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> Kinderbücher > Lilo Lametta
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Lilo Lametta, Yvonne Kopf
Yvonne Kopf

Lilo Lametta



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Wie alles begann

Lilo Lametta war vier Jahre, dreiundneunzig Tage und zwölf Stunden alt, als sie im Kindergarten mit ihrer Erzieherin Frau Löffel eine Wette abschloss. Frau Löffel hatte bemerkt, dass Lilo immer voraussagen konnte, was es zum Mittag­essen geben würde. Sie vermutete, dass Lilo heimlich schon lesen konnte und in der Küche einfach auf den Plan guckte. Und dann so tat, als hätte sie es erraten. Und darum wettete Frau Löffel mit Lilo, dass sie eine Woche lang nicht erraten würde, was es zum Essen gäbe. Der Verlierer der Wette musste zwei Wochen lang die Papierkörbe in die große Mülltonne ausleeren.

In der Wettwoche hängte Frau Löffel also keinen Essensplan auf, sondern merkte sich alles im Kopf.
Trotzdem sagte Lilo am Montag: »Spaghetti.«
Frau Löffel dachte: »Zufall!«
Am Dienstag: »Pizza.«
»Noch mehr Zufall!«
Am Mittwoch: »Gulasch.«
Frau Löffel konnte es nicht glauben.
Am Donnerstag: »Erbseneintopf.«
Frau Löffel wurde kreidebleich.
Und als Lilo am Freitag »Fischstäbchen!« rief, hatte Frau Löffel keinen Appetit mehr und die Kinder durften alles alleine aufessen.

Frau Löffel wollte mit Lilos Eltern über das merkwürdige Verhalten ihrer Tochter sprechen. Angeblich, weil sie Lilo helfen wollte! Doch in Wirklichkeit war Frau Löffel sauer, weil sie die Wette verloren hatte und nun zwei Wochen lang den Mülldienst für Lilo erledigen musste. Lilos Eltern verstanden die ganze Aufregung nicht, hörten sich alles an und verabschiedeten sich höflich.

Was weder Frau Löffel noch die Eltern ahnten: Lilo hatte eine besondere Gabe – sie konnte Gedanken lesen!
Sie selbst wusste das schon lange. Zunächst hatte sie gedacht, dass jeder wusste, was im Kopf der Anderen vor sich ging. Als sie älter wurde, stellte sie aber fest, dass das keineswegs so war. Und dass es absolut nicht normal war, wenn man Gedanken lesen kann. Und deshalb erzählte sie es niemandem – nicht mal ihren Eltern, vor denen sie sonst keine Geheimnisse hatte. Manchmal dachte sie darüber nach, ob es ein schlimmes Geheimnis wäre, das sie da so sorgfältig hütete. Und ob es in Ordnung wäre, dass sie nicht mal ihren Eltern davon erzählte. Aber dann beschloss Lilo, dass sie es ihnen ja immer noch sagen konnte, wenn sie Probleme damit bekäme. Und außerdem – so meinte sie – müsse doch jedes Kind das Recht auf wenigstens ein Geheimnis haben.

Nach der Geschichte mit dem Essensplan hielt Frau Löffel Abstand zu Lilo, denn das kleine Mädchen war ihr unheimlich geworden. Und Lilo lernte daraus: Zeige niemandem dein Geheimnis!
Und dabei blieb es. Zumindest so lange, bis Lilo in die vierte Klasse gekommen war …


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