gespannt zu und konnte es kaum fassen, dass sie mit Rapunzel und einem schönen Papagei durch den Wald ritt.  


Im Land des Lesens war alles möglich.


„Ist es noch weit bis zu deinem Märchenschloss?", fragte Lisa schließlich, die nach all den Abenteuern schon fast vom Pferd fiel, weil sie so müde war. „Heute schaffen wir es nicht mehr!", sagte Rapunzel. „Wir machen gleich eine Pause und übernachten bei Schneewittchen und den sieben Zwergen!" Lisa konnte ihr Glück kaum fassen. Wo war sie hier nur gelandet?


Sie ritten weiter durch einen dunklen Wald.


Auf einmal stand ein kleines Gitterbett mit einem kleinen Jungen am Wegesrand. „Hallo kleiner Junge!", rief Rapunzel und winkte dem Kind zu. Der Junge winkte zurück und Lisa staunte. „Das sind ja alles die Figuren aus meinen Lieblingsbüchern!", rief sie aus. Rapunzel lachte: „So ist das nun einmal im Land des Lesens!"


 


Das treue Pferd schien den Weg genau zu kennen. Sicher setzte es einen Huf vor den anderen. Eulen und Fledermäuse flogen umher, irgendwo rief ein Käuzchen.  


 


Endlich tauchte eine kleine Hütte vor ihnen auf. Die Fenster waren hell erleuchtet und Lisa erkannte Schneewittchen, die gerade den Tisch für die sieben Zwerge deckte. Sie summte ein Lied vor sich hin und lächelte glücklich. Fast so, als hätte sie ihren Traumprinzen schon getroffen.


Dann hörten sie auch schon das lustige Heihoheiho und die Zwerge marschierten mit den Äxten und Beilen über den Schultern zurück nach Hause.


„Hallo ihr Zwerge!", rief Rapunzel. „Dürfen wir heute Abend bei euch übernachten? Der Weg bis zu meinem Märchenschloss ist noch so weit!" „Aber natürlich!", riefen die Zwerge und Schneewittchen deckte gleich für zwei Personen mehr.


Nachdem alle ihren Grießbrei gegessen hatten, machten die Zwerge Musik und tanzten ausgelassen dazu auf den Tischen. Auch Rapunzel und Lisa tanzten mit und drehten sich mit dem einen oder mit dem anderen Zwerg ausgelassen im Kreis. Auch der Papagei hatte seinen Spaß. Ausgelassen flog er zu der Musik hin und her und legte sich anschließend erschöpft in seinen Käfig. Lisa blickte immer wieder verstohlen zu Schneewittchen herüber. Sie sah so wunderschön aus mit ihrer weißen Haut und dem schwarzen Haar. Genau wie in den Märchenbüchern, die sie vor Kurzem weggeschmissen hatte. Lisa nahm sich vor, die Märchenbücher doch wieder in ihrem Zimmer aufzustellen, sobald sie aus dem Land des Lesens zurückgekehrt war.  


 


Leider war auch die schönste Feier einmal zu Ende, denn die Zwerge mussten ins Bett.


„Wir haben morgen einen anstrengenden Tag  im Bergwerk vor uns!", sagte der älteste der Zwerge. „Und  wir müssen zum Märchenschloss. Denn Morgen kommt mein Prinz von einer langen Reise zurück und ich bereite ihm ein großes Fest vor!", erklärte Rapunzel den Zwergen und Lisa freute sich, dass sie Rapunzels Prinzen  auch noch kennen lernen würde.


„Bevor wir alle schlafen, lesen wir noch jeder ein Gute Nacht Gebet!", sagte Schneewittchen und reichte Lisa ein kleines Büchlein. Lisa drehte sich erschrocken zur Seite. „Ich lese nicht mehr!", flüsterte sie und die Zwerge sahen sie verwundert an. Nur Schneewittchen stand ihr bei und sagte: „Ich kann dich gut verstehen!" Jetzt blickten alle fragend Schneewittchen an. „Du kannst Lisa verstehen?", fragte der kleinste Zwerg erschrocken. Schneewittchen nickte und blickte traurig von einem zum anderen.


Um die gute Stimmung noch zu retten, schnappte sich Rapunzel schnell das kleine Gebetbüchlein und las ein Gebet vor. Dann gab sie es an die Zwerge weiter.


„Du liest bei unserem nächsten Besuch vor!", flüsterte sie Lisa zu und Lisa nickte erleichtert. Das war ja gerade noch gut gegangen. Rapunzel war eine echte Freundin.


 


 


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